Design und Konstruktion
Perry verlieh der 34-2 ein elegantes Profil mit einem geneigten Vorsteven, einem negativen Spiegel, einem Spatenruder und einem festen Flossenkiel, ergänzt durch einen optionalen Flügelkiel für geringere Tiefen. Der Rumpf hat eine Länge über alles von 34,33 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 28 Fuß, einer Breite von 11 Fuß und einer moderaten Verdrängung von 9.656 Pfund, die auf 3.771 Pfund Bleiballast verteilt ist – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 39 Prozent, das sie mit dem Flossenkiel eher als stabile Fahrtenyacht für Küstengewässer denn als schwere Langstrecken-Fahrtenyacht kennzeichnet. Die Konstruktion kombiniert einen massiven GFK-Rumpf mit einem Divinycell-Schaumkern für leichte Steifigkeit; sowohl Rumpf als auch Deck sind aus GFK gefertigt. Mit einem Wert von 196,37 auf der Verdrängungs-Längen-Skala (D/L) gehört sie zu den moderaten Regattayachten, und ihr Kenterungsverhältnis von 2,06 hätte sie von offiziellen Hochseeregatten ausgeschlossen. (1)
Rigg und Handhabung
Als agiler Masttoppslup trägt die 34-2 eine Segelfläche von 545 Quadratfuß auf Aluminiumspieren mit einem I von 38 Fuß, J von 13,6, P von 31,5 und E von 13,5. Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 19,29 (ca. 19,8 mit einer 135-prozentigen Genua) und ein PHRF-Wert von rund 144 positionieren sie fest im Bereich der Clubregatten. Ein Konstruktionsübersicht weist darauf hin, dass sie mehr Rigg trägt als 62 Prozent ähnlicher Segelboote, was auf einen für ihre Größe etwas übertriebenen Rigggrad hindeutet. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,09 Knoten, und das Komfort-Ratio von 20,47 deutet auf ein erträgliches, aber nicht luxuriöses Seeverhalten in Kabbelwasser hin.
Unterbringung
Unter Deck bietet das Zwei-Kabinen-Layout Schlafplätze für vier Personen und schafft eine private Atmosphäre im Schlafbereich abseits des Salons. Im Vorschiff befindet sich eine V-Koje; achtern ist eine eigene Kabine mit eigenem Nassraum, was bei einem 34-Fuß-Boot dieser Ära eine seltene Ausnahme ist. Die U-förmige Pantry verfügt über einen zweiflammigen Herd und eine Spüle, und die Salondinette lässt sich zu zusätzlichen Kojen umbauen. Überall findet man lackierte Teakholz-Arbeiten, und zahlreiche Bullaugen sowie Luken sorgen für eine gute Belüftung der Kabine. Mit rund 150 Litern (40 Gallonen) Frischwasser und einem 57-Liter-Tank (15 Gallonen) Kraftstoff ist sie eher für Wochenendtörns und kurze Küstentörns als für langfristige Autarkie ausgelegt.
Refits und Eignerschaft
Die geringe Stückzahl bedeutet, dass jede 34-2 ein relativ seltenes Boot ist, und die wenigen Schwesterschiffe der Nordic 34 teilen denselben Rumpf. Ein Yanmar-Diesel mit 22 PS sorgt für den Hilfsantrieb. Die benetzte Fläche beträgt etwa 355 Quadratfuß – eine Zahl, die man beim Kalkulieren des Antifouling-Budgets berücksichtigen sollte. Die Maße von stehendem und laufendem Gut sind gut dokumentiert – Großschot mit einer 85,8 Fuß langen Halb-Zoll-Leine, Genuaschoten mit 34,3 Fuß –, was es dem Eigner ermöglicht, genau nachzukaufen, ohne zu raten.
Das Fazit
Die Islander 34-2 ist ein spätes Perry-Projekt der Idee vom Regatta-/Fahrtenyacht-Entwurf Islander: schnell, agil und unter Deck für ein Paar privat aufgeteilt. Die kurze Produktionszeit und die Übertragung der Form nach Nordeuropa machen sie zu einem seltenen Fund, und der Rumpf mit Schaumkern hält das Gewicht niedrig, ohne das Rott-Risiko älterer Balsadecks einzugehen. Sie ist nach den technischen Daten keine Blauwasser-Yacht, aber als küstennahe Regatta-/Fahrtenyacht bleibt sie ein gepflegtes, gut gezeichnetes Paket.
Vorteile
- Robert Perry Design mit reaktionsschnellem Masttoppslup-Rigg und 19,29er SA/D
- Private Achterkabine mit eigener Nasszelle in einem 34-Fuß-Rumpf
- Schaumkern-GFK-Konstruktion für hohe Leichtgängigkeit
- Optionale Flügelkiel-Version mit geringem Tiefgang erweitert das Revier für Flachwasserreviere
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,06 schließt sie von Hochseeregatten aus
- Nur etwa 16 gebaut; geringe Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtbootmarkt
- Begrenzte Reichweite durch 15 Gallonen Kraftstoff und ca. 40 Gallonen Wasser
- Im Vergleich zu zeitgenössischen Segelbooten etwas überriggt








