Feeling 1090 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Harle & Mortain·1987 – 1997·Kirie
Feeling 1090 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
36.42' · 11.1 m
Verdr.
11.684 lbs · 5.300 kg
Erstes Baujahr
1987

Die Feeling 1090 ist eine 10,90 Meter lange Fahrtenyacht, die 1987 von der Werft Kirié auf den Markt gebracht wurde und bis 1995 in mehr als 200 Exemplaren gebaut wurde. Entworfen von Philippe Harlé und Alain Mortain als Weiterentwicklung der früheren Feeling 1040, übernimmt sie einen der effizientesten Rümpfe ihrer Generation und fügt gleichzeitig ein markantes DeckssalonProfil sowie ein höheres Rigg hinzu. Sie bleibt eine erkennbare französische Fahrtenyacht aus der Ära der späten 1980er Jahre, die später in einigen Regionen als Elite 364 vermarktet wurde.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
36,42 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
28,75 ft
Breite
11,67 ft
Tiefgang
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
4.409 lbs (Blei)
Verdrängung
11.684 lbs
Wasserkapazität
71,33 gal
Kraftstoffkapazität
39,63 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
47,31 ft
Unterliek Großsegel
15,68 ft
Vorsegeldreieck Höhe
53,12 ft
Vorsegeldreieck Basis
16,44 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
55,61 ft
Segelfläche
808 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
25,1
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
37,74
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
219,5
Komfort-Ratio
22,05
Kenterungsverhältnis
2,06
Rumpfgeschwindigkeit
7,18 kn

Design und Konstruktion

Die 1090 basiert auf dem Rumpf der Feeling 1040, die Kirié zwei Jahre zuvor als eines der ersten gemeinsamen Entwürfe von Harlé und Mortain eingeführt hatte. Der Rumpf der 1040 galt seinerzeit als Wunderwerk der Effizienz, und die 1090 übernimmt diesen Unterwasserschiffskörper, während sie durch eine Plattform am Heck über der Wasserlinie einige Zentimeter Länge gewinnt. Wo die 1040 ein keilförmiges Kajütdach trug, verfügt die 1090 über einen panoramischen Deckssalon mit halbflachem Vordeck vor dem Mast. Diese Aufbauten verleihen dem Boot ein markantes Aussehen und fluten den Salon mit Licht, kosten jedoch auch Stehhöhe im Vorschiff. Die Seitendecks sind komfortabel und leicht zu begehen, und die Plicht ist wirklich geräumig – vier Personen können sich ohne Enge zusammensetzen.

Rigg und Handhabung

Die 1090 ist als Masttoppslup mit einem höheren Mast als die Standardversion der 1040 getakelt und verfügt serienmäßig über eine Radsteuerung. Der Traveller der Großschot befindet sich am Fuß des Niedergangs und nicht in der Plicht. Auf dem Wasser erweist sich der Rumpf als einer der effizientesten am Windsegler mit einem überdurchschnittlichen Verhältnis von Geschwindigkeit zu Kurs, und er bleibt auf raumen Kursen sehr komfortabel. Zeitgenössische Berichte beschreiben das Boot als leicht zu handhaben, sehr seetüchtig, stets stabil am Ruder und zuverlässig im Verhalten, wobei es bei einer Brise gute Leistungen erbringt. Mit einer Verdrängung von 5.050 kg und 2.150 kg Ballast läuft der 36-Fuß-Rumpf berechenbar kursstabil und belohnt eine aktive Segelhandhabung. (1)

Unterbringung

Im Inneren ist der zentrale Bereich des Innenraums erstaunlich geräumig, wenngleich diese Offenheit größtenteils auf Kosten von Stauraum geht. Das panoramische Kajütdach macht den Salon deutlich heller als beim 1040 und bietet eine klare Sicht nach vorn. Eine große Kartentisch steht an Steuerbord am Niedergang, mit Toilette und Dusche dahinter; gegenüber liegt die Achterkabine, die als Eignerkabine dient und mit einer Stehhöhe von 1,95 Metern ausgestattet ist. Die U-förmige Pantry ist außergewöhnlich groß und ideal zum Kochen vor Anker oder unterwegs mit maximaler Lagerkapazität. Die Vorschiffskabine misst 2 Meter mal 1,70 Meter und ist in einer Version offen zum Salon gestaltet, um das wahrgenommene Innenraumvolumen zu vergrößern. Käufer konnten sich für eine oder zwei Achterkabinen entscheiden.

Bekannte Schwachstellen

In den Quellen werden keine strukturellen Mängel, Osmoseblasen oder Rigg-Probleme dokumentiert, die spezifisch für die 1090 sind. Der einzige Kompromiss bei der Raumaufteilung ist der geringere Stehhöhe im Vorschiff aufgrund des halbflachen Deckprofils sowie die geringere Stauraumkapazität gegenüber dem geräumigen Zentral-Layout.

Refits und Eignerschaft

Eine Version mit Wedge-Kajütaufbau des 1090 erschien später im Produktionszeitraum und bot Käufern von Gebrauchtbooten eine optische Alternative zum Panorama-Salon. Ein Rumpf nahm 1998 an der Route du Rhum teil, was die Hochseetauglichkeit der Plattform jenseits des Fahrtensegelns unter Beweis stellt. Der 30 PS starke Motor und das serienmäßige Radsteuerungssystem bedeuten, dass spätere Eigner beim Einkaufen von Ersatzteilen kaum Abweichungen von den damaligen Normen zu befürchten haben.

Das Fazit

Die Feeling 1090 ist eine durchdacht weiterentwickelte Fahrtenyacht, die einen bereits effizienten Harlé–Mortain-Rumpf heller und wohnlicher macht, ohne den am Wind laufenden Vorteil und die Ruderstabilität zu opfern, die dieses Design auszeichnen. Der Deckssalon ist ein echter Fortschritt im Bereich des Komforts, auch wenn er die Stehhöhe im Vorschiff einschränkt und etwas Stauraum gegen Volumen eintauscht.

Vorteile

  • Der übernommene 1040-Rumpf wird als einer der effizientesten seiner Generation beschrieben
  • Das panoramische Kajütdach sorgt für eine überdurchschnittliche Helligkeit im Salon und hervorragende Sicht nach vorn
  • Geräumiges Cockpit, große U-Küche und Eignerkabine achtern mit 1,95 m Breite
  • Stabile, zuverlässige und seetüchtige Segeleigenschaften am Wind und vor dem Wind

Nachteile

  • Eingeschränkte Stehhöhe im Vorschiff durch das halb-flache Deckprofil
  • Die großzügige Innenraumhöhe wurde größtenteils auf Kosten von Stauraum erreicht

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