Design und Konstruktion
Rayners 40-Fuß-Entwurf ist ein Einrumpfboot mit Langkiel und einer massiven GFK-Konstruktion, das seit 1976 von Mitchell & Sons in GFK gebaut wird. Die Breite von 10,99 Fuß und der Tiefgang von 4,99 Fuß verleihen ihr das schmale, tiefgehende Profil, das für britische Fahrtenyachten der 1970er Jahre typisch ist, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 389,26 ordnet sie fest im Bereich der schweren Verdränger ein. Mit einer Komfort-Ratio von 45,25 und einem Kenterungsverhältnis von 1,54 beschreiben die veröffentlichten Daten eine stabile Hochseeyacht, deren Werte eher auf anspruchsvolle Langstreckenfahrten als auf Küsten-Tagessegel ausgerichtet sind. (1)
Rigg und Handhabung
Die Atlantic 40 ist eine Ketsch mit Masttopp-Rigg, eine Riggwahl, die die Segelfläche auf zwei Maste verteilt und sich für einen schweren Rumpf eignet, der von einer kleinen Crew bedient wird. Zeitgenössische Rezensionen beschreiben sie als schweres Boot unter Segeln und merken an, dass ihr die Steifigkeit fehlt. Dieser mangelnde Anfangsstabilität steht jedoch eine hervorragende Aufrichtfähigkeit nach dem Kentern gegenüber – eine Kombination, die sie als Boot kennzeichnet, das leicht krängt, aber berechenbar wieder aufrichtet. Dieses Merkmal wurde von den Rezensenten am besten für das schwere Blauwassersegeln geeignet befunden. Ihre Rumpfgeschwindigkeit liegt bei bescheidenen 7,34 Knoten, was im Einklang mit dem Langkiel, dem voluminösen Rumpf und dem 40 PS starken Mercedes-Diesel steht, der als einziger Hilfsmotor verzeichnet ist. (1)
Unterbringung
Die verfügbaren Quellen geben keine Angaben zur Innenraumaufteilung, Anzahl der Kojen oder zu Details des Innenausbaus der Atlantic 40 her. Zudem ist das Material aus der Werftzeit anderer Marken der Atlantic-Reihe nicht auf diesen Entwurf von Mitchell & Sons Rayner übertragbar.
Das Fazit
Die Atlantic 40 ist eine konservative, schwere Ketsch aus der britischen Fahrtenyacht-Schule Mitte der 1970er Jahre. Rayner verpasste ihr einen GFK-Rumpf mit Langkiel, der von der Segelpresse als untertakelt und mangelhaft steif eingestuft wurde, der jedoch über eine starke Aufrichtung nach Kenterung und ein klares Schicksal als Blauwasser-Fahrtenyacht verfügt. Sie ist ein Boot für Fahrtensegler, die Wert auf Vorhersehbarkeit statt auf Geschwindigkeit legen.
Vorteile
- Hervorragende Aufrichtfähigkeit bei Kenterung
- Schwere Blauwasser-Fahrtenyacht mit Langkiel und massiver GFK-Bauweise
- Traditionelles Ketsch-Rigg am Masttopp, ideal für das Segeln mit kleiner Crew
Nachteile
- Unterpowered für ihre Verdrängung
- Nicht steif im normalen Segeltrimm
- Bescheidene Rumpfgeschwindigkeit von 7,34 Knoten





