Design und Konstruktion
Hewsons Rumpfphilosophie für die 38 platzierte den Mast des Slups etwas weiter vorn als bei anderen Booten dieser Ära – ein Konzept, das das Boot seiner Zeit voraus warf und das Segelplan-Verhältnis prägte. Die Mk II wurde mit einem standardmäßigen tiefgehenden Flossenkiel oder einer optionalen Kielschwert-Konstruktion ausgeliefert, wobei das halbbalancierte Ruder weit achtern positioniert war, um eine hervorragende Steuerkontrolle zu ermöglichen. Die Konstruktion entwickelte sich über die Serie hinweg weiter: Einige frühe 38-Rümpfe waren aus massivem GFK, während die meisten späteren Modelle, insbesondere die Mk II, einen Balsaholzkern-Rumpf hatten. Beide Versionen nutzten jedoch Decks aus Balsaholz-Sandwich mit massiven oder Sperrholzverstärkungen an Belastungspunkten. Rumpf und Deck sind an einer Flanschverbindung verbunden, sowohl durchgebolzt als auch chemisch verklebt, wobei ein Teak-Gürtel die Verbindung überdeckt. Schotten und Außenverkleidungen sind fest auf den Rumpf geschraubt, was die hervorragende innere GFK-Arbeit zeigt. Der externe Bleiballast ist mit Edelstahl-Balkenbolzen befestigt, die von einer verstärkten Glasfaser-Halterung gestützt werden. (1)
Rigg und Handhabung
Das Slup-Rigg mit vorn liegendem Mast sorgte für eine moderne Balance, und der Traveller der Großschot liegt vor dem Niedergang – was die Plicht frei macht, aber den Baum durch das Endbeschwerungstrimm belastet. Die Vorliek-Schienen sind weit innen positioniert, was enge Schotwinkel ermöglicht, die dem Boot helfen, Höhe zu laufen. Sabre gibt an, dass die 38 für ein volles Großsegel und eine Genua bis zu 14 Knoten Wind ausgelegt war; darüber hinaus segelt sie am besten mit kleinerer Segelfläche. Ein robustes Brückendeck und ein Reaching-Rigg auf dem Kajütaufbau direkt hinter dem Niedergang schützen den Einstieg, während ein externer Ankerkasten mit einer einzelnen Ankerrolle im Vorschiff untergebracht ist.
Unterbringung
Der wichtigste Fortschritt im Innenraum der Mk II war die separate Kabine achtern der Pantry, die eine Doppelkoje und einen kleinen Kleiderschrank beherbergt. Die Pantry an Backbord ist bei beiden Modellen geräumig ausgestattet mit doppelter, nach vorn gerichteter Spüle, einem vollwertigen Herd und einer passablen Kühlschrank-/Eiskiste. Das Layout der Mk II verlegt die Navigationsecke nach achtern auf Steuerbord – ein Nachteil, den der Rezensent bemerkte –, während eine große Nasszelle achtern auf Steuerbord mit einem feuchten Stauraum untergebracht ist. Vorne ergänzt eine Sitzbank an Backbord mit Schminktisch und Spüle einen gegenüberliegenden Kleiderschrank. Einige Mk II ersetzen die offene Achterkoje und den Schotten-Tisch der Mk I durch eine C-förmige Sitzecke und eine Achterkabine, aber die private Kabine achtern bleibt die entscheidende Verbesserung. (1)
Ausrüstung und Systeme
Beide Modelle wurden mit einem drei Zylindern starken Westerbeke-Diesel mit 33 PS ausgeliefert, der einen einzelnen 45-Gallonen-Aluminiumtank antreibt und für etwa 200 Seemeilen Reichweite sorgt. Bei der Mk II bieten ein großer Stauraum an Steuerbord und eine Propangasbox unter dem Steuersitz zusätzlichen Platz auf der Plicht. Die robuste Brückendecksstruktur und der geschützte Niedergang zeigen eine durchdachte Konstruktion, um Wasser aus der Kabine fernzuhalten.
Das Fazit
Die Sabre 38 Mk II veredelt Hewsons Mastvorschiff-Slup zu einer gut gebauten, geschützten Fahrtenyacht mit einer wirklich privaten Achterkabine und einer robusten, verlamten Rumpf-Deck-Verbindung. Die späteren Rümpfe und Decks mit Balsakern erfordern eine Inspektion auf Wassereintritt, aber die Innenglasarbeit und die Kielbolzen-Verbindung zeigen die Hand eines ernsthaften Bootsbauers.
Vorteile
- Vorne positionierter Mast und die inneren Vorliek-Schienen helfen beim Ausgleich und beim Höhe laufen
- Private Achterkabine mit Doppelkoje, exklusiv für die Mk II
- Flanschverbindung, verbolzt und laminiert Rumpf-Deck mit Teak-Kuvertüre
- Halbbalanciertes Ruder weit achtern für viel Steuergewicht
Nachteile
- Die nach achtern gerichtete Navigationsstation an Steuerbord schränkt die Nutzbarkeit ein
- Die meisten Mk II-Rümpfe haben einen Balsakern – Risiko von Kernfäule bei undichten Dichtungen
- Das Schot am Baumende belastet den Baum stark








