Design und Konstruktion
Mulls Handschrift ist bei diesem Boot deutlich zu erkennen, das das DNA der Newport 30 nach vorn in einen moderneren Rumpf trägt. Die 31 ist überwiegend aus GFK gebaut und wurde von Gary Mull entworfen. Sie verfügt über einen festen Flossenkiel und ein intern montiertes Spatenruder. Ein optionaler Flachkiel mit geringem Tiefgang war für Käufer erhältlich, die das Segeln im Schutz der Küste dem absoluten Leistungspotenzial am Wind vorzogen. Capital Yachts, die in Kalifornien ansässige Werft, die 1971 von Jon Williams und Bill Smith gemeinsam gegründet wurde, nachdem sie die Formen der Newport von Elgin National Industries übernommen hatten, produzierte die 31 ab 1987 unter der Marke Lindsay Plastics/Capital Yachts Inc. Das Modell ist heute nicht mehr in Produktion, obwohl kein Endjahr angegeben ist. (1)
Rigg und Handhabung
Die Newport 31 ist als Masttoppslup getakelt, dieselbe Grundkonfiguration wie die Newport 30, hier jedoch für einen etwas größeren Segelplan abgestimmt. Mit einer Segelfläche von 447 Quadratfuß und einer Verdrängung von 8.500 Pfund liegt ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) mit 17,17 im Bereich der moderaten Leistung und nicht in der Kategorie der federleichten Regattaboote. Das PHRF-Regattahandicap von 180, wobei sowohl das Maximal- als auch das Minimalhandicap bei 180 liegen, deutet auf eine eng beieinanderliegende Bewertung unter den begutachteten Booten hin – ein Zeichen für eine konsistente Rumpf- und Rigg-Konfiguration in der gesamten Klasse und keine großen Unterschiede durch unterschiedliche Eigner. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 30,59, unterstützt durch 2.600 Pfund Bleiballast, verleiht ihr ein Stabilitätsprofil, das sich ideal für Küstentörns mit gelegentlichen Regatta-Ambitionen im Club eignet. (1)
Unterbringung und Einsatzzweck
Einfach als kleines Freizeit-Kielboot eingestuft, wurde die Newport 31 für den amerikanischen Küstensegler konzipiert, der eine Stufe über die kleineren Newport-Modelle aufsteigen wollte, ohne sich sofort in einen reinen Blauwasser-Rumpf zu investieren. Die Breite von 10,5 Fuß und der Standard-Tiefgang mit Flossenkiel sorgen am Steg für ein geräumiges, aber dennoch handliches Boot. Mulls Weiterentwicklung der Newport 30 von 1968 zu dieser Version von 1987 deutet eher auf eine Verfeinerung des Innenraumvolumens und der Ästhetik des Überwasserschiffs als auf einen kompletten Neuentwurf hin. Damit schließt die 31 nahtlos an die Linie pragmatischer Regatta-/Fahrtenyachten an.
Das Fazit
Die Newport 31 ist eine solide, von Mull entworfene Weiterentwicklung der Newport 30, die 1987 von Capital Yachts mit einem GFK-Rumpf, Flossenkiel und Spatenruder gebaut wurde. Ihr kompakter PHRF-Wert von 180 und moderate Leistungsratios kennzeichnen sie als stabile, berechenbare Fahrtenyacht für das Küstensegeln und Regatten, weniger als Spezialboot.
Vorteile
- Gary-Mull-Design-Abstammung von der bewährten Newport 30
- Geringe PHRF 180, die für konstante Klassenergebnisse spricht
- Optionale Flachkiel-Variante für unterschiedliche Reviere
- Bleiballast mit moderatem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 30,59
Nachteile
- Kein genaues Endjahr der Produktion angegeben, lediglich als „nicht mehr in Produktion“ gekennzeichnet
- Mangelnde spezielle Hochsee-Eignung im Vergleich zu größeren Entwürfen von Mull










