Design und Konstruktion
Lapworth verlieh der Cal 25 einen Löffelbug, ein Heck mit Heckspiegel und ein durchgehendes, bis ganz nach vorn reichendes Glattdeck – ein Flugzeugträger-Profil, das eher als funktional denn dekorativ wirkt. Der Rumpf ist aus massivem GFK, das von Bootsbauern und späteren Rezensenten gleichermaßen als dick und unverwüstlich beschrieben wird – ein Produkt der frühen Tage des Materials, als noch niemand wusste, wie lange es halten würde. Der massivglasverstärkte Rumpf macht selten Probleme. Was nicht massiv war, waren das Deck und der Spiegel, die beide mit Sperrholzkern gebaut wurden; diese Bereiche sind die Schwachstellen der Struktur. Das Boot trägt 1.700 Pfund Bleiballast in einem Flossenkiel, was zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42,5 Prozent führt. Mit einer Verdrängung von 4.000 Pfund und einer Breite von 8 Fuß fällt sie damit fest in die Kategorie der lebhaften kleinen Regattaboote und nicht in die der träge Fahrtenyachten. (1)
Rigg und Seeverhalten
Als Masttoppslup trägt die Cal 25 kein übermäßiges Segelfläche, und Tester stellten fest, dass dies verhindert, dass sie bei einer unerwarteten Böe umkippt. Ihre Segelfläche beläuft sich auf etwa 286 Quadratfuß, und das moderate Segel kombiniert mit dem Spatenruder und dem Flossenkiel ergibt eine PHRF-Einstufung von rund 222. SpinSheet befand sie als respektablen Regattaklassenboot, das schnell einen guten Ruf in den Revieren erwarb. Die Einheitsklassen-Flotten in den USA bestätigen, dass das frühe Boot zumindest als Konkurrent so erfolgreich war wie die später entwickelte, höhergebaute Cal 2-25 von 1977 nie. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist die Cal 25 für Wochenendtörns geeignet, aber weniger für lange Passagen. Sie bietet Schlafplätze für vier Personen und eine geräumige Plicht, die Platz für sechs Personen auf den Bänken bietet. Eine Stehhöhe ergibt sich erst bei hochgeklapptem Pop-Top – was alles über die Priorität des flachen Regattadecks aussagt. Ein Fahrteninterieur war ein fester Bestandteil der Konzeption – Lapworth und Jensen positionierten das Boot von Anfang an als Renn- und Fahrtenyacht –, aber die Unterbringung ist funktional und nicht großzügig. (2)
Bekannte Schwachstellen
Das Deck und der Spiegel mit Sperrholzkern sind Problemzonen bei diesen Booten. Bei vielen älteren Rümpfen musste das Decks-Sperrholz erneuert und ein Querträger unter dem Mastfuß angebracht werden. Der feste Rumpf darunter ist nicht das Problem; die Überwasserschiffe mit Kern sind es. Flickel sind ein weiteres bekanntes Problem dieser Klasse, und ein Käufer sollte damit rechnen, dass beide Punkte bei einer ehrlichen Besichtigung eines unrestaurierten Exemplars auftauchen. (2)
Eignerschaft
Die Cal 25 bleibt sehr erschwinglich und relativ günstig im Unterhalt – genau das macht sie für Segler attraktiv, die knapp bei Kasse sind oder sich verkleinern möchten. Ein gut ausgestattetes Exemplar kann für überschaubare Geldbeträge erworben werden, und die Einfachheit der außenbordgetriebenen, festrumpfigen Einheitsklasse hält die Wartung für Erstbesitzer gut überschaubar.
Das Fazit
Die Cal 25 ist eine echte frühe Regatta-/Fahrtenyacht, die sich zu einem vernünftigen und unterhaltsamen Einstieg in das Segeln mit Kielbooten und den Einheitsklassen-Regattasport entwickelt hat. Der Rumpf ist solide; das Deck ist das Projekt.
Vorteile
- Dicker, solider GFK-Rumpf, der selten Probleme bereitet
- Lebendiges, gutmütiges Rigg, das sich nur schwer übersegeln lässt
- Aktive Einheitsklassen-Regattafelder in den USA
- Günstiger Anschaffungspreis und geringe Wartungsaufwände
Nachteile
- Das Sandwichdeck und der Spiegel mit Sperrholzkern neigen zu Fäulnis und müssen regelmäßig erneuert werden
- Decksleisten sind ein bekanntes Problemgebiet
- Stehhöhe nur bei hochgeklapptem Pop-Top
- Ältere Boote benötigen oft Arbeiten an der Maststütze







