Design und Konstruktion
Der GFK-Rumpf der 36C weist ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 34 Prozent auf – ein Wert, der höher liegt als die 21 Prozent ähnlicher Segelboote – kombiniert mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,00. Genau dieses Breitenverhältnis verleiht ihr ihren Charakter unter Deck: Im Vergleich zu Konstruktionen gleicher Größe ist sie mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,00 im Innenraum geräumiger als 76 Prozent der Konkurrenzmodelle, was einen spürbaren Schritt nach oben im Volumen gegenüber dem damals gängigen schmaleren Standard darstellt. Ihre benetzte Fläche beträgt etwa 398 Quadratfuß, und das Tiefgangsverhältnis liegt bei rund 1.255 Pfund pro Zoll, sodass sie unter Last berechenbar stabil liegt. Ericson baute die 36C mit verschiedenen Kielvarianten, eine Flexibilität, die es Eignern ermöglichte, Tiefgang und Balance für ihre Reviergewässer anzupassen, ohne die Produktionslinie zu verlassen. (1)
Leistungsprofil
In den für Fahrtensegler wichtigen Zahlen zeigt sich die 36C als stabiles, seegängiges Boot und nicht als Rakete. Ihr Komfort-Ratio von 30,3 ordnet sie als komfortabler ein als 66 Prozent ähnlicher Konstruktionen – ein aussagekräftiger Beleg für das Leben auf See oder auf Langstrecke. Das Kenterungsverhältnis von 1,86 ist hoch genug, dass sie allein nach dieser Formel für Hochseeregatten zugelassen werden könnte, was auf ein beruhigendes Stabilitätsprofil hindeutet. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,3 Knoten. Unter Segeln beträgt das SA/D-Verhältnis mit dem ISO-Referenzsegel 13,4 und steigt mit einer 135-prozentigen Genua auf 16,4; diese letzte Konfiguration bedeutet, dass sie bei leichtem Wind schneller ist als 14 Prozent ihrer Altersgenossen, und das Rigg insgesamt ist etwas größer dimensioniert als bei 54 Prozent ähnlicher Boote, was sie nach Klassengesichtspunkten leicht übertakelt macht. (1)
Rigg und Handhabung
Das Kutterrigg prägt die Vielseitigkeit des Bootes und ermöglicht es, bei starkem Wind ein überschaubares Segelgebiet zu fahren. Die Abmessungen des stehenden und laufenden Guts sind gut dokumentiert: Alle drei Fallen – Großsegel, Fock/Genua und Spinnaker – haben einen Durchmesser von einem halben Zoll und sind etwa 99 Fuß lang, während die Schoten für Fock, Genua und Großschot aus 0,55-Zoll-Leine mit einer Länge von 36 bis 90 Fuß geführt werden. Die Unterliekstreckerleine und der Unterliekspanner messen jeweils etwa 20,6 Fuß, wobei die Cunningham knapp über 10 Fuß misst. Dies sind praktische Längen für ein 36-Fuß-Boot und deuten auf einen unkomplizierten Austausch der Beschläge hin.
Unterbringung
Unter Deck übersetzt sich die großzügige Breite der 36C in einen wohnlichen Raum, der durch die Kennzahlen nur angedeutet wird. Die Wasserkapazität beträgt 49 US-Gallonen – ein solider Wert für ein Paar oder eine kleine Familie auf einer mehrtägigen Passage. Die schwere Verdrängung und die komfortorientierten Werte des Bootes deuten darauf hin, dass das Interieur eher für das Wohnen als für Regatten konzipiert wurde, obwohl die spezifischen Details der Aufteilung nicht Teil der dokumentierten Konstruktionsbeschreibung sind.
Das Fazit
Die Ericson 36C ist eine in geringer Stückzahl gebaute Bruce King-Ketsch, die reine Leichtwindgeschwindigkeit gegen Komfort, Stabilität und Volumen eintauscht. Ihre Kennzahlen zeigen ein Boot, das geräumiger und komfortabler ist als die Mehrheit ihrer Altersgenossen, mit einem Kenterungsverhältnis, das die Anforderungen für Hochseeregatten erfüllt. Die verschiedenen Kieloptionen und das Kutterrigg bieten Flexibilität, aber aufgrund der geringen Bauzahl erfordert die Suche nach einem Exemplar Geduld.
Vorteile
- Aufgrund des Längen-Breiten-Verhältnisses geräumiger als 76 Prozent ähnlicher Konstruktionen
- Komfort-Ratio im Vergleich zu 66 Prozent der Konkurrenz besser
- Das Kenterungsverhältnis von 1,86 erfüllt allein schon die Anforderungen für Hochseeregatten
- Kutterrigg mit dokumentierten, austauschbaren Längen für stehendes und laufendes Gut
Nachteile
- Geringfügig übertakelt im Vergleich zu 54 Prozent ähnlicher Segelboote
- Weniger als 100 gebaut, was die Marktaufbereitung einschränkt
- Die Leichtwindgeschwindigkeit ist nur besser als bei 14 Prozent ähnlicher Konstruktionen






