Design und Konstruktion
Die Hunter 40 ist ein Einrumpfboot, das überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut wurde. Es verfügt über einen festen Flossenkiel und ein intern montiertes Spatenruder, das über eine Radsteuerung bedient wird. Der geneigte Vorsteven und der umgekehrte Spiegel mit einer klappbaren Badeplattform verleihen dem Rumpf ein für seine Epoche modernes Profil. Die Breite von 13,4 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 32,5 Fuß sorgt für reichlich Innenraumvolumen im Verhältnis zur Länge. Bei einer Verdrängung von 17.400 Pfund und einem Bleiballast von 7.900 Pfund liegt das Boot mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 45 Prozent fest im Bereich der komfortorientierten Fahrtenyachten und nicht im ultraleichten Regattabereich. Das Kenterungsverhältnis von 2,07 und die Komfort-Ratio von 24,45 kennzeichnen es zudem als stabiles, komfortables Boot für Küstentörns.
Rigg und Handhabung
Steck gab der Hunter 40 ein B&R-Rigg als Masttoppslup, ein Bermuda-Rigg mit einem Segelplan, das die Werft standardmäßig durch eine 110 % Rollfock ergänzte. Vier zweistufige Selbstholer-Winschen wurden ab Werft ausgeliefert, was das routinemäßige Handling der Segel für eine kleine Crew einfach hält. Der PHRF-Durchschnitt von 105 für die Version mit tiefem Kiel (mit einem Wertebereich von 99 bis 111) und 108 für die Version mit geringem Tiefgang (von 102 bis 114) ordnet das Boot in einer vorhersehbaren Gesellschaft unter den 40-Fuß-Fahrtenyachten der späten 1980er Jahre ein – schnell genug, um nützlich zu sein, aber in erster Linie als Fahrtenyacht eingestuft. (1)
Unterbringung
Unter Deck wurde die Hunter 40 so gebaut, dass sie sich wie eine kleine Wohnung auf dem Wasser anfühlt. Zur Werftausstattung gehörten eine separate Vorschiffskabine und eine Achterkabine, ein Esstisch sowie ein Teak-und-Holz-Boden im gesamten Innenraum. Zwei vollständig geschlossene Nasszellen mit Dusche dienen der Aufteilung, und die Pantry war mit zwei Edelstahlspülbecken sowie einem dreiflammigen, kardanisch aufgehängten Gasherd mit Backofen aus komprimiertem Erdgas ausgestattet. Ein Kühlschrank war Standard, ebenso wie ein AM/FM-Radio mit Kassettenrekorder und vier Lautsprechern – typischer Komfort aus jener Zeit statt einer kompletten Navigationselektronik. Die Kombination aus zwei geschlossenen Nasszellen und zwei privaten Kabinen machte das Boot zu seiner Zeit zu einer durchaus geeigneten Plattform für das Wohnen an Bord oder den Charterbetrieb.
Ausrüstung und Werftausstattung
Neben den Angaben zum Rigg und zur Unterbringung rüstete die Werft einen japanischen Yanmar-Dieselmotor als Standard-Hilfsmotor aus. Die 110 % Rollfock, vier Selbstholer und der kardanisch aufgehängte dreiflammige Herd mit Backofen vervollständigen die technische Datenblatt, das auf gemütliche Küstenfahrten ohne ständige Crewarbeit ausgelegt war. Eine Kraftstoffkapazität von 40 Gallonen und eine Wasserkapazität von 100 Gallonen ermöglichten längere Wochenenden oder moderate Küstentörns.
Das Fazit
Die Hunter 40-1 ist eine durchdacht aufgeteilte Raumyacht aus den Mitte der 1980er Jahre, die bei der Wohnlichkeit und dem einfacheren Handling punktet, aber weniger auf reine Performance setzt. Ihr B&R-Rigg und das Rollfocksystem machen sie zugänglich, und das Layout mit zwei Kabinen und zwei Nasszellen bleibt absolut praktisch.
Vorteile
- Geräumige, separate Vorschiff- und Achterkabine mit zwei separaten Nasszellen
- B&R-Rigg als Masttoppslup mit serienmäßiger Rollgenua und vier selbstholenden Winschen
- Stabile Fahrtenyacht-Proportionen mit Bleiballast von fast 45 Prozent der Verdrängung
Nachteile
- Die PHRF-Werte klassifizieren sie eher als gewöhnliche Fahrtenyacht als als Performance-Boot
- Die damals serienmäßige Unterhaltung und die Pantry-Ausrüstung entsprechen den Erwartungen der 1980er Jahre, nicht modernen Systemen



