Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus GFK gefertigt, das Deck ist jedoch als Sandwichbauweise statt als massiver GFK ausgeführt – eine Entscheidung, die in den ursprünglichen Tests dafür sorgte, dass sich das Klima unter Deck verbesserte, da die Temperaturübertragung gedämpft wird. Der Rumpf selbst ist ohne Kern aus massivem GFK. Der Kiel ist aus Blei, und Fabola bot die 39 mit verschiedenen Kieloptionen an: Eine Flosse hat je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 1,90 bis 2,00 Metern (6,23 bis 6,53 Fuß) und beschränkt das Boot auf große Marinas, während eine andere Flossenvariante nur 1,75 bis 1,85 Meter (5,74 bis 6,04 Fuß) tief ist und Zutritt zu den meisten Marinas gewährt. Der Innenraum ist im Einklang mit vielen Serienbooten dieser Zeit aus Mahagoni gehalten. (1)
Rigg und Handhabung
Die Diva 39 ist mit einem 7/8-Rigg ausgestattet und weist rechnerisch eine deutliche Übertakelung auf: Sie trägt mehr Segelfläche als 92 Prozent vergleichbarer Segelboote, mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 20,6 beim ISO-Referenzsegel und 23,8 mit einer 135-prozentigen Genua. Ihr Verhältnis von Länge zu Breite liegt bei 3,90 und ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) bei 149, was sie zu einem leichten Regattaboot macht. Berechnungen legen ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit bei 7,4 Knoten fest, wobei eine gemeldete Höchstgeschwindigkeit von 7,0 Knoten und ein berechneter Maximalwert von knapp 5,4 Knoten vorliegen; ihr Kenterungsverhältnis beträgt 1,82 und ihr Komfort-Ratio liegt zwischen 20,1 und 22,5. Die benetzte Fläche beträgt etwa 376 Quadratfuß, und die Immersionsrate liegt bei rund 1.068 Pfund pro Zoll. Das laufende Gut ist großzügig dimensioniert – Groß- und Vorsegelfall sind mit 121 Fuß 1/2-Zoll-Leine geführt, die Großschot mit 97 Fuß 9/16-Zoll und die Fockschoten mit 39 Fuß 9/16-Zoll. (1)
Unterbringung
Die Kabine ist wie bei vielen ihrer Zeitgenossen mit Mahagoni ausgestattet, was einen traditionellen skandinavischen Innenausbau verleiht. Die bekannten Aufzeichnungen beschreiben die Anzahl der Kojen oder die Aufteilung der Pantry nicht, aber die Verwendung von Massivholz-Innenausbauten und ein Sandwichdeck, das auf Komfort im Salon ausgelegt ist, kennzeichnen sie als Fahrten-Regattayacht und weniger als reine Regattayacht.
Bekannte Schwachstellen
Ein wichtiger Aspekt bei der Diva 39 ist, dass das Boot auch als Bausatz zum Selbstzusammenbauen verkauft wurde. Dies bedeutet, dass die Qualität jedes einzelnen Exemplars stark von einem ab Werft fertiggestellten Rumpf abweichen kann. Ein Käufer oder Rezensent darf nicht davon ausgehen, dass überall in der Flotte einheitliche Struktur- oder Verarbeitungsstandards herrschen, da einige Boote als Bausatz und nicht als komplett ausgerüstete Yacht verlassen wurden. (1)
Das Fazit
Die Diva 39 ist eine schwedische Regatta-/Fahrtenyacht mit geringer Verdrängung, einem ungewöhnlich leistungsstarken Rigg für ihre Länge und einem flexiblen Kielprogramm, das es dem Eigner ermöglicht, Tiefgang gegen Hafenliegeplatz einzutauschen. Das Sandwichdeck und der Mahagoni-Innenausbau stehen für Komfort, während die Option des Selbstbaus für echte Schwankungen in der Bauqualität sorgt, mit denen sich jeder ernsthafte Käufer auseinandersetzen muss.
Vorteile
- 7/8-Rigg mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis, das weit über dem Klassendurchschnitt liegt
- Bleikiel mit optionaler flacher Flosse für besseren Zugang zu flachen Marinas
- Sandwich-Deckskonstruktion für ein angenehmeres Kabinenklima
- Leichtes Regattaprofil mit hohem Geschwindigkeitspotenzial
Nachteile
- Selbstgebauter Klassiker-Kits führen zu einer ungleichmäßigen Qualität innerhalb der Flotte
- Die Option mit tieferem Kiel beschränkt das Boot auf größere Marinas






