Design und Konstruktion
Die M42 trägt die eleganten Überhänge von Sparkman & Stephens und bewahrt den für die Werft typischen klassischen Look, während die ST-Variante mit kurzem Heckaufbau zur Deckung der Nachfrage nach dem Deckprofil der M36 mit der Stehhöhe des größeren Bootes hinzugefügt wurde. Die Konstruktion besteht aus einem Sandwich-Rumpf aus Vinylester-Komposit mit Carbon-Epoxid- und Kevlar-Verstärkungen. Die Plicht ist serienmäßig mit einem Teakboden auf breiten, aufgeräumten Teakdecks ausgestattet. Bemerkenswerterweise zeigte Rumpf Nummer eins ein optionales Teakdeck und eine vollholzverkleidete Cockpit-Schott im Innenraum, und das Boot wurde ohne Kajüttürmchen, Seereling oder Heckkorb ausgeliefert – ein bewusst offener Umriss, der sich eher für geschützte Küstenreviere als für Offshore-Einsätze eignet. Der moderate Flossenkiel hat einen Tiefgang von etwa 1,73 m (5 Fuß 8 Zoll), wobei auch eine tiefere Version verfügbar ist. Ein schlankes Ruder mit hoher Streckung in Kombination mit einer 44-Zoll-Radsteuerung sorgt für viel Rückmeldung beim Manövrieren im engen Raum. (1)
Rigg und Handhabung
Die Segelhandhabung wurde gründlich auf Einfachheit, Zuverlässigkeit und Bedienkomfort ausgelegt, und das Boot behält alle großartigen Handhabungsmerkmale der kleineren M36 bei. Ein lackierter Hall Spars Carbon-Rigg mit 7/8-Slup trägt eine Selbstwendefock an einer Schaefer Rollfockanlage, deren Trommel im Deck eingelassen ist, und zwei Lewmar 50 selbstholende elektrische Winschen sind nahe dem Steuerstand montiert. Alle Steuerleinen, Schoten und Fallen laufen unter Deck zu Kontroll- und Winschkonsolen, die für den Steuermann leicht erreichbar sind, sodass das Deck frei bleibt. Die zusätzlichen 30 Fuß Wasserlinienlänge gegenüber dem kleineren Modell verleihen der M42 ein besseres Geschwindigkeitspotenzial als ihrer Schwester, und die Werft beschreibt sie als eines der seetüchtigsten Boote der Welt, das Leistung, Komfort und Sicherheit vereint. (2)
Unterbringung
Drei Stufen unter der Plicht befindet sich eine funktionale, luftige Kabine mit fantastischer Sicht und einem offenen Grundriss, der die Raumhöhe maximiert. Sie ist im klassischen Herreshoff-Stil mit antikweißen Schotten und glanzlackierten Kirschbaumholzarbeiten ausgestattet. Die Proportionen ermöglichen eine Stehhöhe von 1,90 m im Salon, und das Innenraumvolumen übertrifft das der M36 für eine luxuriösere Unterkunft. Eine U-förmige Pantry bietet einen zweiflammigen Kardan-Kochherd, Arbeitsplatten aus Corian und eine Kühlbox, während eine Doppelkoje mit einer großen Decksluke zum Sternegucken einlädt. Eine Nasszelle mit Wanddusche befindet sich hinter einer klappbaren Trennwand. Im Vorschiff eignen sich die Sofakojen zum Ausruhen, und ein Klapp-Tisch steht unter einem Schmetterlings-Sonnenschutz. Eine große V-Koje ist durch ein wasserdichtes Schott vom Bug getrennt, und der Ankerkasten ist über eine Luke zugänglich, die einen Lewmar-Ankerwinden mit klappbarem Vorleger verdeckt.
Ausrüstung und Antrieb
Die standardmäßige Yanmar 3JH5E Saildrive-Einheit leistet 39 PS bei 3.000 U/min und treibt einen zweiflügeligen Flex-O-Fold-Ruderpropeller an. Die Werft gibt eine Kraftstoffkapazität von 40 Gallonen und eine Wasserkapazität von 50 Gallonen an, während in den technischen Daten der Rezensionen ein 39 PS starker Yanmar mit Saildrive aufgeführt ist. Jede Luke ist mit einer integrierten Sonnenblende und einer Insektenschutzscheibe ausgestattet, und der Cockpittisch verdeckt Stauraum für Flaschen und Besteck. Die M42 bietet somit ein aufgeräumtes Deck gepaart mit dem Komfort einer Wochenend-Fahrtenyacht statt eines reinen Daysailers. (3)
Das Fazit
Die Morris M42 ist eine anspruchsvolle Fahrtenyacht für Küstenreviere, die den Minimalismus eines reinen Daysailers gegen echten Komfort unter Deck eintauscht – verpackt in einen Sparkman & Stephens-Rumpf mit moderner Verbundbauweise und einem selbstwendenden, elektrisch assistierten Rigg. Angesichts der offenen Decksrandkonstruktion und des moderaten Ballasts ist sie am besten als stilvoller Weekender für geschützte Gewässer und weniger als Blauwasser-Fahrtenyacht zu verstehen. Die Angaben zur Verdrängung (Herstellerangabe 16.279 lbs, ein Testbericht gibt 14.362 lbs an) und zur Kraftstoffkapazität (Herstellerangabe 40 Gallonen, Testbericht 25 Gallonen) variieren je nach Quelle.
Vorteile
- Offenes, herreshoff-ähnliches Interieur mit 1,90 m Stehhöhe und Queen-Size-Koje
- Selbstwendefock, integrierter Rollfockantrieb und elektrische Winschen für einfache Handhabung mit kleiner Crew
- Kohlefaserrigg und kompositer Kevlar-Rumpf von einer angesehenen Werft in Maine
Nachteile
- Kein Kajütaufbau, keine Seereling oder Heckkorb ab Werk
- Widersprüchliche Angaben zu Gewicht und Tankkapazitäten zwischen Werft und Fachzeitschriften
- Der Fokus auf das Küstensegeln schränkt die Offshore-Ambitionen trotz seetüchtiger Auslegung ein





