Design und Konstruktion
Der Rumpf von Jackett zeigt ein klares V am Vorfuß, das mit einer Steigung von 12 Grad nach achtern verläuft und sich zu einem extrem breiten Spiegel hin ausgleitet, wo der Rumpf ab Station 9 flach wird und im Linienplan fast bis auf die Knöchel geht. Der Kiel sitzt weit hinten unter dieser enormen Breite. Rumpf und Deck sind in wechselnden Schichten aus einorientierten E-Glas- und Kevlar-Laminaten über Schaumkern gebaut. Boote, die zwischen 1999 und 2003 gebaut wurden, nutzten Polyester/E-Glas mit Aluminiummasten, während ab 2004 hauptsächlich vakuuminjiziertes, nachgegossenes Epoxid/E-Glas verwendet wurde, in hochbelasteten Bereichen Carbonlaminat eingebaut und ein Carbonmast installiert wurde. Die spätere Bauweise gilt als qualitativ hochwertiger. Alle Decksbeschläge bestehen aus erstklassigem Edelstahl, das geformte rutschfeste Deck trägt bündige Luken, und der kunstvoll geformte Kajütaufbau mit klaren Kanten und charakteristischen seitlichen Fenstern im „Slash“-Stil markiert sie als bewusste Abkehr von den flachen Langkielern.
Rigg und Handhabung
Die 121 ist mit einem 7/8-Rigg ausgestattet, dessen Leinen intern unter dem Deck von der Mastspur bis ins Cockpit geführt werden, was das Segeln mit kleiner Crew ermöglicht. Ein Traveller verläuft über den Niedergang zur Baumkontrolle, die Salingen sind um 8 Grad zurückgepfeilt und das Großsegel überschneidet sich hinter dem Achterstag um etwa einen Fuß. Einige Boote wurden mit einem ausziehbaren Carbon-Sprit für asymmetrische Spinnaker ausgestattet. An der Radsteuerung dient ein im Stil einer Zerstörer gestaltetes Rad – Standardgröße 48 Zoll oder optional 54 Zoll –, das ein intern montiertes Spatenruder hinter einem festen Flossenkiel antreibt. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von fast 23 und einem moderaten Verdrängungs-Längen-Verhältnis von rund 141 ist sie großzügig genug für längere Küstenfahrten oder längere Törns auf offenen Gewässern, und doch schnell genug, um auch auf Regattabahnen zu bestehen. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum für Komfort und Effizienz durchdacht gestaltet, mit handgeschnitzten Schränken, handgenähten Polstern und einer handpolierten Kirschbaum-Oberfläche auf Kirschholzregalen und -schränken. Die Stehhöhe beträgt 1,93 m (6 Fuß 4 Zoll) und Eigner berichten, dass die Schlafplätze für sechs Personen ausreichen, einschließlich einer großen V-Koje mit Decksluke und Kleiderschränken an Backbord und Steuerbord. Eine L-förmige Sitzecke an Backbord und eine gerade Sitzecke an Steuerbord umgeben einen klappbaren Tisch, an dem mindestens vier Personen speisen können. Die U-förmige Pantry gegenüber der nach vorn gerichteten Navigationsecke ermöglicht es dem Koch, sich bei Krängung abzustützen, und verfügt über eine doppelte Spüle aus Edelstahl, einen kardanisch aufgehängten Gaskocher mit Backofen und Arbeitsflächen auf beiden Seiten des Herdes. Eine separate Dusche mit klappbarer Lucite-Tür dient als Nasszelle, während die Achterkabine an Backbord eine Doppelkoje, einen Kleiderschrank und Stauraum bietet – allerdings ist die Höhe dort nur 76 cm unter dem Cockpit, und drei Backbordfenster öffnen direkt ins Cockpit. Interieurs aus den Jahren vor 2004 trugen einen grauen Gelcoat und graues Formica; 2004 wurden sie mit einem cremefarbenen Gelcoat und braunen Arbeitsplatten aufgehellt.
Bekannte Schwachstellen und Grenzen beim Fahrtensegeln
Der Stauraum ist für ein 40-Fuß-Boot wirklich knapp, und die Aluminium-Wassertanks mit 80 Gallonen sowie die Aluminium-Kraftstofftanks mit 35 Gallonen sind eher für Küstenfahrten dimensioniert; ausgedehnte Törns oder Blauwasserpassagen erfordern möglicherweise Modifikationen. Es gibt weder eine Standard-Bowrolle noch eine Ankerwinde, sodass ein Eigner diese beiden Systeme vermutlich selbst installieren muss. Auch Probefahrer stellten fest, dass das breite Heck in manchen Liegeplatzsituationen gegen das Wasser schlagen kann. Der obenaufgelegte Gefrierschrank ist klein, und die begrenzte Tankkapazität des Bootes muss in wärmeren Klimazonen eventuell aufgestockt werden.
Refits und Unterhalt
Eigner haben die Schwachstellen beim Fahrtensegeln pragmatisch angegangen: Viele haben den Festpropeller durch einen Faltpropeller ersetzt, einige haben einen Steuersitz und weichere Cockpitsitze nachgerüstet, und ein häufiges Refit besteht darin, eine Duschkurbel zu teilen, um den Handlauf vom Waschbecken bis zur Nasszelle zu verlängern. Die Niedergangsstufen lassen sich anheben, um den Motor im Vorschiff freizulegen, und eine Heckkajütaufklappe ermöglicht Zugang dahinter, sodass der Einstieg nicht zum üblichen Problem wird. Die 121 neigt dazu, ihren Wert zu halten; spätere Modelle mit Carbonanbauteilen erzielen in der Regel höhere Preise als die früheren Polyester-Bauten.
Das Fazit
Die C&C 121 ist eine elegante, hochwertige Familien-Regatta-/Fahrtenyacht, die Regattageschwindigkeit mit echtem Komfort für das Leben an der Küste verbindet. Die breite Heckform von Jackett und die intern geführten Hebel machen sie sowohl schnell als auch einhand oder mit kleiner Crew leicht zu handhaben, während die ab 2004 gebauten Epoxid- und Carbonversionen die ausgereifte Konstruktion repräsentieren. Sie ist weniger ein Boot für Langstrecken-Expeditionen auf hoher See als vielmehr eine anspruchsvolle Performance-Fahrtenyacht mit realistischen Grenzen bei Stauraum und Tankkapazitäten.
Vorteile
- 7/8-Rigg mit intern geführten Leinen für das Segeln mit kleiner Crew
- Epoxid/Kohlefaserverstärkte Konstruktion ab 2004 als von höherer Qualität angesehen
- Durchdachtes Interieur im Kirschbaum-Finish mit separater Dusche in der Nasszelle
- Guter Motorzugang über die Niedergangsstufen und das Achterluke (1)
Nachteile
- Schmale Stauräume und Küsten-taugliche Tankkapazitäten begrenzen das Langstrecken-Cruising
- Keine Standard-Bugrolle oder Ankerwinde ab Werk
- Der breite Spiegel kann im Hafen zu stark schlagen
- Geringe Stehhöhe in der Achterkabine (ca. 76 cm / 30 Zoll)








