Design und Konstruktion
Der 14.99 ist ein schlankes Boot mit stylischen Dreadnought-Bügen und einem frisch wirkenden, flachen Kajütaufbau. Diese Buge sind nicht nur reine Styling-Elemente: Sie sind so konstruiert, dass sie zusätzliche Wasserlinienlänge für mehr Geschwindigkeit bieten, während das lange, feine Unterwasserprofil der Rümpfe für Komfort im Seegang optimiert ist. Die flacheren Spanten im Achterschiff sorgen dafür, dass der Katamaran problemlos schnell gleiten sollte. In struktureller Hinsicht gibt die Werft eine Epoxidstruktur mit Kohlefaserverstärkungen an, und Yachting World bestätigt einen E-Glas-Epoxid-Infusionsbau mit Kohlefaserverstärkungen, einem High-Tech-Schaumsandwich-Laminat und dem Einsatz von Kohlefaser in den wichtigsten Bereichen. Diese Kombination hält die Rümpfe leicht und steif im Wasser. Die Werft bietet eine Semi-Custom-Bauweise an, anstatt einer festen Serienform zu folgen. Das erste Exemplar wog mit leichten 10,5 Tonnen, was die Betonung des Entwurfs auf ein geringes Verhältnis von Gewicht zu Länge unterstreicht. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Rigg wird als leicht zu bedienend für Einhand oder mit kleiner Crew beworben, kombiniert mit einer Selbstwendefock und einem Square-Top-Großsegel, die dem Katamaran laut Werft Schub verleihen. Ein hohes Segeldruckverhältnis macht sie für ihre Fläche besonders effizient, und das Mastdesign umfasst zwei Masttopp-Ausstiege, sodass eine Vorliekwinde immer bereitsteht. Die Leistung am Wind ist eine klare Designpriorität: über Winschen trimmbare Steckschwerter verbessern den Winkel und den Antrieb im Wasser, und die Werft verspricht ein hervorragendes Segelerlebnis am Wind mit Code Zero und ausgefahrenen Steckschwertern. Die Schwerter selbst schwenken sich von einem minimalen Tiefgang von etwa 63 cm auf einen maximalen Tiefgang von 2,35 m (7,7 Fuß) auf, sodass der Segler den Zugang zu flachen Gewässern gegen den Grip eines tiefen Kiels eintauschen kann. Zwei Steuerstände sind auf der Heckreling positioniert, was die Plicht für das Beisammensein freigibt und Stabilitätseinschränkungen durch das Auflegen des Steuergewichts auf dem Kajütdach vermeidet. (1)
Unterbringung und Decksplan
Durch den Heckversatz der beiden Steuerstände wird das zentrale Cockpit zu einem offenen Gemeinschaftsraum statt zu einem Durchgang zu den Steuerrädern. Das flache Kajütdach sorgt für gute Sichtlinien und hält das Deck niedrig, während die Dreadnought-Bugspitzen im Vorschiff zusätzliches Innenraumvolumen bieten, ohne die optische Masse eines herkömmlichen, senkrechten Bugs. Die Werft positioniert das Boot als Luxusyacht für ein weiches und komfortables Segeln bei jedem Wetter. Als Performance-Fahrtenyacht spricht es zudem viele Blauwassersegler an, die unter den Füßen weiterhin einen lebendigen Rumpf suchen.
Refits und Eignerschaft
Die Werft bietet vollständige Hybrid-Pakete an, und das Boot wird mit einem Oceanvolt-Elektroantrieb auf einem einzelnen Motor beworben, was die 14.99 als Boot kennzeichnet, das um den elektrischen Antrieb herum konzipiert wurde und nicht als nachträglich umgerüstet. Aufgrund der Semi-Custom-Bauweise können sich die installierten Systeme und der Innenausbau von Rumpf zu Rumpf unterscheiden, sodass ein Käufer genau prüfen sollte, welche Ausstattung bei dem jeweiligen Exemplar vorliegt. Da ITA Catamarans noch relativ neu ist, sind das Support-Netzwerk und die Basis an Ersatzteilen für Gebrauchtboote im Vergleich zu etablierteren Mehrrumpfwerften noch im Aufbau begriffen.
Das Fazit
Die Ita 14.99 ist eine durchdacht konstruierte Performance-Fahrtenyacht, die echte Mehrrumpfgeschwindigkeit und Leistung am Wind über volumenorientiertes Wohnkomfort stellt. Ihre epoxidharz- und Schaumsandwich-Rümpfe mit Kohlefaserverstärkung bleiben leicht und steif, die Steckschwerter und das fraktionale Selbstwendefock-Rigg machen das Segeln mit kleiner Crew möglich, und die doppelte, achtern positionierte Steueranlage nimmt der Plicht wieder Lebensraum weg. Für einen blauwassertauglichen Segler, der eine in Italien gebaute Katamaran-Yacht sucht, die gleiten und gut Höhe laufen kann, ist sie eine überzeugende, wenn auch junge Alternative.
Vorteile
- Leichte, steife, epoxidinfundierte Rümpfe mit Carbon im Kernbereich
- Mit Winschen getrimmte Steckschwerter für hervorragende Leistung am Wind
- Selbstwendefock und 7/8-Rigg erleichtern das Handling mit kleiner Crew
- Zwei Achtersteuerstände befreien die Plicht und sorgen für hohe Stabilität
- Ab Werft verfügbare Elektro-/Hybrid-Antriebspakete
Nachteile
- Relativ neues Boot mit einer noch im Aufbau befindlichen Eignergemeinschaft
- Semi-custom-Bauten führen zu ungleichmäßiger Ausrüstung zwischen den Rümpfen
- Die Produktion begann erst 2018, was eine kurze Betriebsgeschichte bedeutet


