Design und Konstruktion
Der überwiegend aus handaufgelegtem GFK gebaute C&C 34 mit Balsaholz-Sandwichdeck und Holzverzierungen spiegelt den Ansatz von C&C Ende der 1970er Jahre wider, als Robert W. Ball Chefkonstrukteur des Werftbetriebs war. Der Rumpf ist ein Einrumpfboot mit einem moderaten Flossenkiel und einem ausgewogenen Spatenruder (intern montiert). Neben dem festen Flossenkiel wurde auch eine optionale Version mit kurzem Kiel und Schwert angeboten, die Käufern eine Variante mit geringerem Tiefgang ermöglichte, ohne die von Ball definierte Leistungsgrenze zu verlassen. Das Sandwichdeck aus Balsaholz hält das Gewicht hoch und sorgt dort für hohe Steifigkeit, wo es benötigt wird. (1)
Rigg und Seeverhalten
Als Masttoppslup getakelt, verfügt die C&C 34 über einen Segelplan, der in Kombination mit einem feinen Vorschiffseintritt und einem effizienten Kiel den Ruf genießt, am Wind hervorragende Leistungen zu erbringen. Unter Segeln ist sie bei leichtem bis mäßigem Wind lebendig, und bei stärkerem Wind und schwerer See bleibt sie ausgewogen, obwohl sie im Vergleich zu schwereren Fahrtenyachten ähnlicher Größe etwas ranker sein kann. Vor dem Wind läuft sie gut kursstabil, belohnt aber aktiven Trimm. Das PHRF-Regattaverhältnis von 105, mit einem Maximum von 117 und einem Minimum von 93, positioniert sie fest im Rahmen der Clubregatten ihrer Ära. Die Flossen-und-Spaten-Konfiguration sorgt für eine direkte Ruderantwort. (1)
Unterbringung
Die Innenraumaufteilung bietet typischerweise eine V-Koje im Vorschiff, einen Salon mit gegenüberliegenden Sofakojen, eine kompakte Pantry und eine separate Nasszelle. Diese Anordnung entspricht dem zweifachen Konzept, ohne zu versuchen, eine moderner Fahrtenyacht mit maximiertem Volumen nachzueifern: Das Boot wurde um ein agiles Segelverhalten und sportliche Regattaeigenschaften herum konstruiert, und die Unterkünfte wirken eher wie eine durchdachte Ergänzung für das Fahrtensegeln als der primäre Gestaltungsauslöser.
Bekannte Schwachstellen
Häufig berichtete Probleme sind Feuchtigkeit im Deckskern im Bereich der Püttinge und Decksbeschläge, was typisch für die Balsaholzkern-Bauweise ist, wenn sie nicht sorgfältig abgedichtet wurde. Ältere Boote weisen gelegentlich Anzeichen von Osmoseblasen im Gelcoat des Rumpfes auf. Der originale Einbaudiesel – oft ein Universal oder Yanmar – muss je nach Betriebsstunden und Wartung eventuell überholt oder ausgetauscht werden. (1)
Refits und Eignerschaft
Ein häufiges Upgrade durch Eigner ist der Austausch des ursprünglichen festen Zweiblattpropellers gegen ein Modell mit Falt- oder Drehflügelpropeller zur Verbesserung der Geschwindigkeit bei leichtem Wind – ein sinnvoller Schritt, da der Rumpf ohne Widerstand sehr agil reagiert. Ansonsten sind die Systeme des Bootes unkompliziert, und die große Zahl gebrauchter Boote auf dem Markt bedeutet, dass jeder Kauf eher eine Frage des Zustands als der Seltenheit ist.
Das Fazit
Die C&C 34 ist ein Entwurf von Robert Ball aus den späten 1970er Jahren, der Segler belohnt, die direktes Rudergefühl und Präzision am Wind über reine Innenraumfläche stellen. Sie ist bei leichtem Wind schnell, ausgewogen, wenn es windig wird, und hervorragend für Clubregatten mit Ausflügen auf raumen Kursen geeignet. Die Einschränkungen sind typisch für diese Konstruktion: Balsakern-Pools erfordern dicht schließende Beschläge, und ältere Rümpfe sollten vor dem Kauf einer genauen Gelcoat-Schadensinspektion unterzogen werden.
Vorteile
- Feiner Vorschiffseintritt und effizienter Kiel machen sie am Wind hervorragend
- Schnell und lebhaft bei leichtem bis mäßigem Wind, ausgewogen bei stärkeren Bedingungen
- Die optionale Kielschwert-Version erweitert den Revierbereich im Flachwasser
- Einfaches, zweckmäßiges Layout, das sowohl für Regatten als auch für das Fahrtensegeln geeignet ist
Nachteile
- Das Deck mit Balsakern ist an den Beschlägen anfällig für Feuchtigkeit
- Leicht im Vergleich zu schwereren Fahrtenyachten ähnlicher Länge
- Der originale Diesel muss je nach Wartungshistorie eventuell überholt werden
- Ältere Rümpfe können Osmoseblasen im Gelcoat aufweisen









