Design und Konstruktion
Stephen Jones zeichnete einen modernen, gut ausgewogenen Rumpf, der seine Breite weit nach achtern zu einem breiten, kraftvollen Spiegel trägt, während Jones Volumen in den Bugbereichen hinzufügte, um die Wasserlinien auszubalancieren, ohne den feinen Vorschiffseintritt abzurunden. Das Ergebnis ist einer der elegantesten Fahrtenyachten auf dem Markt, obwohl das deltaförmige Heck eine bekannte Kompromiss-Eigenschaft mit sich bringt: Bei Krängung heben die breiten Achtersektionen das Heck an, was dazu neigt, den Bug nach unten zu drücken. Bowman baute die Yacht als ein Meisterwerk aus Stärke und Eleganz, wobei die von Northshore in sehr hoher Qualität laminierten Rümpfe mit eigenen Stopfen ausgestattet wurden. Strukturell sind alle Schotten sowie alle Längs- und Querträger direkt in den Rumpf einlaminiert; nur die Nasszellen werden beim Ausbau mit zusätzlichen Formteilen versehen. Der Kiel ist mit 11 Bolzen auf einem angeformten Kielstub verankert, und die Cockpitlenzer laufen unter der Wasserlinie, um das Überwasserschiff frei von Streifen zu halten. Das Ruder sitzt auf einem Halbskeg mit einer massiven Bronze-Bodenlagerung, einer Edson-Rudersäule aus Edelstahl und einem Propellerwellenlog, der in einem durchgehenden, angeformten Wellenlog geführt wird, der fürs Leben ausgerichtet ist. (2)
Rigg und Handhabung
Eigner können sich für ein Kutter- oder Sluprigg entscheiden, und das Boot kann bei Bedarf mit einem Selbstwendestagsegel ausgestattet werden, wobei verschiedene Systeme zur Leinenführung möglich sind. Fallen und Reffleinen laufen vom Mast über klappbare Luken direkt in die Plicht, sodass das Deck frei bleibt. Vor dem Niedergang befinden sich zwei Fallwinschen, und alle Steuerleinen sind zu Fallstoppern geführt. Trotz des leistungsstarken Riggs eignet sie sich hervorragend für das Segeln mit kleiner Crew und wurde so konzipiert, dass sie komfortabel von zwei Personen bedient werden kann. Zwei Räder dominieren die geräumige, praktische Plicht mit einer Länge von über 3,2 Metern, jeweils mit eigenen, schaltbaren Motorsteuerungen. Unterstützt werden sie durch zwei unabhängige Steuerzüge sowie eine separate Autopilotlinie und ein Notfall-Steuerungssystem. Ein klappbarer Spiegel mit Schwimmkorb-Stauraum und einer Badeleiter befindet sich zwischen den Rädern. Probefahrer fanden das Boot unter Segeln gut ausbalanciert und agil, stabil bei 17–32 Knoten wahrem Wind, läuft mühelos im Raum von 9–10 Knoten und bietet ein direktes, präzises Rudergefühl, das nicht zu lebhaft ist. Unter Motor blieb sie ohne Bugstrahlruder leicht zu handhaben, feinfühlig am Gas und schnell auf Kurs.
Unterbringung
Die Aufteilung ist vom Käufer festzulegen. Die Innenraumoptionen können individuell angepasst werden, um den meisten Eignern gerecht zu werden – von sechs bis acht Kojen in vier Kabinen bis hin zu vier Kojen in zwei Kabinen. Der Ruf von Jonathan Sherwill als Innenarchitekt zeigt sich in der Umsetzung. Ein heller, luftiger Salon entsteht durch acht Decksluken und öffnende Bullaugen, ergänzt durch handgefertigte Möbel aus Teak oder Kirschbaum. Die Pantry kann als Längs-Einheit im Salon oder als traditionelle, versetzte L-Küche ausgeführt sein. Das Werft-Profil vermerkt, dass ein erheblicher Teil der Bauzeit in den frühen Phasen für die Anpassung der Aufteilung und Ausstattung an die Wünsche des jeweiligen Eigners aufgewendet wird. Boot Nr. 1 zeigte sich als robustes amerikanisches Interieur in Kirschbaum, gebaut für zwei Familien mit vier Kabinen; Boot Nr. 2 bot nur zwei Doppelkojen mit einer anderen Pantry und Navigationsecke. Riesige Backskisten runden das praktische Stauvolumen an Deck ab.
Bekannte Schwachstellen
Der Motor befindet sich unter der unteren Niedergangsstufe anstelle eines separaten Maschinenraums, und Tester stellten fest, dass das Boot unter Motor lauter war als erwartet. Ein zweiflügeliger MaxProp wurde installiert, der jedoch als zu hoch getakelt angesehen wurde, was zu Vibrationen beitrug. Keiner dieser Mängel beeinträchtigte die direkte Gasannahme oder die engen Wendekreise, aber ein potenzieller Käufer sollte den Geräuschpegel im Salon und die Schwingungen des Wellenlagers gegenüber dem ansonsten feinfühligen Seeverhalten abwägen.
Das Fazit
Die Starlight 46 ist ein echtes Hochsee-Pferd, das einen modernen Jones-Performance-Rumpf mit Bowmans blauwassertauglichen Details und den flexiblen Innenraum von Sherwill verbindet. Sie ist schnell, einhand leicht zu handhaben und strukturell solide gebaut, obwohl der Motor unter dem Niedergang und der überdimensionierte Propeller vor dem Kauf auf See eine akustische Prüfung erfordern.
Vorteile
- Moderner, ausgewogener Rumpf mit großem Heck für viel Leistung und ein breites Spiegelbild
- Vollständig einlaminierte Schotten und Spanten; Bronze-Halb-Skeg-Ruderlager
- Anpassbare Layouts von vier Kabinen bis hin zu zwei Kabinen mit Kirschbaum- oder Teakholz-Ausbau
- Doppelrad-Steuerstand mit unabhängiger Steuerung und Autopilotlinien
- Mühelose Passagen bei 9–10 Knoten Wind und ein präzises, sicheres Rudergefühl unter Segeln
Nachteile
- Der Motor unter der Niedergangsstufe sorgt für ein lauter als erwartetes Motorengeräusch
- Der zu hoch getrimmte zweiflügelige MaxProp trug zu Vibrationen unter Motor bei









