Design und Konstruktion
Sowohl der Rumpf als auch das Deck sind im Sandwichbauweise aus GFK gefertigt – eine Bauweise, die die Werft nutzt, um das Klima unter Segeln vor Anker zu verbessern. Der Kiel ist ein Bulbkiel aus Blei, was der 393 ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41 Prozent bei einer Verdrängung von rund 12.800 Pfund und ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,77 verleiht. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) nahe 155 liegt der Rumpf fest im Bereich der moderaten bis schweren Fahrtenyachten und nicht am Ende der Leichtdeplacement-Yachten. Die benetzte Fläche des Rumpfes beträgt etwa 419 Quadratfuß. (1)
Bekannte Schwachstellen
Ein wichtiger Punkt ist, dass die 393 oft als Bausatz zum Selbstausbau verkauft wurde, was bedeutet, dass sich die Qualität von Boot zu Boot unterscheiden kann. Daher ist ein sorgfältiges Gutachten für jedes einzelne Exemplar unerlässlich, da werksseitig fertige und selbstgebauten Boote nicht immer denselben Standard bei Holzarbeiten, Systemen oder der Struktur verbindet. (1)
Rigg und Handhabung
Die 393 wurde mit mehr als einem Rigg angeboten, darunter ein 7/8-Rigg und eine alternative Variante, sodass der Segelplan eines bestimmten Bootes bestätigt und nicht vorausgesetzt werden sollte. Für das 7/8-Rigg umfasst die laufende Takelage eine Fock- und eine Genuaschot mit jeweils etwa 12 Metern Länge und einem Durchmesser von 14 mm, eine Großschot von etwa 30 Metern mit demselben Durchmesser sowie eine Spinnakerschot von etwa 26 Metern mit einem Durchmesser von 14 mm. Der durchgesteckte Mast und der Bleibomben-Flossenkiel positionieren den Segeldruckpunkt und die Stabilität im Rahmen eines konventionellen Fahrtenyachts. Das Kenterungsverhältnis von 1,78 und das Komfort-Ratio von 24,7 beschreiben einen stabilen, seegütigen Rumpf im Verhältnis zu seiner Größe. Ein Tiefgang von etwa 1,9 bis 2,0 Metern (je nach Beladung) beschränkt die 393 eher auf tiefere Häfen und große Marinas als auf flache Ankerplätze. (1)
Unterbringung und Layout
Unter Deck ist der Innenraum mit Teakholz ausgestattet, was der damaligen Norm für Boote dieser Klasse entspricht. Die Kabine profitiert von einer Breite von über zehn Fuß bei einem Längen-Breiten-Verhältnis von unter 4, was ein geräumiges Interieur für eine mittelgroße Fahrtenyacht ohne die Extreme eines reinen Deckssalon-Rumpfes ergibt. Da einige 393 für den Eigenausbau verkauft wurden, können sich die Verarbeitungsqualität und der Ausbau der Unterkünfte von Exemplar zu Exemplar unterscheiden. Ein Käufer sollte jedes Boot nach seiner individuellen Ausführungsqualität beurteilen und nicht anhand eines einzigen Produktionsideals.
Refits und Eignerschaft
Die 393 wurde während ihrer Produktion mit verschiedenen Motoralternativen ausgestattet, sodass die Neumotorisierung oder der Ersatzteil-Einkauf mit der Identifizierung des spezifischen Motors auf dem jeweiligen Rumpf beginnen sollten. Die Volvo Penta-Anlage erreicht eine Geschwindigkeit von 8,0 Knoten, was über dem theoretischen theoretischen Verdrängungsmaximum von 7,7 Knoten für ein Boot dieser Länge liegt – ein Wert, der die Nennleistung widerspiegelt und nicht das typische Fahrtentempo. Käufer einer gebrauchten 393 sollten die Riggoption, die Motoralternative und den Zustand der Arbeiten als die drei wichtigsten Faktoren betrachten, die darüber entscheiden, wie sich ein bestimmtes Boot präsentiert und segelt.
Das Fazit
Die Faurby 393 ist eine durchdacht proportionierte dänische Fahrtenyacht der späten 1980er Jahre. Ihr Sandwich-GFK-Rumpf, der Bleibomber-Flossenkiel und der Teak-Innenausbau ordnen sie eindeutig in die Tradition komfortabler Mittelgroß-Fahrtenyachten ein. Ihre Stabilitätswerte und die moderate Verdrängung deuten auf ein zuverlässiges Seebot hin, aber da es sich um Bausätze handelt, müssen einzelne Exemplare vor dem Kauf auf ihren tatsächlichen Zustand untersucht werden.
Vorteile
- Sandwich-GFK-Rumpf und -Deck für ein kontrolliertes Klima im Innenraum
- Bleibom-Flossenkiel mit 41 Prozent Ballastanteil und stabilen Seeeigenschaften
- Großzügige Proportionen dank einer Breite von 10,4 Fuß und einem Längen-Breiten-Verhältnis unter 4
- In verschiedenen Rigg- und Motorvarianten erhältlich, um den Ansprüchen verschiedener Eigner gerecht zu werden
Nachteile
- Der Tiefgang von 6,2 bis 6,5 Fuß schränkt den Zugang zu flachen Häfen ein
- Von Privatpersonen fertiggestellte Boote bedeuten eine variable Qualität zwischen den einzelnen Rümpfen
- Die benetzte Fläche von etwa 419 Quadratfuß ist für die Länge erheblich







