Design und Konstruktion
Der Rumpf ist im Vakuuminfusionsverfahren aus Schaumsandwich gefertigt, wobei Vinylesterharz auf die erste GFK-Schicht aufgetragen und in hochbelasteten Bereichen mit gewebten Rovingseilen oder einlagigen Fasern verstärkt wurde. Das Deck ist ein Balsaholzsandwich, und eine kohlefaserverstärkte innere Rumpfstruktur soll 25 Prozent steifer sein als bei Standardkonstruktionen. Sie wurde so konstruiert, dass sie die bei einer Grundberührung entstehenden Kräfte aufnimmt. Über der Wasserlinie weist das keilförmige Deck einen leichten Einschnitt direkt achterlich des Mastes auf. Dieses Detail ermöglicht es, dass Fallen und Leinen auf Decksebene aus dem Mast führen und in der Struktur verschwinden, die die Luken flankiert, was das Vordeck optisch aufwertet. Ein hohes 7/8-Rigg steht auf einem 9/10-getakelten, an Deck gesteppten Aluminiummast mit zwei Salingpaaren. Die standardmäßigen Elvström FCL Tri-Radial-Segel haben eine Fläche von 1.000 Quadratfuß in der Standardvariante.
Rigg und Handhabung
Judel/Vrolijk verliehen dem Rumpf durch Formstabilität ein hohes aufrichtendes Moment und boten verschiedene Kiele mit tiefem Schwerpunkt an, sodass das Boot auch bei auffrischendem Wind aufrecht und segelfähig bleibt. Es wurden drei Tiefgangsoptionen angeboten – Standard 7 Fuß 1 Zoll, Regatta 7 Fuß 11 Zoll und Flachkiel 6 Fuß 6 Zoll –, jeweils kombiniert mit einer von zwei Ruderoptionen. Das Regattamodell tauscht fast zwei Drittel einer Tonne Verdrängung gegen einen tieferen 2,4-Meter-T-Bulbkiel und ein Rigg ein, das etwa sechs Prozent größer ist als beim Standardboot, wodurch die Segelfläche auf 1.071 Quadratfuß ansteigt. In der Konstruktionsbesprechung bezeichneten die Designer die neue 42 als großartige Club-Regattayacht und sehr schönes Fahrtenboot, und boats.com beschrieb sie als Boot, das für fehlerfreies, schnelles Segeln neben komfortablem Wohnraum konzipiert sei. Ein optionales Komposit-Bugspriet integriert eine Ankerrolle und trägt asymmetrische Schoten, die vom Vorsteven oder vom Masttopp gefahren werden. (2)
Unterbringung
Das interne Innenraumteam von Dehler entwickelte ein vielseitiges Layout, das um einen geräumigen Salon herum aufgebaut ist, der bei allen Varianten gemeinsam ist und durch Decksluken, Kajütaufbaufenster und Rumpfluken belichtet wird. An den Seiten befinden sich charakteristische Rolltop-Schränke, und an den Seitenwänden des Kajütaufbaus sind Griffleisten angeformt. Käufer konnten zwischen zwei oder drei Kabinen wählen, wobei jede Kabine mit einer oder zwei Nasszellen verfügbar war. Die Zwei-Kabinen-Version gewinnt einen riesigen begehbaren Stauraum achtern der Haupttoiletten. Die Vorpiek kann mit einer Halb-Inselbett-Koje und großzügigen Kleiderschränken oder mit einer klassischen Doppel-V-Koje im Vorschiff und einer eigenen Nasszelle ausgestattet werden. Eine patentierte Einheitstür trennt den Salon von der Hauptbadewanne und dient gleichzeitig als abschließbare Tür für Dusche und WC. Die Backbordkabine lässt sich je nach Bedarf in einen Segelschrank oder eine dritte Doppelkoje umbauen. Die Pantry verfügt über zwei Spülbecken, einen zweiflammigen Herd mit Backofen und einen großen, von oben und vorne zu öffnenden Kühlschrank.
Das Fazit
Die Dehler 42 ist eine durch und durch moderne Performance-Fahrtenyacht, die keine Kompromisse bei der Wohnlichkeit zugunsten der Geschwindigkeit eingeht. Der vakuuminfundierte Schaumrumpf, die karbonverstärkte Innenschale und die tief liegenden Kielsysteme sorgen für eine steife, kippsichere Plattform, während das konfigurierbare Layout mit drei oder zwei Kabinen – komplett mit den cleveren Einheitstüren und den begehbaren Stauräumen – sie ebenso gut für Törns mit der Familie wie für Regattaeinsätze tauglich macht. Sie ist ein Boot, gebaut, um hart gesegelt und komfortabel genutzt zu werden.
Vorteile
- Hohes aufrichtendes Moment durch Formstabilität und tiefes Kimmverhalten der Kiele
- Der kohlefaserverstärkte Innenschiffskörper ist 25 Prozent steifer als Standard
- Konfigurierbare Zwei- oder Drei-Kabinen-Layouts mit einem großzügigen, gemeinsamen Salon
- Die Regatta-Variante spart für Clubregatten zwei Drittel einer Tonne ein
Nachteile
- Varianten mit geringem Tiefgang und Regatta-Tiefgang begrenzen die Klassenkonformität
- Mehrere Kiel- und Riggvarianten erfordern eine sorgfältige Abstimmung der Spezifikation






