Design und Konstruktion
Italia Yachts baute die 13.98 mit einem Vinylester-Rumpflaminat aus ein- und zweidirektionalem E-Glasfaserrohr über einem PVC-Kern sowie einem Sandwichdeck aus E-Glasfaser, das nicht nur geklebt, sondern von vorn bis achtern vollständig an der nach innen gerichteten Flansch des Rumpfes laminiert ist, was eine außergewöhnliche strukturelle Einheitlichkeit gewährleistet. Der Rumpf ist im Vinylester-Laminat mit ein- und zweidirektionalem E-Glasfaserrohr und einem PVC-Kern ausgeführt. Im Inneren ist ein System aus Carbon-Spanten und -Längsträgern sowohl geklebt als auch mit dem Rumpf laminiert, um die Steifigkeit zu maximieren. Unter der Wasserlinie trägt ein aggressiver T-Kiel aus Eisen einen Bleibulb, der sorgfältig in Form gelegtes GFK umschließt, um eine effiziente hydrodynamische Form zu erhalten, kombiniert mit einem kraftvollen, hochgezogenen halbbalancierten Ruder. Mit 6.834 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 20.944 Pfund und einer Breite von 14,1 Fuß ist die Plattform steif und seetüchtig. (1)
Rigg und Segelbedienung
Die Regatta-Pedigree des Bootes zeigt sich in der Pflege von sauberen Decks und schnellen Beschlägen. Ein standardmäßiger Aluminiummast mit drei Salingen aus dem dänischen Mastbau John Mast wird durch ein indisponiertes Rod-Rigg, einen Furlex-Vorsegelroller unter Deck und eine hydraulische Navtec-Achterstagspanner-Furlex-Vorsegelrolle ergänzt. Alle Steuerleinen – Fallen, Fockschoten und Großschoten – laufen unter Deck, und die Tack-Leine des A-Segels verlässt das Boot über eine Edelstahl-Steuerruderkette. Der eingelassene Großschot-Traveller erstreckt sich über den Plichtboden, während die Unterwanten am Kajütaufbau enden und nach außen verlaufen, was zu einem freien Durchgang an der Seite führt. Für Segler, die noch mehr Leistung suchen, sind Carbon-Mast und -Baum erhältlich. (1)
Leistung unter Segeln und Motor
Segeltestler fanden die 13.98 lebendig und feinfühlig am Ruder mit nur leichter Luvgierigkeit und hervorragender Sichtlinie von den beiden Steuerrädern aus. Bei einer Brise von 9 Knoten mit einem voll durchgelatteten Dacron-Großsegel im Tri-Radial-Design und einer High-Aspect-Fock von OneSails erreichte sie problemlos 6,7 Knoten und kam in Böen auf 8 Knoten. Am beeindruckendsten war, wie sie ihre Geschwindigkeit fast verlustfrei hielt, wenn sie auf einen wahren Wind von 35 Grad eingepresst wurde, und wie sie sich bei 10 Knoten Wind ohne A-Segel auf einem gesunden Kurs von raumem Vorsegeld mit über 8 Knoten gut abfing. Unter dem 55 PS starken Volvo Saildrive und dem dreiflügeligen Flexofold-Proppeller liefen 1.500 U/min für 5,6 Knoten und 2.600 U/min brachten 8,25 Knoten.
Unterbringung
Unter Deck ist die Aufteilung klassisch und dennoch fein abgestimmt: eine Eignerkabine im Vorschiff, zwei gegenüberliegende Doppelkojen als Achterkoi und die Option für übereinanderliegende Einzelkojen im Vorschiff. Die Backbord-Achterkoje kann bei Langfahrt zu Stauraum umgebaut werden. Fließende, geschwungene Holzarbeiten reduzieren Kantenstöße, Türrahmen tragen Dichtungen gegen das Festklappen der Kabinentüren und Bodenbretter sind mit minimalem Abstand eingebaut, um Knarzen zu minimieren. Die U-förmige Pantry ist für eine 46-Fuß-Fahrtenyacht etwas klein, aber ausreichend, mit zwei Isotherm-Kühlschränken und einem Techimpex-Herd. Der Mittelschiffstisch lässt sich verschieben, und der Tisch lässt sich absenken, um eine große Doppelkoje an Steuerbord zu bilden. Der Zugang zum Motor ist durch die Niedergangsstufen und von beiden Seiten her hervorragend.
Details zum Deck und zur Ausrüstung
An Deck trägt ein traditioneller umgekehrter Spiegel eine große, elektrisch betriebene, absenkbare Badeplattform, die sich zwischen dem geteilten Achterstag und den beiden Jeffa-Steuerrädern befindet. Sechs aufholbare Festmacherklampen sitzen in einer tiefen, breiten Fußreling, und das Ankergeschirr wird an einem ausziehbaren Edelstahl-Ankerspritz angebracht. Das Boot ist mit Ronstan-Hardware und Spinlock-Klemmen ausgestattet, während die Teak-Pflichte im Cockpit und die optionalen Seitendecks vakuuminstens auf eine GFK-Rückseite geklebt sind. Ein klappbarer Cockpittisch lässt sich unter der Pflichte verstauen oder für Regatten komplett entfernen. Mehrere Feuerlöscher schützen den Motorraum, die Batteriekiste und die Schalttafel, und ein Philippi-Digitalmonitor überwacht Tank- und Batteriestand.
Das Fazit
Die Italia 13.98 ist als echte Performance-Fahrtenyacht erfolgreich: ein steifer, gut gebauter Rumpf mit regatta-tauglicher Decksorganisation und überraschender Leichtwindgeschwindigkeit, kombiniert mit einem ruhigen und durchdachten Innenraum. Sie ist kein volumenreicher Charterrumpf und die Pantry ist bescheiden, aber die Konstruktionsqualität und die Segeleigenschaften sind herausragend.
Vorteile
- Steifer Vinylester/PVC-Rumpf mit volllaminiertem Deck und Carbon-Innenschale
- Glattes Segelverhalten unter Deck durch geschwungene Linien, integrierten Traveller und Rod-Rigg
- Hervorragende Leichtwind- und Pinne-Eigenschaften mit direktem Rudergefühl
- Gute Schalldämmung und Quietschunterdrückung im Innenraum; flexible Kojen- und Stauraummöglichkeiten
- Großzügiger Motorzugang und redundante Feuerlöschanlage
Nachteile
- Die Pantry ist im Verhältnis zur Länge etwas klein
- Das regattaorientierte Decksausrüstung erfordert Routine bei Fahrtencrew





