Design und Konstruktion
Die 42-2 ist aus massivem GFK gefertigt, mit 8.700 Pfund Bleiballast in einem Flossenkiel und einem Skeg-aufgehängten Ruder. Mit einer Verdrängung von 18.500 Pfund und einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 47 Prozent ist sie schwerer als die Cal 40 und nutzt dieses hohe Ballastverhältnis vor Anker optimal aus. Die Breite von 11,5 Fuß und die Wasserlinienlänge von 30,5 Fuß ergeben ein schweres, seegängiges Profil. Morgan baute sie als Einrumpf-Slup mit Masttopp-Rigg und einem Tiefgang von 6 Fuß. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup mit 767 Quadratfuß Segelfläche beträgt ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) etwa 17,5. Die Testberichte sahen sie als starken Konkurrenten für die CCA-Klasse; sobald der Wind zunimmt, läuft sie hoch am Wind bis zum Niedergang und schneidet durch das Wasser wie ein Anker. Ihr Kenterungsverhältnis ist beruhigend und das Komfort-Ratio ist gut für ihre Größe, wobei sich die Bewegungen denen des Valiant 40 und Whitby 42 ähneln. Sie ist gegen moderne Leichtwind-Regattaboote nicht mehr konkurrenzfähig, macht aber auf Clubregatten Spaß. (1)
Unterbringung und Einsatzzweck
Mit 260 Litern Wasser, 110 Litern Benzin und einem 30 PS starken Universal-Atomic Atomic 4 eignet sie sich für Küsten- oder Blauwasserreisen, ohne im Ankertörn an Stabilität oder Komfort einzubüßen. Die Rumpfgeschwindigkeit von 7,4 Knoten und das Kenterungsverhältnis von 1,74 spiegeln Hochseetauglichkeit wider. (1)
Refits und Eignerschaft
Charley Morgan verließ Morgan Yachts im Jahr 1972; danach gehörte das Boot der Beatrice Foods, bevor Catalina die Marke 1984 übernahm. Die 42-2 ist älter als diese Veränderungen. Der Atomic 4 ist typgerecht für seine Epoche; Überlebende dieser Baureihe wurden gelegentlich als Basis für Umbauten in Betracht gezogen.
Das Fazit
Die Morgan 42-2 hat sich unter der CCA-Formel und über die Ozeane hinweg bewährt. Sie ist eine schwere, hochballastierte Flossenkieler-Yacht mit einer beruhigenden Kenterungsverhältnis, ist den modernen Regattayachten jedoch hinsichtlich der Geschwindigkeit weit hinterhergeblieben.
Vorteile
- Hohes Ballastverhältnis und hohe Verdrängung sorgen für hervorragende Leistung am Wind vor Anker
- Über Jahrzehnte auf allen Ozeanen bewährt
- Solider GFK-Rumpf, Blei-Flossenkiel, Skeg-Ruder (1)
Nachteile
- Nicht mehr konkurrenzfähig gegen Leichtdeplacement-Rennboote
- Benzinmotor Atomic 4 ist kein moderner Diesel
- Bescheidenes Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis







