Design und Konstruktion
Finchs Rumpf ist eine einteilige GFK-Moldingschale mit einem vollständig geschlossenen Bleikiel und, was besonders zu beachten ist, ohne Kielbolzen, die überwacht werden müssten – eine strukturelle Vereinfachung, die einen klassischen Schwachpunkt aus dem Unterhaltsumfang eliminiert. Der Rumpf ist einteilig konstruiert und verfügt über einen vollständig geschlossenen Bleikiel. Das Deck und der Kajütaufbau sind im Sperrholzkern ausgeführt, um Gewicht zu sparen. Die Verbindung von Rumpf und Deck nutzt eine nach innen gerichtete Rumpfverbindungsebene, wobei das Deck mit Dichtmasse einlaminiert und durch ein gelochtes Aluminium-Fußreling-Gerät, das alle vier Zoll durchgebolzt ist, befestigt wird. Das schaumgefüllte, balancierte Spatenruder dreht sich an einer Edelstahlspur, die durch den achteren Stauraum geführt wird. Ein Kielschacht von etwa einem Fuß Breite und Tiefe verläuft vom Mastfuß bis zur Motorwanne. Islander fertigte den gesamten Innenraum in cremefarbenem Vinyl auf offenporigem Schaumstoff auf nacktem Glaslaminat ab, was im Einklang mit anderen Booten dieser Ära des Werfters steht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Bahama 30 trägt einen Aluminiummast mit einem Salingenplan auf dem Deck, wobei der Großteil des Mastes in einer einfachen Mastspur ruht, die durch das vordere Schott und eine Stütze im Vorschiff (Kompressionspfosten) statt durch eine strukturelle Kielverbindung gestützt wird. Ihr Segelplan umfasst insgesamt 449 Quadratfuß unter einem 43,5-Fuß-Mast mit einem I von 40 Fuß und einem J von 12,75. Unter Segeln macht die Konfiguration aus Flossen- und Spatenkiel das Boot agil, aber es ist keine Hand-und-Fuß-losigkeit-Gefährt; es reagiert sehr empfindlich auf Ruderkommandos und erfordert eine aufmerksame Hand am Ruder. Practical Sailor ordnete ihre Steifigkeit zwischen zwei zeitgenössischen Modellen ein, die nicht ganz so steif waren wie die breitere Catalina 30. Sie fand, dass die Bahama weniger steif als dieses breitere Boot, aber bei Krängung gefasster als die leichtere Ranger 29 war. (1)
Unterbringung
Unter Deck konzentriert sich die Aufteilung auf eine U-förmige Pantry an Backbord direkt achterlich des Niedergangs mit einer Theke, die zu einer großen Kühlbox führt, und eine über sieben Fuß lange Doppelkoje im Achterbereich an Steuerbord. Der Salon bietet zwei gegenüberliegende Sofakojen, wobei die Steuerbord-Koje 6 Fuß 6 Zoll lang ist und mit geneigten Rückenlehnen ausgestattet ist. Ein schwerer MDF-Tisch mit Klappdeckel lässt sich von der Schottwand herabklappen. Die Nasszelle erstreckt sich über den Rumpf und verfügt an Backbord über eine Toilette und einen Schrank sowie an Steuerbord über einen kleinen Schminktisch. Im Vorschiff nimmt eine geräumige V-Koje mit etwas mehr als sechs Fuß Länge und einer King-Size-Bettbreite an den Schultern den Bug ein. Die Stehhöhe beträgt 6,25 Fuß.
Bekannte Schwachstellen
Rümpfe aus den frühen Produktionsjahren waren unter der Wasserlinie oft von Osmoseblasen betroffen, einer dokumentierten Schwachstelle der ersten Jahre. Ein weiteres Problem ist die strukturelle Ermüdung durch über vier Jahrzehnte Mastdruck: Der Mastfuß steht auf dem Bodenbrett, das von einem Sperrholzuntergerüst getragen wird, das in den Rumpf einlaminiert ist und nicht auf dem Kiel aufliegt. Käufer und Eigner sollten beide Punkte als wichtige Inspektionspunkte und nicht nur als kosmetische Nachträge betrachten.
Refits und Eignerschaft
Der originale Volvo Penta MD7A-Diesel leistet 13 PS bei einem Tankinhalt von 20 Gallonen, und das Boot konnte bei dieser bescheidenen Wasserlinie unter Motor die Rumpfgeschwindigkeit erreichen. Mit 25 Gallonen Wasser und einem einfachen, ohne Innenschalen ausgeführten Rumpf ist die Bahama 30 eine unkomplizierte Plattform für schrittweise Refits, obwohl der Vinylüber-Schaumstoff-Innenraum und der MDF-Tisch zeitgemäße Entscheidungen sind, die nach ihrer eigenen Zeit altern.
Das Fazit
Die Bahama 30 ist eine durchdacht konstruierte kleine Regatta-/Fahrtenyacht, deren schraubenloser geschlossener Kiel und Sandwichdeck zeigen, wie Finch und Islander die tatsächlichen Probleme von Eignern im Jahr 1973 gelöst haben. Sie belohnt eine aktive Hand am Ruder und bietet für ihre Länge viel Wohnraum, aber frühe Rümpfe erfordern ein genaues Auge und bei jedem Exemplar sollte ein Blick auf die Stützpfeiler erfolgen.
Vorteile
- Verschlossener Bleikiel ohne zu wartende Kielbolzen
- Geräumige V-Koje und eine 2,13 m lange Achterkoje in einem 30-Fuß-Rumpf
- Direktes Handling durch Flossenkiel und Spatenruder für Clubregatten
Nachteile
- Frühe Rümpfe neigen unter der Wasserlinie zu Osmoseblasen
- Der Mastdruck kann die Bodenbretter einer Kiellosen Variante absacken lassen
- Empfindliches Rudergefühl, ungeeignet für rücksichtsloses Einhandsegeln










