Design und Konstruktion
Der Rumpf besteht aus einem handaufgelegten, massiven GFK-Laminat mit 3.560 Pfund Bleiballast bei einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42,79 Prozent. Das Deck kombiniert diese Schicht mit einem Balsakern für Steifigkeit und Isolierung. Der Kiel ist vollständig in den GFK-Rumpf einlaminiert und mit Harz überzogen, was Kiellagerbolzen und die damit verbundenen Korrosionsrisiken überflüssig macht. Ein schwertförmiges Spatenruder hängt achtern, wobei der integrierte Edelstahlrohr als Ruderschaft dient. Die Rumpf-Deck-Verbindung ist eine externe Flanschverbindung, die einlaminiert und zusätzlich mit einer großzügigen Menge an Edelstahlschrauben gesichert ist. Rutschfeste Decksflächen und die typische GFK-Bauweise von Pearson vervollständigen das Bild oberhalb der Wasserlinie. (1)
Rigg und Handhabung
Die originale Großschot läuft über eine Doppelblockführung am Baumende zu einem einzelnen Block auf jeder Seite der Plicht und wird unter einer langen Pinne gefahren, die dem Steuermann direkten Griff auf das Spatenruder ermöglicht. Das Boot wurde so getrimmt, dass es bei leichtem Wind für Regatten um die Bojen beschleunigt und mit etwas über 6 Knoten im Fahrtensegeln unterwegs ist. Dennoch ist sie bei schwerer See rank und erfordert frühzeitiges Reffen, um stabil zu bleiben. Eigner berichten, dass sie nicht besonders kursstabil ist und ständige Aufmerksamkeit am Ruder verlangt. Der tief liegende Baum macht das Stehen in der Plicht zu einem ständigen Risiko. Der Masttopp liegt knapp über 42 Fuß über der Wasserlinie und trägt ein Segelfläche von 445 Quadratfuß auf der schmalen Breite von 9 Fuß 6 Zoll. (1)
Unterbringung
Unter Deck öffnet sich der Niedergang zu einer „L“-förmigen Pantry an Steuerbord mit Spüle, Kühlbox und einem druckbetriebenen Spirituskocher, während eine Dinette leicht in zusätzliche Kojen umgewandelt werden kann. Die Backbordsitzbank lässt sich zu einer Doppelkoje umbauen und bietet Platz für drei Personen am Schottisch; gegenüber bieten die Steuerbordkoje mit aufgeklapptem Sichtschutz und der Backbord-Querkoje weitere drei Sitzplätze. Eine Achterkoje erstreckt sich nach achtern unter das Cockpit an Backbord mit Stauraum darunter, und die Aufteilung bietet Schlafplätze für sechs Personen: zwei im Vorschiff, zwei in der Dinette und jeweils eine in der Backbord- und Steuerbord-Achterkoje. Im Vorschiff befindet sich eine große, quer verlaufende Nasszelle zwischen einem Kleiderschrank und einem Waschtisch mit Schminkspiegel, und die Vorpiek beherbergt eine riesige Doppelkoje, die durch feste Bullaugen und ein Decksluk für die Segelwechsel beleuchtet wird. Trotz des geringen Profils beträgt die Stehhöhe unter dem Niedergang 6 Fuß 1 Zoll, im Salon 5 Fuß 10 Zoll. African Iroko und andere seltene Hölzer schmücken die Schotten und Handläufe. (1)
Bekannte Schwachstellen
Die Delrin-Buchsen des Ruders neigen dazu, schneller zu verschleißen, als es den meisten Eignern recht ist, und die frühesten Rümpfe besaßen Aluminium-Ruderbeschläge, die Pearson später kostenlos durch Edelstahl ersetzt hat. An der Mastspur wird ein Eichen-Auflagerbolzen durch einen Holzkeil und eine GFK-Verbindung gehalten; der Keil verrottet, da er im Bilgenwasser liegt, sodass diese Konstruktion einer Inspektion bedarf. Auch die hölzernen Salingen älterer Modelle sollten auf Verschleiß überprüft werden. Zudem befindet sich der Ölstandswischer des Motors auf der Rückseite des Mastes, was ihn selbst bei hochgeklappten Niedergangsstufen schwer zugänglich macht. (1)
Eignerschaft und Refits
Der serienmäßige 30 PS starke Atomic 4 Benzinmotor wird von einem Monel-Kraftstofftank gespeist, der sich hervorragend im Laufe der Zeit bewährt. Das Boot verfügt über 20 Gallonen Kraftstoff und 22 Gallonen Wasser. Die 7 Fuß 6 Zoll große Plicht bietet bequem Platz für vier Personen und bietet im Heck eine Backskiste sowie einen geräumigen Segelschrank an Steuerbord zur Aufbewahrung. Der Werftversprechen von großzügigem Komfort entsprechen die Anzahl der Kojen und die festen Bullaugen, die den Innenraum mit Licht fluten, obwohl die separate Nasszelle keine Dusche besitzt. (1)
Das Fazit
Die Pearson 30 ist eine durchdacht konstruierte kleine Slup, die ein aufmerksames Steuern mit Leichtwindgeschwindigkeit und einem für diese Länge seltenen, warmen Innenausbau aus Holz belohnt. Ihr eingegossener Kiel und das Deck mit Balsaholzkern sind solide Pearson-Arbeit, aber die Ruderlager, der Kippbolzen des Stützpfeilers und der niedrige Baum erfordern die Aufmerksamkeit jedes Eigners.
Vorteile
- Der einlaminierte Bleikiel eliminiert das Risiko von Korrosion an den Kielbolzen
- Gute Beschleunigung bei Leichtwind und eine Reisegeschwindigkeit von 6 Knoten dank eines von Shaw entworfenen Rumpfes
- Schlafplätze für sechs Personen mit einem Innenausbau aus seltenem Holz und einer Stehhöhe von 6'1" am Niedergang
Nachteile
- Rank und nicht kursstabil; erfordert frühzeitiges Reffen und ständige Aufmerksamkeit am Ruder
- Delrin-Buchsen des Ruders verschleißen schnell; frühe Aluminiumruderschäfte wurden zurückgerufen
- Die Keil des Druckpfahls verrottet im Bilgenwasser; niedriger Baum gefährdet die Plicht









