Design und Konstruktion
Der Konstrukteur Rob Ball entwarf die C&C 34+ für C&C Yachts und zählte sie zu seinen besten Werken. Die 34+R erbte diese Stammbaumlinie als Regatta-Version mit tieferem Kiel, höherem Rigg und einer größeren Steuerrad. Während die Standard-C&C 34+ ein biaxiales GFK-Kevlar-Hybridlaminat mit einfallendem Glasfaser-Einsatz in den hochbelasteten Bereichen und einen Hydrex-Isophthals-Gelcoat verwendete, verliert die R-Variante im Vergleich zur 34+ 1.500 Pfund, um das Ansprechverhalten zu schärfen. Der Flossenkiel mit hoher Streckung wurde mit einer neuen Spitzenausführung versehen, um den Auftrieb zu erhöhen, ohne den Widerstand zu steigern – eine bewusste, regattageschriebene Optimierung und keine rein kosmetische Änderung. Die C&C 34+R sollte nicht mit der beliebten C&C 34 verwechselt werden, die 1977 entworfen und von der 496 Exemplare gebaut wurden; die R ist ein jüngeres, leichteres und gründlich neu konzipiertes Boot. (1)
Rigg und Handhabung
Das Endbaum-Schotsystem platziert den Traveller der Großschot direkt vor dem Steuerrad – eine Aufteilung, die aus der Regatta-Konfiguration des R übernommen wurde, um die Sicht auf das Rad frei zu halten und die Kontrolle über das Großsegel direkt zu gestalten. Der tiefere Kiel und das höhere Rigg verleihen der 34+R ihre Vorteile am Wind und auf raumen Kursen, während die Pinne die Verbindung zwischen dem Steuermann und einem Rumpf herstellt, der in Beschreibungen jener Ära als schnell und zielstrebig auf der Regattabahn gilt. Der intern montierte Ruderschaft verläuft durch den Plichtboden, wobei das Ruderquadrant darauf montiert ist und mit einer Wartungsklappe für den Service ausgestattet ist – ein praktischer Detail, das die Verbindungsmechanik des Spatenruders zugänglich hält, ohne dass man das Boot zerlegen muss.
Unterbringung
Treue zum Konzept: Die 34+R bietet eine eher regattaorientierte Kabinenaufteilung als die eher auf Fahrttauglichkeit ausgelegte Plus-Variante. Etwa 30 Regatta-Versionen verließen die Form mit XL-Inneneinrichtung. Von den 94 Booten, die C&C Yachts aus dieser Form gebaut hat, waren 55 Plus-Modelle, der Rest verteilte sich auf Regatta-Versionen. Das Interieur der R ist also das seltener vorkommende, rein funktional konstruierte Ende der Produktionsreihe. Die Plicht ist der Crew vor dem Salon zugewandt, und die Kabine spiegelt ein Boot wider, das in erster Linie gesegelt werden soll.
Das Fazit
Die C&C 34+R ist eine fokussierte Regatta-/Fahrtenyacht, die Segler belohnt, die Leichtigkeit, einen hohen Flossenkiel und direktes Ruderfeedback über viel Komfort im Salon stellen. Ihre Konstruktion und der Zugang zum Steuerstand zeigen durchdachte Ingenieurskunst, und ihre Seltenheit innerhalb der 34+-Familie macht ein gepflegtes Exemplar zu einem Boot, das man sich ansehen sollte. Der Kompromiss sind eine schmalere Kabine und das Problem mit dem Fäkalientank, das aus dem Schwesterboot übernommen wurde.
Vorteile
- 1.500 Pfund leichter als die 34+ für eine schnellere Beschleunigung
- Flossenkielspitze mit hoher Streckung, konzipiert für mehr Auftrieb bei gleichzeitig geringem zusätzlichem Widerstand
- Pinnensteuerung mit regattaorientierter Plicht und Endbaum-Schotsführung
- Wartungszugang zum Steuerquadranten auf dem Ruderschaft
Nachteile
- Die eher regattaorientierte Kabine schränkt den Komfort beim Fahrtensegeln im Vergleich zur 34+ ein
- Der Fäkalientank ist für einige Eigner möglicherweise unterdimensioniert









