Design und Konstruktion
Der Rumpf ist für hohe Stoßfestigkeit und Festigkeit im massiven GFK-Laminat ausgeführt, während das Deck mit einem Balsaholzkern versehen ist, um das Gewicht zu senken und Steifigkeit zu erhöhen. Die Konstruktionsdetails sind nach ABS-Zertifizierung ausgeführt, und der Bleikiel ist außen an nicht weniger als fünfzehn ein Zoll dicken Bolzen aufgehängt – eine solide Verbindung für eine 12.000 Pfund schwere Gusskonstruktion. Das Ruder ist tief semi-elastisch und auf einem Teil-Skeg ausbalanciert, und das Unterwasserschiff mit Flossenkiel passt perfekt zu einem flachen Freibordprofil, das den Segeldruckpunkt moderat hält. Tester jener Zeit beschrieben die allgemeine Innenausstattung als im Grunde ein feines Holzboot, das in einen GFK-Rumpf und ein GFK-Deck eingebettet ist, und bezeichneten die gesamte Bauqualität als außergewöhnlich. Unter der Wasserlinie sorgt die leicht anspringende Rumpfform in Kombination mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von rund 22 bei leichtem Wind für genügend Segelfläche, um durchs Wasser zu schießen, ohne überladen zu wirken. (1)
Rigg und Handhabung
Das Kemp-Rigg nutzt eine Doppel-Saling mit geteilten Unterwanten, und der Mast ist so robust gebaut, dass Backstagen völlig entbehrlich sind. Das gesamte laufende Gut wird nach achtern ins Cockpit geführt, sodass die Segelbedienung stets für den Steuermann erreichbar bleibt. Das Testboot segelte mit einem herkömmlichen Großsegel mit Volllatten und Lazy-Jacks, obwohl spätere Fahrtenversionen oft mit elektrischer Rollanlage für Genua und Großsegel ausgestattet sind, was das Boot einhand leicht handhabbar macht. In einem Testbericht im Yachting Monthly fanden die Segler sie gut steuerbar – direkt und feinfühlig – und als Blauwasser-Fahrtenyacht absolut lohnend an der Pinne, auch wenn das Teil-Skeg-Ruder nicht die lineare Rückmeldung eines voll ausbalancierten Spatenruders bietet. Bei voller Tankfüllung und Fahrtentrimmt verdrängt sie fast 21.000 Kilogramm, und ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis sinkt auf etwa 14,4, was typisch für eine schwere Fahrtenyacht ist, die auch schwerem Wetter problemlos trotzen kann.
Unterbringung
Die Eignerkabine achtern ist die luxuriösere der beiden. Sie ist um eine 60-Zoll-Inselbett-Koje herum aufgebaut, die größer ist als ein Queen-Size-Bett, und verfügt über eine eigene Nasszelle. Die vordere Gästekabine ist gut ausgestattet mit ordentlicher Stauraumkapazität und einer eigenen Koje mit 42 Zoll Breite mittschiffs, ebenfalls mit eigener Nasszelle. Im Salon lässt sich die Hauptsofakojüte zu einer Doppelkoje umbauen, und das Steuerbordsofa lässt sich zu zwei Einzelkojen klappen. Der Tisch im Salon dient im Normalbetrieb als kleiner Couchtisch und lässt sich zu einer vollwertigen Essecke ausziehen. Das Cockpit in seiner Mittschiffs-Konfiguration ist hoch und kompakt, aber sehr komfortabel. Die erhöhte Steuerposition fühlt sich sicher an und bietet keinen Ausblick nach draußen. Eine Fülle von zu öffnenden Luken – alle mit Fliegengittern versehen – und eine maximale Stehhöhe von sechs Fuß acht Zoll halten den Innenraum luftig; Klimaanlage und Ventilatoren sind unter Deck verfügbar.
Ausrüstung und Systeme
Der Motor befindet sich unter dem Haupteingang unter der Pantry-Insel, und der Zugang ist hervorragend: volle Reichweite von vorne sowie Schotten an den anderen drei Seiten. Die Sanitärrohre und Borddurchlässe sind akribisch beschriftet und leicht zugänglich. Der serienmäßige Yanmar-Diesel mit etwa 62 bis 75 PS treibt einen Wellenantrieb an, und die Tankkapazitäten sind großzügig mit 100 Gallonen Kraftstoff und 200 Gallonen Wasser. Zur Sicherheitsausrüstung gehören solide Handläufe über die Dorade-Luken, eine hohe Seereling, saubere Decks und eine sichere Plicht mit einem durchgehenden Teak-und-Stahl-Schutzleisten-System direkt unter dem Sprung. Ein Spiegelschrank, eine klappbare Badeleiter, eine Decksdusche und ein Bug-Salzwasser-Hahn für Anker und Kette vervollständigen das Komfortangebot an Deck.
Das Fazit
Die Hylas 46 ist eine durchdacht konstruierte Frers-Fahrtenyacht, die einen robusten GFK-Rumpf mit einem leichten, steifen Deck mit Balsakern und einem schwer verankerten Bleikiel kombiniert. Ihre Kabinen sind für zwei Paare absolut wohnlich, und ihr Rigg ist modern genug, um auch mit kleiner Crew bedient zu werden, ohne dass man auf ein gutmütiges Seeverhalten verzichten muss. Sie ist keine Leichtgewicht-Regattayacht, aber in voller Fahrtenausrüstung gebaut, um Schwerwetter mit Gelassenheit zu überstehen.
Vorteile
- GFK-Rumpf mit ABS-zertifizierter Bauweise und fünfzehn Zoll-Kielbolzen
- Vielseitiger Salon mit drei Kojen plus zwei Nasszellen mit einer 60-Zoll-Inselbett-Koje achtern
- Das gesamte laufende Gut nach achtern geführt; der robuste Mast erlaubt keine Backstagen; gut einhand oder mit kleiner Crew bedienbar
- Hervorragender vielseitiger Motorzugang und beschriftete, leicht zugängliche Sanitäranlagen
Nachteile
- Das Ruder am Teil-Skeg vermittelt nicht die Rückmeldung eines voll ausbalancierten Spatenruders
- Das niedrige Freibord lässt gelegentliches Spritzwasser in die Plicht gelangen
- Im Fahrtentrimm sinkt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis auf Werte schwerer Verdränger, was das Boot bei leichtem Wind bremst









