Design und Konstruktion
Der Ansatz von Caliber für die 33 basiert auf handaufgelegten GFK-Rümpfen ohne Innenschalen oder Formteile; stattdessen werden spezifische strukturelle Komponenten akribisch in den Außenlaminat-Anker einlaminiert. Robuste, dicht beieinander liegende Bodenwrangen sind direkt mit dem Rumpf verklebt, um Unterstützung und Steifigkeit zu bieten. Auch die aus Teakholz und Sperrholz gefertigten Schotten und Möbel sind fest verklebt, wobei den strukturellen Schotten besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das Deck ist mit kleinen Sperrholz-Sandwichsektionen versehen, die zwar stark, aber schwer sind und sich bei Wassereintritt delaminieren können. An der Rumpf-Deck-Verbindung liegt die Verbindung auf einer nach innen gerichteten Flanschplatte, die mit 3M 5200 versiegelt und im Abstand von sechs Zoll durchgebolzt ist. Um das innere Kante, an der sonst Undichtigkeiten auftreten könnten, wurde eine Dichtung angebracht. Die Fußreling und die Edelstahl-Seitenreling sind in die Verbindung integriert, und die quadratischen Bolzen greifen sicher, sodass sie sich beim Anziehen nicht verdrehen. Der Bleiballast ist in der Kielschale eingegossen. (1)
Unter der Wasserlinie weist die 33 einen recht flachen Vorfuß auf, der am vorderen Ende eines großen Flossenkiels abrupt nach unten abfällt, und ein am Skeg montiertes Ruder ist weit achtern positioniert. Der Standardtiefgang beträgt 4 Fuß 6 Zoll, und es wurde auch eine Version mit 4-Fuß-Flachkiel angeboten. Ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 47 Prozent, geringe Steigung im Kielbereich, feste Kimmkanten und relativ flache Achtersektionen verleihen dem Rumpf eine hohe Formstabilität und sorgen dafür, dass er gut aufrecht steht. (1)
Rigg und Handhabung
Die 33 ist eine kuttergetakelte Masttoppslup mit etwa 525 Quadratfuß Segelfläche auf einem an Deck stehenden Aluminiummast mit überdimensioniertem stehendem Gut. Die Püttinge sind innenliegend positioniert, was für enge Schotwinkel sorgt. Alle Segelverstärkungen laufen nach achtern zu den Steuerstandskonsolen auf dem Kajütdach mit Stoppern und einer Winsch, während die primären Schotwinschen leicht im Reichweitenbereich des Rudergängers liegen. Der Traveller sitzt vor dem Niedergang mit einer Genuaschot, wodurch das Cockpit frei bleibt. Eigner beschreiben das Boot als agil, wendig und lebhaft, und das großzügige Skeg-aufgehängte Ruder bietet hervorragende Kontrolle; sie berichten jedoch auch von einer spürbaren Luvgierigkeit, sobald der Wind auf 20 Knoten auffrischt, was sich leicht mit einem einzigen Reff im Großsegel beheben lässt. Das Boot segelt nicht extrem windanhängig, und die Flachkiel-Variante weist besonders am Wind etwas Abdrift auf. Der flache Vorfuß kann in kurzer Welle gelegentlich einsetzen, aber die Bewegungen im Allgemeinen sind weich – ein wertvoller Eigenschaft bei einer Fahrtenyacht. Bei leichtem Wind bleibt das Boot aufgrund seines Gewichts sowie des parasitären Widerstands durch das Skeg-Ruder und den Flossenkiel jedoch etwas träge.
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum mit Teakholz und einem weißen Deckenverkleidung, die die Kabine aufhellt, sowie einem Teak-und-Esche-Bodenbretter schön ausgestattet. Beim Betreten des Bootes findet man einen breiten Niedergang mit breiten, weit gestaffelten Stufen und überall im Boot reichlich Stehhöhe – ein Vorteil des weniger schlanken Kajütaufbaus. Die Pantry befindet sich an Backbord mit Schubladen und Schränken statt Containern, doppelten Edelstahlspülen mit Druckwasser und einer Notfall-Fußpumpe, einem Außenborderschrank und Backofen sowie einer Eiskiste achtern. Ein klappbarer, an der Schottwand montierter Tisch dient dem geräumigen Salon, dessen Backbordsitzbank gerade und die Steuerbordsitzbank L-förmig angeordnet sind, mit Stauraum hinter und unter den Sitzen sowie vollständigen Regalen darüber. Die Nasszelle an Steuerbord ist für ein 33-Fuß-Boot großzügig dimensioniert und verfügt über eine integrierte Dusche sowie Zugang von beiden Seiten – vom Salon und von der Vorschiffskabine. Die V-Koje im Vorschiff ist mehr als 2,10 Meter lang und verfügt an Backbord über eingebaute Schubladen und einen Kleiderschrank. Achtern bietet eine geschlossene Achterkoje an Steuerbord eine klappbare Tür zur Privatsphäre und beherbergt eine integrierte Navigationsecke, deren Kartentisch etwas klein ist, aber die Koje selbst eine ideale Seekoje darstellt. Die Belüftung ist hervorragend durch die Edelstahl-Luken.
Bekannte Schwachstellen
Der originale Bugspriet war kaum mehr als eine Ankeraufhängung und erwies sich als zu schwach; bei einigen Booten riss er oder splitterte in schwerer See von vorn; Caliber erkannte das Problem, verstärkte die Plattform, schnitt Entlastungsöffnungen ein, wechselte auf schwereres Rohrwerk mit 160er-Stärke und konstruierte den Sockel als aufgebocktes Bugstück. Der Standardpropeller war unterdimensioniert, weshalb einige Eigner auf Falt- oder Drehflügelpropeller umgestiegen sind; ein paar haben zudem festgestellt, dass sich der Propellerwellenbeschlag am Wellenkupplung lösen kann. Rußflecken im Heckspiegel störten mehrere Eigner, und einer berichtete, dass er die Schottenbeschläge des klappbaren Salontisches verstärken musste.
Refits und Unterhalt
Abgesehen von der werksseitigen Verstärkung des Bugspriets konzentrieren sich sinnvolle Investitionen beim Eigner auf den Antrieb. Der originale Yanmar 3GM30F Dreizylinder-Diesel mit 27 PS ist für den nicht mehr leichten Rumpf gerade noch ausreichend, obwohl die Kraftstoffeffizienz des 26 bis 27 Gallonen großen Tanks gut ist, was fast 50 Stunden Motorlaufzeit ergibt. Der Zugang zum Motor ist gut von hinten über den Niedergang und durch den Segelschrank möglich, wobei man für das Dichtungsgehäuse etwas Bewegungsfreiheit benötigt. Der Umstieg auf einen Faltpropeller kann unter Segeln bis zu einem Knoten Geschwindigkeit zurückgewinnen. Die Plicht ist etwas eng mit schmalen Sitzen, und es gibt nicht viel Brückendeck, aber der Stauraum in der Backbord-Lazarettbox und unter dem Steuersitz ist gut.
Das Fazit
Practical Sailor fand den Caliber 33 im Vergleich zu den meisten heutigen Serien-Segelbooten extrem solide gebaut. Sein handaufgelegter Massivrumpf, der einlaminierte Bleiballast und die sorgfältige Abdichtung von Rumpf und Deck verleihen ihm eine Langlebigkeit, die viele später gebaute Serienboote in den Schatten stellt. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind innovativ und für ein 33-Fuß-Boot äußerst wohnlich, und das Handling ist sicher, wenn auch bei leichtem Wind nicht ganz spritzig. Die Probleme mit dem Bugspriet und der Propellerwelle sind bekannt und lösbar. Das Ergebnis ist ein Boot, das einen aufmerksamen Käufer mit einer absolut seetüchtigen Fahrtenyacht belohnt.
Vorteile
- Handaufgelegter Massivrumpf mit einlaminierten Schotten und einer vierseitig abgedichteten Deck-Rumpf-Verbindung für dauerhafte Integrität
- Steifer, formstabiler Rumpf mit Skeg-aufgehängtem Ruder und einfachem Kontrollzugang über die nach achtern geführten Segel
- Geräumiger Innenraum im Teak-Look mit Doppeltoilette und einer cleveren Seekoje in der Achterkabine
Nachteile
- Unterkonstruierter Standardpropeller und gelegentliche Lockerheit des Wellenantriebs
- Träges Leichtwindverhalten und spürbare Luvgierigkeit ab ca. 20 Knoten Wind
- Enges Cockpit und ein Bugspriet, der ab Werft eine Verstärkung benötigte







