Hylas 46 — Informationen, Bewertung, technische Daten

German Frers·1995·Hylas Yachts USA
Hylas 46 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
46.25' · 14.1 m
Verdr.
27.777 lbs · 12.599 kg
Erstes Baujahr
1995

Die Hylas 46 gilt als eines der beständigen FahrtenyachtEntwürfe von German Frers für die Marke Hylas. Es handelt sich um eine 46 Fuß 3 Zoll lange Slup, die erstmals 1995 als natürliche Weiterentwicklung der Hylas 44 und 47 erschien, als diesen Rümpfen ein gerundeter Heckspiegel verliehen wurde. Frers formte bereits seit Mitte der 1980er Jahre den Charakter der Marke, und dieses Modell trägt seine Signatur einer modernen feinen Vorschiffseintrittsform kombiniert mit einer breiten MittschiffsBreite, die weit nach achtern getragen wird. Mit einer Verdrängung von 27.777 Pfund bei einer Wasserlinienlänge von 40 Fuß, 12.346 Pfund Bleiballast und einem BallastVerdrängungsVerhältnis von fast 44 Prozent ist sie eine solide Fahrtenyacht mittlerer Verdrängung, gebaut für das Fahrtensegeln auf See und nicht für Regatten am Wochenende.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
46,25 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
40 ft
Breite
13,75 ft
Tiefgang
6,5 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe
63 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
12.347 lbs (Blei)
Verdrängung
27.777 lbs
Wasserkapazität
200 gal
Kraftstoffkapazität
100 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
1.170 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
20,41
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
44,45
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
193,76
Komfort-Ratio
31,25
Kenterungsverhältnis
1,82
Rumpfgeschwindigkeit
8,47 kn

Design und Konstruktion

Der Rumpf ist für hohe Stoßfestigkeit und Festigkeit im massiven GFK-Laminat ausgeführt, während das Deck mit einem Balsaholzkern versehen ist, um das Gewicht zu senken und Steifigkeit zu erhöhen. Die Konstruktionsdetails sind nach ABS-Zertifizierung ausgeführt, und der Bleikiel ist außen an nicht weniger als fünfzehn ein Zoll dicken Bolzen aufgehängt – eine solide Verbindung für eine 12.000 Pfund schwere Gusskonstruktion. Das Ruder ist tief semi-elastisch und auf einem Teil-Skeg ausbalanciert, und das Unterwasserschiff mit Flossenkiel passt perfekt zu einem flachen Freibordprofil, das den Segeldruckpunkt moderat hält. Tester jener Zeit beschrieben die allgemeine Innenausstattung als im Grunde ein feines Holzboot, das in einen GFK-Rumpf und ein GFK-Deck eingebettet ist, und bezeichneten die gesamte Bauqualität als außergewöhnlich. Unter der Wasserlinie sorgt die leicht anspringende Rumpfform in Kombination mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von rund 22 bei leichtem Wind für genügend Segelfläche, um durchs Wasser zu schießen, ohne überladen zu wirken. (1)

Rigg und Handhabung

Das Kemp-Rigg nutzt eine Doppel-Saling mit geteilten Unterwanten, und der Mast ist so robust gebaut, dass Backstagen völlig entbehrlich sind. Das gesamte laufende Gut wird nach achtern ins Cockpit geführt, sodass die Segelbedienung stets für den Steuermann erreichbar bleibt. Das Testboot segelte mit einem herkömmlichen Großsegel mit Volllatten und Lazy-Jacks, obwohl spätere Fahrtenversionen oft mit elektrischer Rollanlage für Genua und Großsegel ausgestattet sind, was das Boot einhand leicht handhabbar macht. In einem Testbericht im Yachting Monthly fanden die Segler sie gut steuerbar – direkt und feinfühlig – und als Blauwasser-Fahrtenyacht absolut lohnend an der Pinne, auch wenn das Teil-Skeg-Ruder nicht die lineare Rückmeldung eines voll ausbalancierten Spatenruders bietet. Bei voller Tankfüllung und Fahrtentrimmt verdrängt sie fast 21.000 Kilogramm, und ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis sinkt auf etwa 14,4, was typisch für eine schwere Fahrtenyacht ist, die auch schwerem Wetter problemlos trotzen kann.

Unterbringung

Die Eignerkabine achtern ist die luxuriösere der beiden. Sie ist um eine 60-Zoll-Inselbett-Koje herum aufgebaut, die größer ist als ein Queen-Size-Bett, und verfügt über eine eigene Nasszelle. Die vordere Gästekabine ist gut ausgestattet mit ordentlicher Stauraumkapazität und einer eigenen Koje mit 42 Zoll Breite mittschiffs, ebenfalls mit eigener Nasszelle. Im Salon lässt sich die Hauptsofakojüte zu einer Doppelkoje umbauen, und das Steuerbordsofa lässt sich zu zwei Einzelkojen klappen. Der Tisch im Salon dient im Normalbetrieb als kleiner Couchtisch und lässt sich zu einer vollwertigen Essecke ausziehen. Das Cockpit in seiner Mittschiffs-Konfiguration ist hoch und kompakt, aber sehr komfortabel. Die erhöhte Steuerposition fühlt sich sicher an und bietet keinen Ausblick nach draußen. Eine Fülle von zu öffnenden Luken – alle mit Fliegengittern versehen – und eine maximale Stehhöhe von sechs Fuß acht Zoll halten den Innenraum luftig; Klimaanlage und Ventilatoren sind unter Deck verfügbar.

Ausrüstung und Systeme

Der Motor befindet sich unter dem Haupteingang unter der Pantry-Insel, und der Zugang ist hervorragend: volle Reichweite von vorne sowie Schotten an den anderen drei Seiten. Die Sanitärrohre und Borddurchlässe sind akribisch beschriftet und leicht zugänglich. Der serienmäßige Yanmar-Diesel mit etwa 62 bis 75 PS treibt einen Wellenantrieb an, und die Tankkapazitäten sind großzügig mit 100 Gallonen Kraftstoff und 200 Gallonen Wasser. Zur Sicherheitsausrüstung gehören solide Handläufe über die Dorade-Luken, eine hohe Seereling, saubere Decks und eine sichere Plicht mit einem durchgehenden Teak-und-Stahl-Schutzleisten-System direkt unter dem Sprung. Ein Spiegelschrank, eine klappbare Badeleiter, eine Decksdusche und ein Bug-Salzwasser-Hahn für Anker und Kette vervollständigen das Komfortangebot an Deck.

Das Fazit

Die Hylas 46 ist eine durchdacht konstruierte Frers-Fahrtenyacht, die einen robusten GFK-Rumpf mit einem leichten, steifen Deck mit Balsakern und einem schwer verankerten Bleikiel kombiniert. Ihre Kabinen sind für zwei Paare absolut wohnlich, und ihr Rigg ist modern genug, um auch mit kleiner Crew bedient zu werden, ohne dass man auf ein gutmütiges Seeverhalten verzichten muss. Sie ist keine Leichtgewicht-Regattayacht, aber in voller Fahrtenausrüstung gebaut, um Schwerwetter mit Gelassenheit zu überstehen.

Vorteile

  • GFK-Rumpf mit ABS-zertifizierter Bauweise und fünfzehn Zoll-Kielbolzen
  • Vielseitiger Salon mit drei Kojen plus zwei Nasszellen mit einer 60-Zoll-Inselbett-Koje achtern
  • Das gesamte laufende Gut nach achtern geführt; der robuste Mast erlaubt keine Backstagen; gut einhand oder mit kleiner Crew bedienbar
  • Hervorragender vielseitiger Motorzugang und beschriftete, leicht zugängliche Sanitäranlagen

Nachteile

  • Das Ruder am Teil-Skeg vermittelt nicht die Rückmeldung eines voll ausbalancierten Spatenruders
  • Das niedrige Freibord lässt gelegentliches Spritzwasser in die Plicht gelangen
  • Im Fahrtentrimm sinkt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis auf Werte schwerer Verdränger, was das Boot bei leichtem Wind bremst

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