Design und Konstruktion
Zaals Rumpf misst eine Länge über alles von 9,5 Metern bei einer Wasserlinienlänge von 7,76 Metern, einer Breite von 3,14 Metern und einer Verdrängung von 5,0 Tonnen. Der Kiel ist keine einzige, laminierte und ballastierte Einheit, sondern ein Flossenkiel, der mit Kielbolzen am Rumpf befestigt ist. Das Boot wurde im massiven GFK-Laminat gebaut – eine schwere Konstruktion, die von YACHT als sehr solide eingestuft, aber für wenig Isolierung sorgte. Der Ballast beträgt 2,5 Tonnen, was genau die Hälfte der Verdrängung ausmacht. Dies wurde in derselben Rezension als effektiv und sorgfältig gewählt beschrieben. Es gibt zwei Tiefgangsvarianten, 1,45 und 1,75 Meter, wobei die tiefere Version besonders für ihre Stabilität bekannt ist. Neben dem Standard-IOR-Halbtonner-Rating, das als IOR-Cruiser-Racer verkauft wird, wurde auch eine Fahrtenversion mit flachem Kiel angeboten. (1)
Die Details des Decks und der Struktur zeigen typisch niederländische Bauweise aus dieser Zeit. Der Mastfuß wurde von außen laminiert und ruht auf einer dicken Holzplatte, wobei die Mastschrauben direkt in dieses Holz getrieben sind. Die Relingfüße sind mit Holzschrauben in unter das Deck einlaminierte Holzplatten geschraubt, und die Genuarailings sind durchgebolzt und von innen überlaminiert. Das Ruder ist Skeg-aufgehängt – und dieses Skeg ist das einzige strukturelle Schwachpunkt, da sich dort, wo das Skeg auf den Rumpf trifft, Risse entwickeln können, die eine Laminatreparatur erfordern. (2)
Rigg und Handhabung
Die 31 HT ist mit einem Masttopprigg ausgestattet und trägt ein 18,2 Quadratmeter großes Großsegel sowie eine 106 % Rollgenua mit 37,5 Quadratmetern Fläche auf einem Mast, der 13,5 Meter über der Wasserlinie steht. YACHT lobte einen breiten Traveller und großzügige Beschläge, und die Steuerung erntete stets Bewunderung: sehr einfach und direkt mit einer überraschend direkten Rückmeldung. Diese Präzision hat jedoch einen Haken – das schmale Heck wird von nachlaufenden Wellen leicht gepackt, und das Boot neigt zum Stampfen, was eine sorgfältige Hand am Ruder erfordert, auch wenn die Reaktion weiterhin sofort erfolgt. Eine Pinnensteuerung war ebenfalls erhältlich, die der Tester als einfacher zu handhaben empfand als die Radsteuerung.
Unterbringung
Unter Deck bietet das Boot einen voll ausgestatteten und gut gebauten Innenraum mit fünf oder sechs Kojen, darunter eine Achterkoje und eine Nasszelle mittschiffs. Die AK-Variante ersetzt zwei Einzelkojen achtern. Die Kojenlänge erreicht im besten Fall 188 Zentimeter, doch YACHT wies die Kojendimensionen insgesamt als sehr eng hin – ein echter Nachteil für größere Erwachsene auf längeren Törns. Die Tankkapazitäten sind für die Größe großzügig bemessen: 100 Liter Diesel und 230 Liter Frischwasser, obwohl kein Fäkalientank installiert wurde. Die tiefe, gut geschützte Plicht bietet der Crew Schutz, auch wenn die Bilgenpumpe der Plicht klein ist.
Bekannte Schwachstellen
Abgesehen von der bereits erwähnten Riss im Skeg lecken die Originalluken meist und auch die Fenster sind nicht dicht – beides sind typische Punkte für den Eigner, die behoben werden sollten, anstatt strukturelle Mängel darzustellen. Der schwere, massive Laminatrumpf bietet kaum Isolierung, was in kalten Klimazonen ein Nachteil ist. Keiner dieser Fehler schmälert die grundlegende Solidität des Bootes, aber bei einer Besichtigung sollten insbesondere die Verbindung zwischen Skeg und Rumpf, die Dichtungen der Luken und die Fensterrahmen genauestens untersucht werden.
Das Fazit
Die Contest 31 HT ist ein Zeitdokument, das ihre IOR-Abstammung elegant trägt. Sie belohnt eine aufmerksame Hand am Ruder mit direktem, souveränen Steuerverhalten und verfügt über ausreichend Ballast, um auch im Seegang ruhig zu bleiben – eingebettet in eine absolut solide niederländische Bauweise. Eng stehende Kojen und ursprüngliche Öffnungen, die zum Leck werden können, sind der Preis für ihre kompakte Größe aus den 1970er Jahren. Für ein Paar oder eine kleine Familie, die eine seetüchtige klassische Yacht mit ausgeprägtem Charakter suchen, bleibt sie jedoch eine durchaus vernünftige Wahl.
Vorteile
- Sehr solide Massivlaminat-Konstruktion mit 50 % Ballastanteil für hohe Stabilität
- Direktes, einfaches Steuern dank breitem Traveller und großzügiger Decksbeschläge
- Großzügige Tankkapazitäten von 100 l Kraftstoff und 230 l Wasser für diese Bootsgröße
- Bewährte, seetüchtige Familien-Fahrtenyacht mit 252 gebauten Exemplaren und einer starken Modellreihe
Nachteile
- Der Skeg kann an der Rumpfüberführung reißen und eine Laminatreparatur erfordern
- Die originalen Luken und Fenster sind meist undicht
- Sehr enge Kojendimensionen trotz einer maximalen Länge von 188 cm
- Der schwere Rumpf bietet nur wenig Isolierung; kleine Bilgenpumpe in der Plicht







