Design und Konstruktion
Die 33 wurde als leistungsstarke Regatta-/Fahrtenyacht mit modernen Linien im Vergleich zur klassischen Contessa 26 konzipiert. Sie wurde aus der Roller Skate-Familie entwickelt, ist jedoch etwas kleiner gebaut. Mit einer Länge über alles von 32,67 Fuß, einer Wasserlinienlänge von 25,42 Fuß und einer Breite von 11,08 Fuß verdrängt sie 8.988 Pfund und hat einen Tiefgang von 5,82 Fuß. Ihre Proportionen – ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) nahe 244 und ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,8 – ordnen sie fest im Bereich der lebendigen Regatta-/Fahrtenyachten ein und nicht im schweren Fahrtenboot-Lager. Der Rumpf ist aus massivem GFK mit einem festen GFK-Deck, und der Kiel ist ein Flossenkiel mit Spatenruder. Die Formen wurden später an eine griechische Werft verkauft, diese konnte das Projekt jedoch nicht vorantreiben, und das endgültige Schicksal der Formen ist unbekannt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem unkomplizierten 7/8-Slup-Rigg ausgestattet. Der Standard-Segelplan bietet ein Großsegel von 202 Quadratfuß und eine Arbeitsfock von 269 Quadratfuß, wobei eine 150-prozentige Genua von rund 418 Quadratfuß für raume Kurse und ein symmetrischer Spinnaker von fast 852 Quadratfuß für raume Kurse vor dem Wind zur Verfügung stehen. Diese Zahlen beschreiben ein Boot, das ebenso für Clubregatten wie für das Fahrtensegeln mit kleiner Crew getrimmt ist. Auf der Regattabahn zeigte sich die Konstruktion erfolgreich: Moonlight, die erste 33, holte 1984 den Klassen-1. Platz bei der Cowes-Deauville-Regatta und den Gesamtsieg bei der Starlight Series desselben Jahres, während Jos of Hamble die Klasse 4 bei der Round the Island-Regatta 1984 gewann. Über den Atlantik hinweg siegte Chaparral IV 1986 bei der Block Island Week in den USA, und Act of Defiance erzielte im selben Jahr zahlreiche Siege auf der Irischen See. (1)
Unterbringung und Einsatzzweck
Eigner berichten, dass die Aufteilung acht Schlafplätze bietet – eine großzügige Zahl für einen 33-Fuß-Rumpf –, was darauf hindeutet, dass das Boot ebenso für Familienfahrten als auch für das Segeln im Revier gedacht war. Eigner aus dieser Ära beschrieben sie zudem als attraktiv im Aussehen und mit einer unkomplizierten Takelung, Eigenschaften, die sich gut für ein Paar oder eine kleine Crew eigneten, die zwischen Wochenendregatten und längeren Törns wechselte. Peters Bruce' Owl, die ursprünglich im Dezember 1991 vernachlässigt auf Shamrock Quay unter dem Namen Ceveva gefunden und umbenannt wurde, segelte nach Skye und umrundete Irland mit der Crew an Bord über fünf Wochen – eine praktische Demonstration des Konzepts für das Fahrtensegeln.
Regatta-Historie
Das bekannteste Beispiel ist Peter Bruce' Owl. Nach seinen eigenen Berechnungen war sie das erfolgreichste Boot im Channel Handicap während der fünf Jahre, die er sie besaß, und er schätzt, dass sie in diesen fünf Jahren das erfolgreichste CHS-Boot im Vereinigten Königreich war. In ihrem zweiten Jahr unter Bruce, 1993, kam sie in ihre Regattastärke und gewann ihre Klasse bei der Scotland Rover Series, Cowes Week sowie den Dartmouth- und Lymington-Serien. Sie hat ihre Crew auf dem Regattabahn noch nie enttäuscht, und Bruce verkaufte sie im Oktober 1999.
Bekannte Schwachstellen
Die Wartungshistorie dieser Boote ist nicht frei von Zwischenfällen. Bei Owl löste ein Kurzschluss im Elektriksystem auf dem Rückweg vor der Küste bei Lizard einen Brand an der Motorisolation aus – ein Fehler, der in der Verkabelung und nicht im Motor selbst lag. In einem weiteren, ungewöhnlicheren Fall trat ein Hund schwer auf die Gangschalthebel, wodurch das Boot mit Vollgas beschleunigte; die Steuerung war offenbar anfällig für unbeabsichtigte Aktivierung. Keiner dieser Vorfälle ist ein struktureller Mangel, aber beide unterstreichen die Wichtigkeit, die elektrische Integrität und die Sicherheit der Bedienung bei jedem einzelnen Rumpf zu überprüfen.
Refits und Eignerschaft
Um ein vernachlässigtes Exemplar wieder auf Vordermann zu bringen, erfordert dies viel Engagement. Es dauerte Bruce einige Jahre, um mit Owl nach ihrer Bergung aus Shamrock Quay wieder in Fahrt zu kommen – eine Erinnerung daran, dass eine ermüdete Contessa 33 eher ein Projekt als ein schneller Umbau ist. Die Formen wurden an eine griechische Werft verkauft, die jedoch nicht richtig in Gang kam, sodass das Schicksal der Werkzeuge unbekannt ist; das Design hatte ein langes und erfolgreiches Wettbewerbsleben und bleibt auch weit über die Einführungszeit hinaus sehr begehrt.
Das Fazit
Die Contessa 33 ist ein echtes Humphreys-Doppelboot, das bei Regatten über seine Länge hinausragt und dennoch mit einem praktischen Fahrteninterieur ausgestattet ist. Ihre geringe Stückzahl und die verlorenen Formen machen sie zu einem seltenen Fund, aber die Regatta-Historie und der Einsatz auf See sprechen für eine leistungsfähige, wenn auch manchmal eigenwillige 33-Fuß-Yacht.
Vorteile
- Bewährte Regatta-/Fahrtenyacht mit bedeutenden Siegen bei Regatten auf beiden Seiten des Atlantiks
- Flache, moderne Humphreys-Linien in einem kompakten, leicht zu handhabenden 33-Fuß-Rumpf
- Acht Schlafplätze für ein vielseitiges Fahrtenprogramm
Nachteile
- Sehr geringe Stückzahl; zukünftige Ersatzteile durch die Originalwerkzeuge sind ungewiss
- Bei mindestens einem Rumpf dokumentierter elektrischer Brand und anfällige Bedienung über die Hebelverstellung
- Die Sanierung eines vernachlässigten Exemplars erfordert jahrelange Arbeit










