Konstruktion und Bauweise
Die Cal 28 ist ein 28-Fuß-Einrumpfboot aus massivem GFK mit einem festen Flossenkiel und einem intern montierten Spatenruder. Lapworth verpasste ihr eine Länge über alles von 28,00 Fuß, eine Wasserlinienlänge von 22,50 Fuß und eine Breite von 9,00 Fuß – Proportionen, die sie fest in die Klasse der kleinen Freizeit-Kielboote einordnen, ohne die Definition zu sprengen. Sie hat eine Verdrängung von 6.000 Pfund und trägt 2.200 Pfund Bleiballast, ein Wert, der einen Ballast-Verdrängungs-Verhältnis unterstützt, das eher für ruhiges Küstensegeln als für Hochseeeinsätze geeignet ist. Cal Yachts, damals unter der Jensen Marine-Linie bauend, mit der Bill Lapworth seit den späten 1950er Jahren partnerschaftlich verbunden war, produzierte die 28 als Zeitgenossin anderer früher GFK-Regatta-/Fahrtenyachten der Marke. (1)
Rigg und Segelplan
Die Cal 28 ist als Masttoppslup getakelt mit einem Vorsegeldreieck von 33,00 Fuß Höhe auf einer Basis von 11,40 Fuß, kombiniert mit einem Großsegel, dessen Luvkante 28,00 Fuß und die Fußsohle 11,70 Fuß misst. Der resultierende Segelplan beläuft sich auf insgesamt 351,90 Quadratfuß, aufgeteilt auf ein Großsegel von 163,80 Quadratfuß und eine Fock oder Genua von 188,10 Quadratfuß. Diese Segelfläche sorgt bei einem 6.000-Pfund-Rumpf für ein Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung, das sich für ein Boot dieser Größe als lebhaft erwiesen hat. Ihr PHRF-Regattaverhältnis von 183, mit einem Höchstwert von 186 und einem Tiefstwert von 180, ordnet sie unter den moderaten Leistungsverhältnissen ihrer Länge im Clubregattabereich ein, und ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 6,36 Knoten markiert die Obergrenze ihres verdrängungsgesteuerten Tempos. (1)
Unterbringung und Tanks
Die Werftplanung bot der Cal 28 eine Frischwasserkapazität von 28 US-Gallonen und einen Kraftstofftank mit 18 US-Gallonen, was kurze Küstentörns ohne häufige Nachlieferungen ermöglichte. Ein Universal Atomic 4 Benzinmotor mit „V“-Antrieb wurde als Werftoption angeboten, was der damaligen Norm für Benzin-Einbaumotoren bei Booten dieser Größe entsprach und die Antriebswahl für Eigner bot, die das Boot nicht nur unter Segeln einsetzen wollten. Der Tiefgang von 4,50 Fuß mit dem Standardkiel macht sie für flache Hafeneinfahrten zugänglich, während gleichzeitig die Seitenstabilität eines Flossenkiels erhalten bleibt. (1)
Das Fazit
Die Cal 28 ist ein gelungenes Beispiel für die GFK-Designsprache von Lapworth aus den frühen 1960er Jahren: eine in geringer Stückzahl gebaute, mit Blei ballastierte Flossenkielslup mit 347 Exemplaren, die die Ausgleichswert-Vorteile beim Clubsegeln mit praktischer Tankkapazität für das Küstensegeln verband. Die in Kanada unter Lizenz gebauten Boote erweitern die Gebrauchtbootflotte leicht, und ihre dokumentierten Abmessungen und ihr Rigg machen sie zu einem gut verständlichen Einstieg für Segler, die ein kleines, bewährtes Einrumpfboot suchen, ohne die Komplexität einer langen Produktionszeit.
Vorteile
- Entworfen von C. William Lapworth und gebaut von Cal Yachts in einer definierten Bauzeit von 1963–1969 mit 347 Rümpfen
- Solider GFK-Rumpf mit Bleiballast und festem Flossenkiel
- Masttoppslup-Rigg mit fast 352 Quadratfuß Segelfläche auf einem 6.000-Pfund-Rumpf
- Wassertankkapazität von 28 Gallonen und Kraftstoffkapazität von 18 Gallonen für Küstentörns
Nachteile
- Benzin-Hilfsmotor nur als Werksoption erhältlich, nicht serienmäßig
- Geringer Tiefgang von 4,50 Fuß schränkt die Vielseitigkeit auf See ein
- PHRF-Durchschnitt von 183 platziert sie im Mittelfeld unter Regattaboote ähnlicher Länge








