Jensen Cal 28 — Informationen, Bewertung, technische Daten

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Die Jensen Cal 28 ist eines jener kleinen amerikanischen Segelboote, die ihren Platz in der Geschichte des Segelsports durch das Einführen von etwas völlig Neuem erwarben. Entworfen von Bill Lapworth und ursprünglich von Jack Jensen bei seiner Werft Jensen Marine Corporation gebaut, wurde das Boot erstmals 1963 konstruiert und zunächst als California 28 vermarktet, bevor sich der Name auf den heute bekannten Cal 28 festigte. Cal Yachts baute den Entwurf zwischen 1963 und 1969 in den USA und stellte vor dem Ende der Produktion 347 Exemplare her; eine Lizenzversion wurde auch von Calgan Marine in North Vancouver, Kanada, gebaut. Als erstes LapworthDesign mit einem Spatenruder und als Prototyp für die radikale Kombination aus Flossen und Spatenruder, die später auf der berühmten Cal 40 zu sehen war, half die Cal 28, den Maßstab für den modernen Regatta/FahrtenyachtBootsstyp zu setzen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
Breite
Tiefgang
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Rumpfart
Kielart
Ballast
Verdrängung
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
Komfort-Ratio
Kenterungsverhältnis
Rumpfgeschwindigkeit

Design und Konstruktion

Die Cal 28 ist ein Einrumpfboot aus GFK-Bauweise, das überwiegend aus diesem Material gefertigt wurde und durch sein leichtes Charakterprofil zu ihrem frühen Erfolg beitrug. Mit einer Länge über alles von 28 Fuß, einer Wasserlinie von 22,5 Fuß und einer Breite von 9 Fuß verdrängt sie 6.000 Pfund und trägt 2.200 Pfund Bleiballast, was ihr ein stabiles, souveränes Profil ohne überflüssige Masse verleiht. Ihr fester Flossenkiel und das intern montierte Spatenruder waren für die frühen sechziger Jahre fortschrittlich; das Original mit erhöhtem Deck war eines aus einer Familie von erhöht-decksgekielten Cals, zu der auch die Cal 20, Cal 2-24 und Cal 25 gehörten. Die Kombination aus geringer Gewicht, Flossenkiel und Spatenruder machte sie zum Prototyp für den Unterwasserschiff-Entwurf der bekannteren Cal 40 und nicht zu einem Ableger älterer Fahrtenyacht-Rumpfformen. (2)

Rigg und Handhabung

Als Masttoppslup hat die Cal 28 eine Gesamtsegelfläche von knapp unter 352 Quadratfuß, aufgeteilt auf ein Großsegel von 163,8 Quadratfuß und eine etwa 188 Quadratfuß große Fock oder Genua auf einem 33 Fuß langen Vorsegeldreieck. Ihr PHRF-Regelungsniveau von 183 mit einem engen Bereich von 180 bis 186 platziert sie unter den schnellen kleinen Booten ihrer Ära. Diese Geschwindigkeit war kein Zufall: Bei der Einführung schlug sie alle Konkurrenten und dominierte in ihren ersten Jahren die Regattawelt vollständig, bevor sich das Design zu einer echten klassischen Renn- und Fahrtenyacht entwickelte. Eine Rumpfgeschwindigkeit von 6,36 Knoten ist für die Wasserlinie ehrlich, und die geringe Verdrängung macht sie agil im Trimm, ohne dass eine große Crew erforderlich ist. (2)

Unterbringung

Die Cal 28 wurde eher als Regatta-/Fahrtenyacht denn als reiner Weekender konzipiert. Ihre Kapazität von 28 Gallonen für Frischwasser und ein Kraftstofftank von 18 Gallonen spiegeln eine bescheidene, aber funktionale Vorratstauglichkeit für Törns wider. Ab Werft wurde ein Universal Atomic 4 Benzinmotor mit V-Antrieb angeboten, der zusätzliche Leistung lieferte, ohne die Wohnraumplanung stark einzuschränken. Die Aufbaukonfiguration, die sie mit ihren kleineren Geschwistern aus der Cal-Serie teilt, bietet eine Stehhöhe und ein Raumgefühl, das bei einer 28-Fuß-Yacht dieser Ära ungewöhnlich ist, obwohl die Quellen keine Details zu der Anzahl der Kojen oder der Innenraumaufteilung liefern. (2)

Refits und Eignerschaft

Mit nur 347 gebauten Exemplaren und einer Einstellung des Entwurfs außerhalb der Produktion ist die Cal 28 auf dem Markt recht selten, was sowohl den Erwerb als auch die Restaurierung prägt. Eine lizenzierte kanadische Werft hat das Renommee des Namens vergrößert, aber die geringe Gesamtzahl bedeutet, dass jedes Exemplar einen gewissen Seltenheitswert besitzt. Für einen Eigner belohnt das Boot eine sorgfältige Bewahrung der ursprünglichen Rumpfkonstruktion von Lapworth anstelle von schweren Modifikationen. (1)

Das Fazit

Die Cal 28 gilt als eine wirklich einflussreiche kleine Regatta-/Fahrtenyacht: Sie ist Lapworths erstes Entwurf mit Spatenruder, das Prototyp für den radikalen Flossenkiel der Cal 40 und ein Boot, das bei seiner Einführung alle zeitgenössischen Konkurrenten schlug. Sie ist leicht, schnell und historisch bedeutsam, ohne groß oder komplex zu sein.

Vorteile

  • Pioniererische Kimmkiel- und Spatenruder-Konstruktion von Lapworth
  • Leichter, agiler Regatta-/Fahrtenyacht mit belegter Frühdominanz
  • Bescheidene Tankkapazitäten für Fahrten und werksseitige Option auf Hilfsmotor

Nachteile

  • Die geringe Stückzahl macht die Suche nach einem Exemplar schwieriger als bei vielen Konkurrenzbooten
  • Benzin-Einbaumotor aus der damaligen Zeit statt eines modernen Diesels

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