Design und Konstruktion
Farrs Linien entwarfen einen Rumpf mit einer LOA von 35,1 Fuß, einer Breite von 11,5 Fuß und einem Tiefgang von 7,2 Fuß bei der tiefen Version – letzterer setzte sich beim auf Fahrt ausgelegten Modell gegen einen Standardkiel von 5,9 Fuß durch. Der hintere Teil der Cockpitsitze sind leicht zu öffnende Backskisten, die das Cockpit zu einem effizienten T-förmigen Layout erweitern und reichlich Platz für die Crew bei Regatta-Einsätzen bieten, während das Boot mit eingebauten Sitzen wie eine herkömmliche Fahrtenyacht wirkt. Die Teak-Gänge an der Kante bieten festen Halt beim Arbeiten auf raumen Kursen, stellen jedoch für Segler, die außen hängen, eine unpraktische Behinderung dar. Unter Deck ist der Innenausbau aus Afrikanischem Mahagoni mit gleichmäßig aufgetragenem Kirschholz-Lack und hochwertiger Lackierung ausgeführt – ein deutlicher Schritt über den rein funktionalen Interieurs vieler Dual-Purpose-Boote. (1)
Rigg und Handhabung
Das Steuerhorn wird von einer erhöhten und verlängerten Travellerschiene vor dem Rad bedient, was reichlich Travellerweg für das Großsegel ermöglicht, ohne den Steuermann einzuschränken. Eingegossene Fußstützen sind sowohl für den Rudergänger als auch für die Crew an Deck vorn vorhanden. Für Eigner, die ein reines Regattamodell suchten, konnte das Boot mit einem Aluminium-Sparcraft-Rigg mit drei Salingen, Navtec-Stabrigg, einem Tuff Luff-Vorstagsystem und Spinnaker-Ausrüstung mit einem Carbonmast ausgestattet werden – eine Konfiguration, die einen erheblichen Aufpreis gegenüber dem Basispreis bedeutete. Die tiefe Kielvariante mit 7,2 Fuß (ca. 2,20 m) war der Regatta-Tiefgang im Vergleich zum Standardkiel von 5,9 Fuß (ca. 1,80 m).
Unterbringung
Unter Deck unternimmt die First 36.7 einen echten Versuch des Fahrtenkomforts, ohne das Regatta-Konzept aufzugeben. Zwei gegenüberliegende Achterkabinen bieten große Doppelkojen, Kleiderschränke und Schallschutztüren. Die V-Koje im Vorschiff ist für zwei durchschnittlich große Erwachsene eher knapp bemessen, eignet sich aber gut für Kinder. Die Pantry verfügt über eine angemessene Arbeitsplatte mit tiefen Schubladen (3 Zoll) und einer vollwertigen Navigationsecke an Steuerbord, während die Nasszelle im Vorschiff ausreichend groß dimensioniert ist. Ein abnehmbarer Esstisch ermöglicht es, den Salon beim Regattasegeln zu öffnen und gleichzeitig einen praktischen Wohnraum für Küstenfahrten zu erhalten.
Das Fazit
Die First 36.7 ist eine durchdachte Renn- und Fahrtenyacht, die beide Rollen ohne Kompromisse ausfüllt. Farrs Rumpf und das konfigurierbare Cockpit ermöglichen ihr den Wechsel zwischen Einheitsklassenregatten und Wochenendtörns, während der Innenraum – insbesondere die beiden Achterkabinen und die tiefe Pantry mit Backskiste – echte Fahrtensegler-Qualitäten zeigt. Die Teak-Gürtelliste und das lackierte Mahagoni sind zeitgemäße Akzente, die das Auge erfreuen, auch wenn die Reling selbst für ein ausreitendes Crew-Mitglied kein Freund ist.
Vorteile
- Schnelle Regatta-/Fahrtenyacht mit einem Segelplan von 655 Quadratfuß und Entwicklung unter der Einheitsklasse-Regelung
- Leicht zu öffnende Backskisten im Cockpit schaffen ein echtes T-förmiges Regattacockpit
- Zwei Achterkabinen mit Doppelkojen, Kleiderschränken und Privatschotten
- Großer Navigationstisch und tiefer Schrank für die Pantry zum Fahrtensegeln
- Optionale tiefe 7,2-Fuß-Kielschwert oder Standard-5,9-Fuß-Kiel je nach Revier
Nachteile
- Die Teak-Salingen behindern das komfortable Ausreiten nach außen
- Die Vorschiffskoje ist für zwei durchschnittliche Erwachsene minimal dimensioniert
- Das vollständige Regattagrät und die Spinnaker-Ausrüstung waren im Vergleich zum Basismodell deutlich teurer




