Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK mit Holzverzierungen gefertigt, verfügt über einen geneigten Vorsteven und einen vertikalen Spiegel. Das Boot steht entweder auf einem festen Flossenkiel oder einer optionalen Kombination aus Kielschwert und Festkiel mit externem Bleiballast von 1.300 Pfund bei einer Verdrängung von 3.500 Pfund. Die Schwertversion hat einen Tiefgang von 5,17 Fuß mit abgesenktem Schwert und nur 2,33 Fuß tief im eingeholten Zustand, was das Trailern und das Anlanden in flachen Gewässern ermöglicht; die Version mit Flossenkiel fixiert den Tiefgang bei 4,00 Fuß. Ein am Spiegel aufgehängtes Ruder an der Pinne sorgt für ein unkompliziertes Steuerverhalten. Rezensenten, die sowohl die Slup als auch die später als Catrigg getakelte Pearson 23C gesegelt hatten, stellten fest, dass beide Modelle praktisch dieselben Rumpfformen und Werkzeuge teilten. Sie schrieben die solide Bauweise und das gelungene Design der Slup dem Erfolg als robuste Einsteiger-Fahrtenyacht zu. (1)
Rigg und Handhabung
Shaws Vorgabe für das Rigg war Einfachheit, da ein trailerbares Boot mehr Segel auf- und abbauen muss als ein Festmacher-Rigg. Die Masttoppslup trägt 229 Quadratfuß Segelfläche – ein Vorsegeldreieck von 28,4 Fuß und eine Vorliek des Großsegels von 24,3 Fuß – und der Mast der Slup steht 31 Fuß über dem Wasser, kürzer als der 36,5 Fuß hohe Mast des Catboots, bietet jedoch etwa 10 Prozent mehr Segelfläche. Diese Konfiguration bringt den Trimm-Effekt zwischen Fock und Großsegel mit sich, einen Leistungsvorteil, den das Ein-Segel-Catboot nicht besitzt. Unter Segeln weist das Design eine Rumpfgeschwindigkeit von fast 6 Knoten und ein PHRF-Handicap von 240 auf, Werte, die zu einer leichten Fahrtenyacht für Küstentörns passen. (2)
Unterbringung
Unter Deck finden vier Personen Schlafplätze: eine Doppel-V-Koje im Vorschiff und zwei gerade Sofakojen in der Hauptkabine mit einer Stehhöhe von 56 Zoll. Die Stauraummöglichkeiten sind für die Bootslänge großzügig bemessen. Die Pantry befindet sich unter der Niedergangstreppe und ist mit Herd und Spüle ausgestattet, während die Nasszelle knapp achtern der Bugkabine an Backbord untergebracht ist. In den Originalwerbematerialien von Shaw wurde ein einzigartiges optionales Pantry-Modul mit Spüle, Herd, tragbarer Kühlbox und Besteckschublade beschrieben. Es wurde darauf hingewiesen, dass sowohl dieses Modul als auch die Toilette optional waren und später nachgerüstet werden konnten – eine Flexibilität, die es den ersten Eignern ermöglichte, das Boot für den Transport auf dem Trailer leer zu lassen und es in aller Ruhe für das Fahrtensegeln auszustatten.
Bekannte Schwachstellen
Der größte Nachteil, der in den damaligen Tests festgestellt wurde, ist das Kranen. Ob mit Flossenkiel oder Schwert – die Pearson 23 ist nicht das einfachste Boot, um auf einen Trailer zu laden und wieder abzuladen. Keine strukturellen Mängel sind im Bericht verzeichnet.
Das Fazit
Die Pearson 23 ist eine durchdachte kleine Fahrtenyacht aus dem Portfolio von Shaw aus den späten 1970er Jahren: im Konzept trailerbar, aber mit der Substanz einer echten Kielyacht und einem gutmütigen, einfachen Rigg gebaut. Es wurden nur wenige Exemplare hergestellt, aber das aktive Pearson Yachts Forum sorgt für eine lebendige Klassenvereinigung.
Vorteile
- Erste trailerbare Pearson mit Flachkiel-Option für das Reviersegeln am Strand
- Einfaches Masttoppslup-Rigg, ideal für häufiges Trailern und Aufbauen
- Vier Kojen und flexible, optionale Pantry/WC für schrittweises Ausstatten
- Solide GFK-Konstruktion, die als gesunder Einstieg in das Fahrtensegeln gepriesen wird
Nachteile
- Umständliches Trailern und Zuwasserlassen in beiden Kielkonfigurationen
- Sehr geringe Stückzahl (42 Rümpfe) schränkt die Suche auf dem Gebrauchtbootmarkt ein







