Design und Konstruktion
Die Rümpfe werden im Vakuumsackverfahren mit einem Balsakern hergestellt – eine Methode, bei der die Steifigkeit maximiert und das Gewicht minimiert wird, indem die Menge an Harz im Laminat sorgfältig kontrolliert wird. Unter der Wasserlinie sind die Rümpfe tief und schmal, biegen sich dann nach oben hin nach außen und treffen auf einem ausgeprägten Knickspant auf die massiven Überwasserschiffe. In der Praxis reduziert diese Form die benetzte Oberfläche, bietet gleichzeitig aber großzügigen Platz für Kabinen und Decksfläche. Der Austritt der Rümpfe hilft, Spritzwasser abzulenken und sorgt für zusätzlichen Auftrieb, wenn das Boot hart am Wind läuft. Flache Kiele sind mit geschlossenzelligem Polyurethan-Schaumstoff gefüllt, um Wassereintritt zu verhindern und Auftrieb zu gewährleisten. Versiegelte Schotten am Bug und Heck halten im Falle eines Zusammenstoßes das Wasser fern. (1)
Rigg und Handhabung
Die 48 ist als 7/8-Slup mit einer Doppel-Penningschot-Rigg-Konfiguration getakelt. Tester fanden die Penningschoten robust und leicht fein abzustimmen, um das Profil des Großsegels zu optimieren. Bei 10 Knoten Wind lief das Boot auf raumen Kursen mit mehr als 8 Knoten durch eine leichte Kabbelwelle und hielt bei einem scheinbaren Wind von 45 Grad 6 Knoten Fahrt. Das Ruder war direkt und gab beim Schwenken der Schoten ein zufriedenstellendes Feedback, und die Bewegungen im Seegang waren leicht und berechenbar. Unter Motor sorgten die beiden Yanmar-Motoren für 4 Knoten bei 1.000 U/min, 6,9 bei 2.000 U/min und 8,1 bei 2.500 U/min, während sich das Boot mühelos drehte, sobald die Gashebel durchgedrückt wurden. Ein Kapitän berichtete, dass die 48 bei schwerem Wetter regelmäßig stundenlang über 17 Knoten lief, ohne dass ihre Bugspitzen in die Wellentäler eintauchten. (1)
Unterbringung
Der Salon bricht mit der Konvention: Die Kajüttür ist mitten im Kajütaufbau nach vorn positioniert und aus Glas gefertigt, sodass die Sicht ungehindert bleibt. Den Salon flankieren eine nach vorn gerichtete Navigationsecke an Backbord und ein großer Tisch mit Sofakojen. Es wurden sowohl Vier- als auch Drei-Kabinen-Versionen gebaut; bei der Drei-Kabinen-Aufteilung ist der Steuerbordrumpf fast vollständig den Eignerkabinen vorbehalten, während weiterer Crewraum im Bug untergebracht ist. Zierleisten und Holzarbeiten bestehen aus Kirsche und Kirschfurnier, was für eine hervorragende Gesamtqualität des Innenausbaus und der Verarbeitung sorgt.
Deck und Zugang
Hervorzuheben sind das vordere Cockpit mit Stufen, die auf das Vordeck führen, und ein Schiebeluk im vorderen Dach. Das hintere Cockpit bietet freien, einfachen Zugang zu zwei weit geöffneten Seitendecks, die mit bündig eingebauten Luken und soliden Fußrelingen oder Mini-Bulwarks für sicheres Vorgehen an Deck ausgestattet sind. Ein großer Querzugang achtern ermöglicht den Wechsel zwischen den Rümpfen oder das Aufholen des Beiboots an den Davits, ohne Passagiere zu stören. Tester lobten insbesondere die reichlich vorhandenen Edelstahlhandläufe entlang des Kajütaufbaus.
Das Fazit
Die Leopard 48 ist eine ernsthafte Blauwasser-Katamaran, die einen clever knickgeschnittenen, schaumgefüllten Rumpf mit einem praktischen Decksplan und einem wirklich gut gebauten Innenraum verbindet. Sie segelt mit berechenbarem Seeverhalten und einer starken Leichtwindleistung, und ihre Manövrierbarkeit als Zwillingsmotor ist genau das, was ein guter Fahrtenkatamaran bieten sollte. Die vordere Plicht und der quergeschnittene Achterausgang sind durchdachte Features für Fahrtensegler, auch wenn die zentrale Eingangstür zum Salon eine Abweichung ist, an die sich einige Segler erst gewöhnen müssen.
Vorteile
- Vakuumverpackte Rümpfe mit Balsaholzkern, flachen Kielen mit Schaumfüllung und versiegelten Schotten zur Kollisionsabsorption
- Knickspant-Rumpf reduziert die benetzte Fläche bei gleichzeitig erhaltenem Innenraum- und Decksraumvolumen
- Hervorragende Segelleistung bei leichtem Wind und schwerem Wetter unter professioneller Beobachtung
- Zwei Yanmar-Motoren sorgen für fortschrittliche Geschwindigkeit und müheloses Steuern über das Gaspedal
- Hervorragender Innenausbau; vielseitige drei- und vier-Kabinen-Layouts mit Crewbereich im Bug
Nachteile
- Die zentrale Eingangstür zum vorderen Salon ist unkonventionell und passt nicht jedem Käufer





