Design und Konstruktion
Der Rumpf ist eine kraftvolle, aber leicht anspringende Form, die hervorragende Stabilität mit einem großzügigen Freibord verbindet, um die Crew trocken zu halten. Elan baute den handaufgelegte, im Vakuumverfahren laminierte Rumpf aus NPG-Gelcoat, Isophthalsäureharz und multiaxialem Glasgewebe. Er wurde über der Wasserlinie mit PVC als Sandwichkern versehen, während unter Wasser massives GFK verwendet wurde. Eine strukturelle Gitterstruktur und zusätzliche Längsträger verstärken den Rumpf. Das Deck ist ebenfalls als Sandwichbauweise mit PVC-Kern ausgeführt, und die Rumpf-Deck-Verbindung ist verbolzt und verklebt in einem Monocoque-Rumpf. Der gusseiserne Kiel und das Spatenruder vervollständigen eine Struktur, die die Zertifizierung des Germanischen Lloyd erhielt und von Testern als für die Aufgabe robust genug eingestuft wurde. Elans modernes Resin-Infusionsverfahren unter Rob Humphreys brachte eine erfolgreiche Reihe von Regatta-/Fahrtenyachten hervor, und die 384 spiegelt diese disziplinierte Arbeit mit Verbundwerkstoffen wider. (1)
Rigg und Handhabung
Das fraktionierte Slup-Rigg trägt einen Seldén-Mast an Deck auf einer Edelstahl-Beschleunigungssäule im Salon. Auf dem Wasser erwies sich das Boot als gut ausgewogen und agil bei 15-Knoten-Böen mit genau der richtigen Menge an Luvgierigkeit, wendete sauber auf 90 Grad und hingefiert mühelos. Bei stärkerem Herbstwind von 15 bis 20 Knoten mit Böen über 20 Knoten erzielten Tester 7 Knoten am Wind und fast 8 Knoten raumschots, obwohl sie feststellten, dass man das Boot aufrecht segeln musste, um in der Spur zu bleiben; eine große Böse setzte das Ruder kurz durch und drehte das Boot in die nächste Wende. Unter Motor lieferte der Volvo-Diesel enge Wendekreise, ideal zum Ausweichen von Hindernissen, und der offene Spiegel erleichterte das Einsteigen. Eine bekannte Nachbesserung folgte später: Humphreys beriet sich mit Elan, um eine ungewollte Lücke zwischen Ruder und Rumpf zu schließen, was die Ruderwirkung erhöhte. (1)
Unterbringung
Jede Layout-Option konzentriert sich auf einen geräumigen, lichtdurchfluteten Salon mit einer enormen Stehhöhe von 6 Fuß 10 Zoll und komfortablen Sitzplätzen für sechs Personen am Salontisch, wobei nur die Backbordsitzbank lang genug für eine Koje ist. Der Niedergang verdeckt eine kleine zusätzliche Stufe in den Salon, und die gelaminierten Sprossen der Leiter kippen bei krängendem Boot nach oben für sicheren Halt; sie lässt sich leicht hochklappen, um Zugang zum 29 PS starken Diesel zu erhalten. Ein getestetes Layout mit zwei Kabinen platzierte eine kompakte Pantry an Backbord mit einer flachen U-förmigen Küchenzeile und einem gut positionierten Arbeitsplatz auf der Mittellinie gegenüber einer großzügigen Nasszelle mit Duschkabine und einem kleinen Navigationstisch im Gesprächsbereich des Salons. Achtern befand sich eine Doppelkoje (Queen-Size) mit Stehhöhe; im Vorschiff eine vollwertige Koje, die an den Füßen so breit wie die Nasszelle war, ergänzt durch Rumpfschränke, vordere Backskisten und einen Kleiderschrank. Details wie eingelassene Jalousien unter den Lichtausschnitten und ein federunterstütztes Kühlschrankdeckel zeigen das anspruchsvolle Ausstattungsziel des Bootes, obwohl Tester die Notwendigkeit von Handläufen im offenen Salon und besseren Geigen für Langstreckenfahrten angemerkt haben.
Bekannte Schwachstellen
Abgesehen von der bereits erwähnten Behebung des Ruderluftholzes berichteten Tester von einem etwas unruhigen Gefühl an der Radsteuerung bei Auslieferung, möglicherweise durch Dehnung der Steuerzüge unter rauen Bedingungen an der Küste. Das riesige Volumen im Salon verlangt dringend nach Haltegriffen im Innenraum für mehr Sicherheit unter Segeln, und kleine Arbeitsflächen könnten für den Offshore-Einsatz aufgewertet werden. Die Verkabelung ist zwar ordentlich farbcodiert und gebündelt, aber wie bei vielen europäischen Booten nicht verzinnt – ein Punkt, den jeder Käufer, der tropische Reviere ansteuert, beachten sollte.
Refits und Eignerschaft
Der US-Vertreter von Elan verlegte die Travellerschienen hinter dem Sprayhood nach achtern, um den Zugang für die Crew zu erleichtern – eine nützliche kleine Modifikation. Der tiefe Bilgenwulst, die ordentliche Sanitärinstallation mit doppelt angepressten Bronze-Borddurchlässen und der einteilige Guss-Waschtank zeugen von einer unkomplizierten Eignerschaft. Ebenso wie die klappbaren Stufen, die einen recht guten Zugang zur Motorseite ermöglichen. Das Boot bleibt eine attraktive, hochwertige Fahrtenyacht, die sich in der Blauwasser-Gemeinschaft etabliert hat.
Das Fazit
Die Impression 384 ist eine schnelle, komfortable Fahrtenyacht mit einem wahrhaft volumenreichen Innenraum und einem zertifiziert robusten Rumpf. Ihre Segeleigenschaften belohnen eine aktive Hand am Ruder, und die Aufteilung eignet sich hervorragend für Törns mit zwei Paaren. Einige Details zur Sicherheit an Bord und zur Elektrik erfordern jedoch die Aufmerksamkeit des Eigners.
Vorteile
- Leicht zu segelnder, stabiler Rumpf mit Lloyd’s-Zertifizierung und Monocoque-Struktur
- Heller, geräumiger Salon mit verschiedenen Layouts und ausgezeichnetem Ruf für das Wohnen an Bord
- Agiles Rigg und gute Manövrierbarkeit bei kleiner Crew
Nachteile
- Im Salon fehlen Haltegriffe im Innenraum für mehr Sicherheit unter Segeln
- Nicht verzinnte Elektrik ab Werk; unpraktisch für längere Törns
- Historische Probleme mit der Ruderluke (seitdem behoben) und gelegentliches Spiel im Ruderwagen






