Design und Konstruktion
Dufour Yachts baute den Rumpf unter 50 Fuß lang in massivem GFK mit einem festen Deck und einem einteiligen Bodengruppenrahmen, der mit dem Rumpf laminiert ist. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 46,72 Prozent und das Kenterungsverhältnis von 2,02 ordnen sie eher in die Kategorie der Performance-Fahrtenyachten als in die schwerer gebauten Blauwasser-Typen ein, wobei der Bleiballast für eine hohe Stabilität bei großzügigem Innenraum sorgt.
Rigg und Seeverhalten
Yachting Monthly befand ihre Leistung auf allen Kursen zum Wind als sehr gut und stellte fest, dass sie sich hervorragend an der Ankerleine steuern lässt. Das Spatenruder und der Flossenkiel sorgen für hohe Agilität im Hafenbecken, und der Segelplan ermöglicht es ihr, bei einer Brise zu beschleunigen, die schwerere Fahrtenyachten bereits zum Rollen bringt. (1)
Unterbringung
Die Aufteilung bot nicht weniger als 11 Ankerplätze, mit zwei geräumigen Doppelkojen in den Achterkabinen und einer Nasszelle im Vorschiff. Dennoch war der günstigere Innenraum ihr Achillesferse, ein Nachteil, der die im Werbespot angegebene Anzahl der Kojen für Privatsegler relativiert. (1)
Bekannte Schwachstellen
Der Stauraum war für eine Yacht dieser Größe kaum ausreichend, und wie bei anderen Dufours aus dieser Zeit wurden die Wachkojen eher zu Regalen oder Schränken umgebaut, anstatt sie als Seebetten zu nutzen. Rumpf, Deck und Rigg ernteten in den Tests keine Kritik.
Das Fazit
Die F39 ist eine Frers-Performance-Fahrtenyacht, deren Segeleigenschaften und elegante Linien ein kompromittiertes Interieur übertrumpfen. Sie eignet sich am besten für Eigner, die das Rudergefühl über feine Tischlerarbeit stellen.
Vorteile
- Auffälliges, untypisches Äußeres von Frers
- Sehr gute Leistung und Handling
- 11-Koje-Layout mit zwei Achterkabinen
Nachteile
- Einfache Innenausstattung im günstigen Segment
- Unzureichende Stauraummöglichkeiten; Navigationskojen oft umgebaut








