Design und Konstruktion
Maas entwarf die 33 als Rumpf aus massivem GFK mit einem Sandwich-GFK-Deck. Dieser letzte Detail leistet unter Deck echte Arbeit: Die isolierte Sandwichkonstruktion des Decks schützt vor kaltem Wasser und reduziert die Kondenswasserbildung in der Kabine, was für ein trockeneres Innenklima sorgt als bei einem Eindeck. Der Rumpf selbst ist einstöckig laminiert. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,12 ist sie breiter als 58 Prozent vergleichbarer Entwürfe, und das daraus resultierende Volumen zeigt sich in einer überdurchschnittlichen Stehhöhe und einem Mahagoni-Innenausbau. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 297 ordnet sie zu den „schweren Fahrtenyachten“ ein, und nur 31 Prozent ähnlicher Entwürfe sind schwerer – eine Masse, die sich im Seeverhalten auszahlt, wo ihr Komfort-Ratio von 25,5 die von 54 Prozent ihrer Konkurrenten übertrifft. (1)
Kiel, Ballast und Seeverhalten
Der Flossenkiel weist je nach Beladung einen Tiefgang von 1,87 bis 2,58 Metern auf, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38 Prozent liegt höher als bei 34 Prozent ähnlicher Boote. Dieser Flossenkiel sorgt für hervorragende Manövrierfähigkeit am Ruder, geht jedoch im Vergleich zu Langkielern etwas Kursstabilität ein. Das Kenterungsverhältnis von 1,92 ist der Wert, der sie allein nach dieser Formel für Hochseeregatten qualifizieren würde. Eine benetzte Fläche von fast 30 Quadratmetern und ein Absorptionsvermögen von 921 Pfund pro Zoll beschreiben ein Boot, das schwer auf dem Wasser liegt und langsam auf Lastverteilung reagiert – was zum Gewicht einer Fahrtenyacht passt.
Rigg und Handhabung
Die 33 ist eine Masttoppslup, die für ihre Größe etwas übertakelt ist und mehr Segelfläche trägt als 58 Prozent ähnlicher Yachten. Ihr Flossenkiel und das Spatenruder machen sie in engen Häfen wendig, auch wenn der Kiel die Stabilität bei Leegierigkeit etwas beeinträchtigt. Unter Motor bringt ein 27 PS starker Bukh-Diesel mit Wellenantrieb den Rumpf auf ein berechnetes Höchsttempo von etwa 6 Knoten, knapp unter der theoretischen Verdrängergeschwindigkeit von 6,7 Knoten. Die Geometrie von Fallen und Schoten ist für die Epoche konventionell: Die Großsegel- und Vorsegelfallen sind mit 101 Fuß Länge und 3/8 Zoll Durchmesser geführt, während die Schoten mit 12 mm ausgeführt sind – die Großschot auf 82 Fuß und die Genuaschoten auf knapp unter 33 Fuß.
Unterbringung
Unter Deck machen der Mahagoni-Innenausbau und die überdurchschnittliche Stehhöhe den breiten Rumpf bestmöglich nutzbar. Die Besprechung weist darauf hin, dass die Verarbeitung des Innenraums dem damaligen Standard für Serienboote entspricht. Die Isolierung des Sandwichdecks gegen Kälte und Kondenswasser ist ein leiser, aber wertvoller Vorteil beim Wohnen an Bord in nördlichen Revieren und hält die Kabine trockener, als es ein unisoliertes Deck zuließe.
Das Fazit
Die Standfast 33 ist eine durchdacht konstruierte Maas-Fahrtenyacht: schwer genug, um stabil zu sein, breit genug, um viel Platz zu bieten, und mit einem Flossenkiel so manövrierfähig, dass sie sich problemlos in Häfen bewegen lässt. Ihr Rigg neigt für ihre Gewichtsklasse etwas mehr zum Regattabereich. Sie ist nach den technischen Daten ein glaubwürdiger Kandidat für das Blauwassersegeln, auch wenn der Flossenkiel vom Steuermann mehr Aufmerksamkeit erfordert als ein Längskiel.
Vorteile
- Das Sandwichdeck schützt die Kabine vor Kondenswasser und kaltem Wasser
- Der breite Rumpf (L/B 3,12) bietet überdurchschnittlichen Platz und Stehhöhe
- Das Kenterungsverhältnis von 1,92 qualifiziert sie formal für Hochseeregatten
- Flossenkiel und Spatenruder sorgen für hervorragende Manövrierbarkeit
Nachteile
- Der Flossenkiel hat weniger Kursstabilität als ein Langkiel-Design
- Die schwere Verdrängung führt zu moderaten Geschwindigkeiten unter Motor von rund 6 Knoten





