Design und Konstruktion
Baltic Yachts baute die 39 mit einem massiven GFK-Rumpf und Deck, Bleiballast und einem Spatenruder auf einem Einrumpf-Chassis. Das Design wies ein hohes Ballastverhältnis und einen tiefen Flossenkiel mit hoher Streckung auf. Mit einer Länge über alles (LOA) von 11,81 Metern, einer Länge in der Wasserlinie (LWL) von 9,96 Metern, einer Breite von 3,83 Metern und einem Tiefgang von 2,11 Metern verdrängte das Boot 8.200 kg und hatte 3.450 kg Ballast. Die C&C Design-Linie ordnete es zu den Modellen aus der Gründungszeit der Werft ein. Ein Käuferbericht aus dieser Zeit vermerkt, dass das Boot von einer damals noch jungen finnischen Werft gebaut wurde, die von ehemaligen Mitarbeitern von Nautor gegründet worden war – also von den Leuten der Swan-Werft –, was dem Markennamen seine frühe handwerkliche Herkunft verleiht. (1)
Rigg und Handhabung
Die 39 ist eine Masttoppslup mit einer Segelfläche von 732 Quadratfuß, angetrieben von einem Volvo Penta MD11 Diesel mit 23 PS. Ihr Leistungspotenzial wurde durch die Computersimulationen hinter dem Entwurf geprägt: Vollständige VPP-Analysen lieferten sowohl Polarplots als auch numerische Leistungsdaten, und diese Studien gaben den Regatta-Kunden konkrete Ziele zum Anpeilen. Der Schwerpunkt auf hervorragenden Am-Wind-Eigenschaften hob sie von der vorherigen Generation von Yachten von Baltic ab, und der tiefe Flossenkiel unterstützte diese Ausrichtung, ohne das Boot in reines Regattagebiet zu drängen.
Unterbringung
Unter Deck war die Aufteilung großzügig für ein Boot dieser Größe. Der Plan sah eine vollwertige Eignerkabine achtern mit absoluter Privatsphäre vor – eine Aufteilung, die Paaren oder Einhandseglern zugutekam, die Trennung von den Gästekojen wünschten. Die Eigner-Layouts mit drei Kabinen und andere Innenraumkonfigurationen zeugten von echtem Bemühen, den Performance-Rumpf bewohnbar zu machen, anstatt ihn als spartanischen Regattakutter mit einem bloßen Minimum an Innenausbau zu versehen.
Bekannte Schwachstellen
Ein längerfristiger Bericht eines Eigners beschreibt Teakdecks, die durch die Zeit abgenutzt, aber immer noch fest und dicht sind – ein Zustand, der bei jedem noch existierenden Exemplar beachtet werden sollte, obwohl er nicht als allgemeiner Mangel dokumentiert ist.
Das Fazit
Die Baltic 39 ist eine durchdacht konstruierte Renn- und Fahrtenyacht aus der Ära der frühen Computer-Designs mit echtem Potenzial am Wind und einer wohnlichen Aufteilung mit Achterkabine. Ihr C&C/Baltic-Blut macht sie zu einer interessanten Wahl für Segler, die Leistung suchen, ohne auf ein komfortables Innenraum-Interieur zu verzichten – auch wenn das Alter der Teakdecks und die bescheidene Kraftstoffkapazität praktische Punkte sind, die man bedenken muss.
Vorteile
- Eine der ersten Serienyachten, die am Computer entworfen und VPP-basiert analysiert wurden, mit echten Zielen für das Polareissegeln
- Hohes Ballastverhältnis und tiefer Flossenkiel, optimiert für hervorragende Leistung am Wind
- Großzügige Aufteilung mit einer vollständigen, privaten Eignerkabine achtern
- Solide GFK-Baltik-Konstruktion mit Bleiballast
Nachteile
- Die Teakdecks der noch existierenden Boote sind laut Berichten der Eigner zwar nicht undicht, aber alt
- Nur ca. 95 Liter Kraftstoffkapazität (nach Schätzungen)









