Design und Konstruktion
Der Rumpf besteht aus einem handaufgelegten Verbundwerkstoff aus wechselndem 24-Unzen-Gewebe und Matratzenmatte mit Harz. Jedes Schott, jeder Sitz, jede Koje, jede Ablage und jeder Schrank ist einzeln und handlaminiert mit mehreren GFK- und Harzlagen an den Rumpf angebunden, um strukturelle Stabilität zu gewährleisten. Caliber verstärkte den Bug und die Vorderkante des Kiels, und ein wasserdichtes Schlagstopp-Schott befindet sich im Vorschiff. Das Deck ist mit Polyurethan-Klebstoff an einer nach innen gerichteten Rumpfverbindungsbuchse versiegelt. Anschließend wird eine perforierte Aluminium-Fußreling durch die Buchse in engem Abstand mit Edelstahl-Bolzen mit quadratischem Lochkreuz verbolzt. Dadurch kann das Boot beim Festziehen nicht verdreht werden, was die Dichtung beschädigen würde – eine Verbindungsmethode, die die Werft als „Quad-Seal Deck to Hull System“ schützte. Die Kraftstoff-, Wasser- und Bilgenwassertanks sind unter dem Kabinenboden direkt in den Rumpf integriert. Diese Aufteilung unterscheidet die LRC von der früheren Version mit separaten Tanks (Caliber 40) und erhöht die Kraftstoffkapazität von 46 auf 212 Gallonen. Die Unterwasserform besteht aus einem langen, flachem Flossenkiel mit einem am Skeg aufgehängten Ruder im Vorschiff. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als Slup/Kutter mit einem wegbaren inneren Vorstag getakelt, was einen vielseitigen Vorsegelplan für die Hochseefahrt ermöglicht. Ein Heckklapptau erleichtert das Einsteigen ins Beiboot und verfügt über eine klappbare Leiter, die vom Wasser aus erreichbar ist, um im Notfall wieder an Bord zu gelangen. Die T-förmige Plicht bietet vier oder fünf Erwachsenen bequem Platz, und ein 40-Zoll-Rad ermöglicht es dem Steuermann, außenliegend für bessere Sicht zu sitzen, während er dennoch die Ruderpinne hält. Doppelte Seerelingen und Handläufe auf dem Kajütdach erleichtern das Bewegen im Vorschiff, während ein großer Ankerkasten auf dem Vordeck mit sicherem Verschluss und eine Plattform am Bugpult die Handhabung der Ankergeschirre vereinfachen. Eine breit öffnende Backbord-Kojenkiste bietet praktischen Zugang zu Maschinen, Batterien, Decksdurchführungen und der Steueranlage.
Leistung unter Segeln
Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 15,3 und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis bei 28 – Werte, die sie im moderaten Bereich für Fahrtenyachten positionieren. Leichtwindleistung ist nicht ihre Stärke, aber die meisten Eigner loben ihr Verhalten bei Windstärken über sechs Knoten vor Anker. Spätere Modelle mit Mastfurlung tauschen etwas Segelleistung gegen den Komfort beim Bedienen des Großsegels ein – ein wichtiger Kompromiss für jeden Käufer, der Riggkonfigurationen vergleicht. (1)
Unterbringung
Unter Deck beginnt die Aufteilung mit einer vollwertigen Nasszelle mit Dusche im Vorschiff, gefolgt von einer Eignerkabine mit einer Pullman-Koje an Backbord und einem Kleiderschrank neben dem Schrank an Steuerbord. Der mittschiffs gelegene Salon bietet eine L-förmige Sitzecke an Backbord und eine Sofakoje an Steuerbord. Die Pantry und die Navigationsecke nehmen die achterliche Backbord-Ecke ein, während an Steuerbord eine zweite kleine Nasszelle und eine kompakte Achterkoje für zwei kleine Erwachsene untergebracht sind. Die integrierten Tanks unter den Bodenbrettern schaffen zusätzliches Kabinenvolumen, und der direkt laminierte Innenausbau wirkt wie eine steife, einheitliche Struktur statt wie ein später eingebauter Innenschalen-Liner.
Das Fazit
Die Caliber 40 LRC ist eine durchdacht konstruierte Fahrtenyacht, deren Bauweise – handaufgelegter Massivrumpf, voll verklebtes Innenraumkonzept, integrierte Tanks und eine versiegelte Decksaufhängung – Langlebigkeit und strukturelle Kohärenz über Gewichtseinsparungen stellt. Sie segelt moderat und belohnt Wind statt Flaute. Die größere Kraftstoffkapazität der LRC macht sie zu einer zuverlässigen Langstrecken-Fahrtenyacht.
Vorteile
- Integrierte Rumpftanks und eine Kraftstoffkapazität von 212 Gallonen für Langstreckenfahrten
- Handlaminierte Schotten und Einbauten sorgen für einen strukturell einheitlichen Rumpf
- Wasserdichtes Vorschiffsschott und verstärkte Bug- sowie Kielvorderkante
- Markenreifes Deck-Rumpf-Verbindungselement mit Anti-Drehbolzen-Detail
- Praktischer Zugang zum Steueranlage und Maschinenraum durch die Backskiste
Nachteile
- Leichtwindleistung ist keine Stärke
- Rollgroßsegel mit Mastfurlung bei neueren Modellen opfern Segelleistung






