Design und Konstruktion
Die moderne Konstruktionslinie von Privilège Marine zeichnet sich durch vakuuminfundierte GFK-Sandwichstrukturen mit geschlossenzelligem PVC-Schaumkern und einer Vinylester-Osmosebarriere aus. Die 510 trägt das für die Marke typische, nach vorn positionierte zentrale Pod, das die Längsstruktur verstärkt und gleichzeitig als Eignersuite dient. Die Werft blieb ihren Kajütaufbaubögen treu, die die vorderen Fenster geschickt verdecken, und die verglaste Fläche wuchs im Vergleich zur Série 5 um 30 Prozent, wobei nun Streifen aus kontinuierlichem Glaslauf entlang des Ankerschachts verlaufen. Ein elegantes Windschutzschild umschließt das Steuerhaus, und anspruchsvollere Heckhandläufe runden die Decksränder ab. Die 510 wird mit Semi-Custom-Designoptionen angeboten, was sie eher als luxuriöse Plattform für Langstreckenfahrten denn als Massenprodukt positioniert. (1)
Rigg und Handhabung
Die Werft beschreibt ein ausgewogenes Rigg und eine intuitive Decksaufteilung, die das einfache Handling ohne Crew ermöglichen, und die getestete Konfiguration bestätigt dies mit einem großen Square-Top-Großsegel auf einem zurückgepfeilten Mast und einem praktischen Bugspriet für große Raumwind- und raume Kurse. Eine geschützte Steuerstandsecke bietet hervorragende Sicht, während man mit der Plicht und dem Leben an Bord verbunden bleibt. Die Bewegungsfreiheit ist einfach und sicher, was Vertrauen unter allen Bedingungen vermittelt. Multihulls World hat das Boot vor Les Sables d'Olonne bei Südwestwinden von 20 bis 25 Knoten mit moderater See auf Herz und Nieren geprüft – ein Test, der ihren Auftrag als seetüchtiger Offshore-Katamaran bestätigte. Eine Vielzahl von Leistungs-Upgrades von Decksbeschlägen bis hin zu Segeln steht Eignern zur Verfügung, die mehr Fahrt wollen. (2)
Unterbringung
Im Inneren hellt Darnets stilvoller neuer Innenraum den Salon mit viel größeren Fenstern, schmaleren Fensterläden und deutlich weniger toten Zonen auf, wo die Maststütze nach unten verläuft. Die Navigationsecke nimmt die achterliche Backbordseite des Salons ein und wurde auf wenige Schlüsselinstrumente um einen großen Flachbildschirm vereinfacht, während digitale Schalter das alte, riesige Schaltbrett ersetzen. Das Boot bietet bis zu vier Kojen in Doppelkabinen; in der Version mit drei Kabinen und Eignersuite erstreckt sich die Eignerkabine über die gesamte Breite im Vorschiff vor dem Salon und profitiert von neuen, größeren Luken und Deckssklippen. Die Werft gibt an, dass die Eignersuite im Rigg als breiteste ihrer Klasse gilt, und beschreibt großzügigen Stauraum im ganzen Boot für echte Autonomie ohne Kompromisse beim Komfort auf langen Törns. Natürliches Licht und sorgfältig ausgewählte Materialien schaffen eine warme, edle Atmosphäre, die beständig sein soll.
Bekannte Schwachstellen
Das größte Achtungsmerkmal für Eigner ist das digitale Schaltsystem, das das herkömmliche Schaltpanel an der Navigationsecke ersetzt. Während es die visuelle Aufteilung vereinfacht, verlagert es die Fehlerbehebung weg von der traditionellen Schiffselektrik und setzt auf proprietäre Schaltpläne. Käufer und Eigner sollten verstehen, dass routinemäßige elektrische Fehler spezielle Software erfordern können, anstatt nur ein Multimeter und eine Verkabelungsdiagramm zur Hand zu haben.
Das Fazit
Die Privilège 510 Signature ist eine durchdachte Weiterentwicklung eines bewährten Lombard-Rumpfes, veredelt mit einem helleren, offeneren Darnet-Innenraum und ausgerichtet auf Paare oder Familien, die eine Weltumsegelung ohne Außencrew planen. Sie tauscht die reine Neuheit eines Design-Neulings gegen die Sicherheit einer erprobten Plattform und den Glanz eines Semi-Custom-Luxus-Katamarans ein.
Vorteile
- Gebaut auf der bewährten Série 5-Rumpfplattform, die von 23 Vorgängermodellen geprägt wurde
- 30 Prozent mehr Glasfläche als die Série 5 mit durchgehenden Rumpfscheiben und einem flacheren Windschutzscheiben-Design am Steuerstand
- Eignersuite im vorderen Bereich über die gesamte Breite – als die größte ihrer Klasse beschrieben, mit vergrößerten Luken und Deckssklotten
- Ausgewogenes, einhandfreundliches Rigg mit Square-Top-Großsegel und Bugspriet für raumschots gefahrenen Wind
Nachteile
- Die digitale Schaltung erschwert die traditionelle Elektrodienstleistung und erfordert proprietäre Werkzeuge
- Der Semi-Custom-Ansatz birgt die Komplexität und Kostenrisiken von maßgeschneiderten Systemen





