Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK-Laminat gefertigt, während Deck und Kajütaufbau als Sandwich-Komposit mit einem Innengewinde auf einer nach innen gerichteten Flanschplatte auf den Rumpf aufgebracht sind. Die Bolzen führen durch eine perforierte Aluminium-Fußreling. Die Originalversion war mit einem Schwerterkiel und -ruder ausgestattet, doch die Modelle von 1983 wechselten zu moderneren Anhängen mit hoher Streckung und wurden als Newport 28-II bekannt. Diese Aktualisierung brachte auch eine einteilige GFK-Innenschale mit sich, eine Innovation für die Serie. Das relativ runde Mittschiffsquerschnitt und der ausgeprägte Unterwasserschwein-Knick sorgen dafür, dass das Profil des Deckshauses niedrig bleibt, allerdings auf Kosten der Stehhöhe außerhalb der Mittellinie. Mit einer Verdrängung von 7.000 lbs und einem recht hohen Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt das Boot zwar sehr stabil, doch Eigner berichten, dass es rank segelt. (2)
Rigg und Handhabung
Die Newport 28 ist mit einem hohen Masttopprigg mit einem relativ kleinen Großsegel und einem großen Vorsegeldreieck ausgestattet, was typisch für den Ansatz von C&C ist. Da das Rigg zum Bug hin ausbalanciert ist, kann es erforderlich sein, den Mast etwas nach achtern zu krängen, um etwas Luvgierigkeit zu erzeugen. Die meisten Eigner berichten, dass das Boot sehr gut ausbalanciert ist, und die Originalversion segelt mit einer PHRF von 192 als wettbewerbsfähige Regattayacht mit einem fairen Handicap. Practical Sailor stellte fest, dass die neueren Modelle mit tiefem Kiel (28-II) unter PHRF etwa sechs Sekunden pro Meile schneller sind als das Original, und die tieferen Anhänge machen das spätere Boot deutlich begehrlicher. Der Kajütaufbau ist nicht übermäßig breit, was es ermöglicht, die Püttinge weit innen zu platzieren, um einen sauberen Übergang zum Deck zu erhalten. (1)
Unterbringung
Die Stehhöhe im Mittschiff über der Hauptkabine beträgt knapp über 1,80 m, nimmt jedoch aufgrund der Krümmung des Kajütaufbaus schnell ab. Im Laufe der Jahre gab es drei grundlegende Innenraumaufteilungen: eine Pantry an Steuerbordseite der Hauptkabine und zwei achterliche Pantrys (an Backbord und Steuerbord); spätere Modelle boten nur noch die beiden hinteren Konfigurationen an. Die Pantry an Steuerbord achtern ist die einzige Aufteilung mit Herd und Backofen, doch das Entfernen des Hauptschotts an Steuerbord unter den Püttingen, um eine längere Sitzecke unterzubringen, schwächte die Struktur. Die Anzahl der Kojen beträgt fünf: zwei im Vorschiff, die Backbordsitzbank, eine Achterkoje und die Steuerbordsitzbank. Allerdings bietet nur die V-Koje im Vorschiff wirklich Platz für zwei Erwachsene, und die Achterkojen sind sehr eng. Die Plicht selbst ist groß genug, dass sich ein Sechs-Fuß-Mann ausstrecken oder vier Erwachsene bequem darin sitzen können. (1)
Bekannte Schwachstellen
Kritikpunkte der Eigner konzentrieren sich auf mangelhafte Verarbeitung und strukturelle Wassereinbrüche. Eine schwache Verbindung von Holzteilen ist häufig, ebenso wie undichte Rumpf-Deck-Verbindungen – ein Mangel, den Practical Sailor als ständigen Kritikpunkt an dieser Verbindung bezeichnet. Die Cockpit-Speigatten sind zu klein, die Borddurchlässe haben Plastikventile und die Gegenplatten für Beschläge sind oft unzureichend dimensioniert. Ein Eigner, der das Boot intensiv für Regatten nutzte, fand bei einem Neuboot einen großen Riss im Rumpfformteil hinter den primären Schotwinschen, durch den Licht sichtbar war; der Riss war mit Karosseriefiller abgedichtet worden. Das Entfernen des Schotts im Pantry-Layout an Steuerbord bleibt eher eine bewusste strukturelle Abstriche als ein Defekt, aber Käufer sollten davon wissen. (1)
Ausrüstung und Antrieb
Ursprünglich mit dem Atomic Four Benzin-Innenborder ausgestattet, verfügt das Boot über weitaus mehr Leistung, als es benötigt. Ein Diesel war bis zur Version 28-II optional, und viele Boote laufen laut Berichten von Eignern mit Yanmar- oder Universal-Dieseln im Bereich von 11–18 PS. Der Zugang zum Motor variiert je nach Baujahr von sehr schlecht bis gut; neuere Modelle erhielten eine bündige Luke im Cockpitboden direkt über dem Motor, während frühe Boote nur sehr schwer zugänglich waren, bevor eine solche Luke hinzugefügt wurde. Eine Pinne ist Standard, obwohl eine beträchtliche Anzahl der Boote mit einer Radschaltung als Option oder nachträglich ausgestattet wurde; die Steuersäule spart Platz, zwingt den Rudergänger jedoch auf den Spiegel, wo er keine Schoten erreichen kann – ein gravierender Nachteil bei einem Boot dieser Größe. (1)
Das Fazit
Die Newport 28 ist eine gute Einstiegs-Fahrten- und Regattayacht, die ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Leistung und Wohnkomfort bietet, wobei der moderne Kiel und die Innenschale der 28-II die attraktivere Variante markieren. Die C&C-Pedigree zeigt sich im Rigg und am Deckssprung, doch das Konzept des Baus zum Preis spiegelt sich in Holzarbeiten und Decksverbindungen wider.
Vorteile
- Konkurrenzfähige PHRF-Regattayacht mit einem fairen und gut besetzten Handicap
- Das Upgrade auf die Version 28-II bringt einen schnelleren, moderneren Kiel und eine einteilige Innenschale
- Große Plicht und über 1,80 m Stehhöhe in der Mittellinie
- Gleichmäßig ausbalanciertes Rudergefühl nach Angaben der meisten Eigner (1)
Nachteile
- Rankes Seeverhalten und häufige Undichtigkeiten an der Rumpf-Deck-Verbindung
- Kleine Cockpit-Abläufe, Kunststoff-Borddurchlässe und schwache Gegenplatten
- Die Radsteuerung isoliert den Steuermann von den Schoten
- Die Pantry auf Steuerbord achtern beeinträchtigt die Struktur des Schotts (1)








