Design und Konstruktion
Ranger Yachts baute die Ranger 30 in einer Ära, in der die Rümpfe aus massivem, handaufgelegtem GFK bestanden. Dieses Modell trägt dieses massive Laminat sowohl im Rumpf als auch im Deck – ohne jeglichen Kern. Das Deckshaus sitzt tief für eine hervorragende Sichtlinie aus der Plicht und ist zum Vorschiff hin geneigt, um eine bessere Arbeitsplattform bei Vorsegelwechseln und Spinnaker-Ballenwenden zu bieten. Ungewöhnlich breite Decks an den Kajütsseiten bieten besseren Halt, und ein eingelassener Backskiste-Schrank auf dem Vordeck hält das Ankergeschirr sicher außer Reichweite. Unter Deck verwendete die Werft kostspielige Handwerksarbeit für eine robustere, leichtere Innenausstattung, wobei Teakholz verarbeitet wurde, da es hart und pflegeleicht ist. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem hochgezogenen Masttoppslup-Rigg ausgestattet, das in der Originalliteratur mit den schnellsten IOR-Entwürfen verglichen wurde, mit einer I von 41,5 Fuß, J von 13,5, P von 35,5 und E von 10,25. Eine theoretische Verdrängerrumpfgeschwindigkeit von 6,8 Knoten ergibt sich aus der Wasserlinie von 25 Fuß 5 Zoll, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41 Prozent bei einem 9.000 Pfund schweren Rumpf verleiht ihr die Steifigkeit, um diese Geschwindigkeit bei Wind glaubhaft zu erreichen. Die „T“-förmige Plicht ermöglicht es dem Skipper, die Segel im Blick zu behalten, ohne im Weg zu stehen, wenn die Crew Winschen bedient. Die breiten Seitendecks und das schräge Vordeck machen das Setzen von Vorsegel und das Handling des Spinnakers zu einer Aufgabe, die auch eine kleine Familiencrew problemlos bewältigen kann. (2)
Unterbringung
Ein breiter Rumpf bedeutet eine geräumige Plicht und viel Platz unter Deck, was der Kabinenaufteilung gut gerecht wird. Die U-förmige Pantry hält alles für den Koch griffbereit – mit einer Edelstahlspüle, einer Kühlbox, einem zweiflammigen Herd und einem optionalen Ofen – während Schränke für Lebensmittel und Kochutensilien den Arbeitsbereich umgeben. Ein Navigationstisch steht hoch genug, um darauf zu arbeiten, und ist groß genug, um einen Kurs zu markieren. Er ist mit Schubladen für Navigationsausrüstung sowie Regalen für Funkgeräte und Instrumente ausgestattet. Alle sechs Kojen nutzen 5-Zoll-Schaumstoff, um die Wachen ausgeruht zu halten, und Staufächer passen unter und hinter den Sofakojen.
Das Fazit
Die Ranger 30 ist eine Crossover-Cruiser-Racer aus der Ära von 1977, die ihre praktische Ausrichtung eher dem regattaerprobten Handling als einem kompromissbehafteten Wohnkomfort verdankt. Sie ist ein schnelles, agiles Boot mit einem schlanken Rigg, einer Aufteilung für eine kleine Crew und einem Innenraum-Layout, das Pantry, Navigation und Schlafplätze dort platziert, wo eine kleine Crew sie nutzen kann, ohne sich gegenseitig im Weg zu stehen.
Vorteile
- Lange Wasserlinie und breiter Rumpf sorgen für eine geräumige Plicht und einen großzügigen Salon
- Niedriges, geneigtes Deckshaus und breite Seitendecks machen das Setzen von Vorsegel und Spinnaker sicherer
- Hochgezogenes Rigg und ein Ballastanteil von 41 Prozent sorgen für ein schnelles, zuverlässiges Handling
- Innenausbau aus handwerklichem Holz mit Teakholzverkleidung – robust gebaut und leicht
Nachteile
- Der Benzin-Atomic 4 Innenborder ist die bekannte Motorisierungsoption






