Design und Konstruktion
Die Admiral 40 ist konventionell aus handaufgelegtem GFK-Laminat mit einem im Vakuumverfahren eingeklebten Balsakern und einer einlaminierten Rumpf-Deck-Verbindung gebaut. Dort, wo hohe Druckkräfte auf die Struktur einwirkten, ersetzte der Balsakern das Sperrholz. Das Schott, an dem der an Deck stehende Mast befestigt ist, sowie die robuste Püttingsstruktur zeigten im geprüften Exemplar eine solide Handwerkskunst. Das Flügeldeck im Vorschiff ist bewusst kurz gehalten, um den Schwerpunkt zu zentrieren und das Einsetzen der Wellen zu dämpfen – eine Entscheidung, bei der etwas Trampolinfläche im Vorschiff zugunsten einer ruhigeren Bewegung im Seegang eingespart wird. (1)
In der Querschnittszeichnung sind die Rümpfe ziemlich rund, was für eine erhebliche Auftriebskraft sorgt und die Zuladungsfähigkeit des Bootes untermauert. Die Auswertung von Cruising World zum Boot des Jahres stellte fest, dass das Heck unter der Last von Verdrängung und Zuladung bei den Tests ins Schleudern geriet – ein Hinweis darauf, dass es sich hierbei um eine volumenorientierte Fahrtenyacht und nicht um einen Leichtgewicht-Regattakreuzer handelt. Die Werft erklärte, dass umfangreiche Individualisierungen beim ersten Rumpf tatsächlich erhebliches Gewicht hinzugefügt hätten; bei den nachfolgenden Modellen führten geformte Module zu einem leichteren Boot. Die Beschläge des Testbootes wurden sorgfältig installiert, und eine hervorragende Sorgfalt im Detail zeigte sich in der Verlegung von Kabeln und Rohrleitungen im gesamten Boot.
Rigg und Handhabung
Die Admiral 40 verfügt über einen Großsegel-Großgenua-Segelplan, den Tester als leicht zu handhaben empfanden, unterstützt durch ein effizientes Travellersystem, das die Großsegeltrimmung erleichtert. Ein großes Trampolin füllt die Lücke zwischen den Rümpfen aus, und an Deck bildet ein Targa-Bügel eine markante optische Linie, während er ein festes Bimini über den geräumigen Sitzbereich der Plicht stützt und die Großschot deutlich über dem hinteren Decksweg hebt. Da das Boot mit kleinen Kielen statt mit Steckschwertern ausgestattet ist, läuft es am Wind etwas weniger gut. Der Vorteil ist der geringe Tiefgang von nur 1,19 Metern (3 Fuß 9 Zoll), der Ankerplätze zugänglich macht. (1)
Unter Motor lieferten die beiden 29-PS-Yanmar-Saildrives laut damaligem Test 6,4 Knoten bei 2.500 U/min und satte 8,4 Knoten mit durchgetretenem Gaspedal. Die Ausrüstung für das Ankergeschirr wurde als erstklassig bewertet, und die elektrische sowie mechanische Installation lag weit über dem Durchschnitt.
Unterbringung
Das Standard-Layout bietet auf der 40-Fuß-Katamaran-Yacht vier Kabinen mit Doppelkojen, zwei Nasszellen und einen großen Salon, während eine Eignerversion drei Schlafkabinen mit höherer Ausstattung und besseren Verarbeitungsqualitäten bietet. Beide Aufteilungen platzieren die Queen-Size-Doppelkojen schräg in den Achterkabinen. Die Pantry befindet sich im oberen Bereich, was dem Koch einen Blick nach draußen und gleichberechtigte Sitzpositionen an Bord ermöglicht – ein Layout, das sowohl für das Wohnen an Bord als auch für den Charterbetrieb ideal ist. Die Tankkapazitäten unterstützen ausgedehnte Törns mit jeweils rund 400 Litern Kraftstoff- und Wasserkapazität. (1)
Bekannte Schwachstellen
Das Hauptproblem im Servicebereich ist der Heckdrall unter Last: Die Boot-of-the-Year-Tests von Cruising World zeigten, dass das Heck aufgrund von Verdrängung und Zuladung im Wasser schleift. Die Werft räumte ein, dass die umfangreiche Individualisierung des ersten Rumpfes erheblich zum Gewicht beitrug, bevor formbare Module späterere Boote leichter machten. Dies ist eher eine Konstruktionsmerkmal als ein struktureller Mangel, aber ein Käufer sollte verstehen, dass bei beladenem Fahrtentrimm der Spiegel tiefer liegt als bei einem leeren Showboot. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Bauweise der Admiral 40 eignet sich hervorragend für Eigner-Anpassungen, wie die eigene Gewichtsangabe des Rumpfes eines Bauschiffs verdeutlicht. Die sorgfältige Montage der Beschläge und die sauberen Verlegungen von Elektrik und Sanitäranlagen deuten darauf hin, dass spätere Upgrades – zusätzliche Solarpaneele, Wassermacher oder überarbeitete Innenausbauten – ohne Einschränkung des Originalbaus durchgeführt werden können. Die 4,2-Kilowatt-Generatoranlage und die beiden Yanmar Saildrives bilden eine zuverlässige Basis für den Antrieb und die Stromversorgung bei Refit-Projekten zum Wohnen an Bord.
Das Fazit
Die Admiral 40 ist eine sorgfältig gebaute Fahrtenyacht mit viel Volumen, bei der Wohnraum an Bord und Zugang zu flachen Gewässern über reine Leistung am Wind gestellt werden. Die Bauqualität und die Systemintegration wurden von damaligen Rezensenten gelobt, und die Flexibilität des Layouts zwischen Charter- und Eignerversion erweitert ihre Anziehungskraft. Der Kompromiss ist ein Boot, das sich voll beladen schwer auf dem Wasser bewegt und aufgrund seiner kleinen Kiele etwas an Höhe am Wind einbüßt.
Vorteile
- Handaufgelegtes GFK mit vakuumverpacktem Balsakern und sorgfältiger Beschlägeinstallation
- Eigneraufteilung mit vier oder drei Kabinen und querschiffs angeordneten Doppelkojen achtern
- Hohe Pantry und großer Salon für geselliges Leben an Bord
- Zwei 29-PS-Yanmar-Saildrives mit hoher Geschwindigkeit auf offenem Wasser und einem 4,2-kW-Generator
- Geringer Tiefgang von 3'9" durch Kimmkiele
Nachteile
- Der Spiegel schiebt sich bei Verdrängung und Zuladung nach unten
- Kleine Kiele machen das Boot weniger leistungsfähig am Wind als Katamarane mit Steckschwertern
- Die Individualisierung des Rumpfes führte vor dem Aufkommen der Formmodule zu spürbarem Gewichtszuwachs



