Design und Konstruktion
Der Rumpf ist eine elegante High-Tech-Kompositstruktur mit massivem GFK im Unterwasserschiff und einem massiven GFK-Deck. Er trägt 5.000 Pfund Bleiballast in einem Bulbkiel, der den Schwerpunkt tief im Wasser hält. Bei einer Verdrängung von 12.600 Pfund bei der Version mit großem Tiefgang und einer Breite von 11 Fuß 4 Zoll weist der 40-Fuß-8-Zoll-Rumpf einen Tiefgang von 6 Fuß 10 Zoll auf und läuft auf einem Carbon-Ruderblatt. Das zurückgesetzte Vorstag und der Heckkorb verleihen dem Bug ein moderat aggressives Aussehen, während das Deck selbst frei bleibt, um das Vorbeugen zu erleichtern. Der niedrige Schwerpunkt durch den Bulbkiel und das Spatenruder prägen ihren Charakter als leistungsstarke Küstenyacht. (1)
Rigg und Handhabung
An Deck trägt ein steifes, leichtes Hall Spars Carbon-Rigg mehr als 750 Quadratfuß Segelfläche auf dem reinen Vorsegeldreieck, und der tiefe Plan von 754 Quadratfuß sorgt für ein Boot, das bei den damaligen Tests im Ankertörn hervorragend Höhe laufen konnte. Die Schoten sind zu Winschen nahe der Radsteuerung geführt, und die geteilte Großschot läuft unter Deck zu Winschen direkt vor dem Steuerrad. Der Traveller befindet sich auf dem Cockpitboden, wo er leicht bedient werden kann, und die Großsegelbedienung liegt bequem in Reichweite. Ein optionaler Hoyt Selbstwendefockbaum macht das Segeln mit kleiner Crew zum Kinderspiel, und die Steuerung erfolgt über ein 54-Zoll-Carbon-Rad. Das Cockpit selbst ist außergewöhnlich großzügig gestaltet, mit 14 Zoll hohen Rückenlehnen und Sitzen, die lang genug sind, um unter freiem Himmel zu schlafen, und es ist durch eine Sprayhood für den Einsatz bei jedem Wetter geschützt. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist die J/124 eher für Wochenendtörns als für das Wohnen an Bord ausgelegt: drei Kojen sind in den kleinen Vorschiff- und Achterkabinen verteilt, ein komfortabler Salon mit langen, geraden Sofakojen, eine kleine Pantry und eine Ankerbordtoilette. Die Besichtigung durch Cruising World ergänzt, dass sich die Toilette achtern an Steuerbord befindet, die Pantry einfach gehalten ist und es am Steg eine aufrechte Kartentisch für die Planung von Törns gibt. Eine Stehhöhe von 1,80 m (sechs Fuß) herrscht im gesamten Innenraum, und die Stauraummöglichkeiten sind für diese Bootsklasse großzügig dank der achteren Backskisten und eines riesigen Backskistenschranks im Cockpit an Steuerbord, der auch von innen über die Ankerbordtoilette geöffnet werden kann. (1)
Antrieb und Systeme
Ein 40 PS starker Yanmar-Diesel sorgt für den Vortrieb des Bootes bei Flaute, unterstützt durch 25 Gallonen Kraftstoff und 35 Gallonen Wasser im Fäkalientank. Die bescheidenen Tankkapazitäten unterstreichen das Konzept: Dies ist ein Boot für Übernachtungen und lange Wochenenden, kein Schiff für Langstreckenfahrten. (2)
Das Fazit
Die J/124 ist eine gelungene, feine Fahrtenyacht für Wochenendtörns an der Küste, die auf Langstreckenambitionen verzichtet und stattdessen glänzende Leistung mit kleiner Crew sowie ein sauberes, offenes Deck bietet. Ihr Carbon-Rigg, der tief liegende Bulbkiel und die am Ruder positionierten Kontrollen machen sie zu einem Vergnügen für zwei Personen an Bord, und die Plicht gehört zu den nutzbarsten ihrer Größe. Der Innenraum ist ehrlich in seinen Grenzen – kompakt, aber gut durchdacht, mit cleverem Schrankzugang, der den Stauraum optisch vergrößert.
Vorteile
- Carbon-Rigg und Bulbkiel sorgen für hervorragende Leistung am Wind und müheloses Segeln mit kleiner Crew
- Winschen für die Pinnen- und Großschot direkt neben dem Steuerstand mit Deckslaufs halten das Cockpit frei
- Überdimensionales Cockpit mit Sitzgelegenheiten in Liegeposition und Sprayhood vergrößert den Wohnraum im Freien
- Stehender Kartentisch und von der Nasszelle aus zugänglicher Backskiste sind durchdachte Details für Wochenendtörns
Nachteile
- Die Tankkapazitäten von 25 Gallonen Kraftstoff und 35 Gallonen Wasser begrenzen Reichweite und Aufenthalt an Bord
- Bescheidene Kabinen und eine kleine Pantry eignen sich für Übernachtungen, nicht für ausgedehnte Törns
- Nur 35 Einheiten gebaut, daher erfordert die Suche nach einem bestimmten Exemplar Geduld









