Design und Konstruktion
Der Rumpf der First 265 ist aus massivem GFK mit einem festen GFK-Deck, und sie läuft auf einem außen angebolzten Bleikiel mit einem Tiefgang von 4 Fuß 2 Zoll. Der Spiegel ist als formschöne Badeplattform ausgeführt, wobei die Badeplattform 9 Zoll über dem Wasser liegt und ein kleiner Lippe des Spiegels noch unter Wasser hervorragt. Der Zugang zu dieser Plattform ist mit einer einzigen Seereling und einem Pelikanhaken abgesichert, und die niedrigen Relingleitern befinden sich auf einer Höhe, die Tester als stolpergefährlich beschrieben haben – ein Detail, das am Steg wichtiger ist als auf See. Im Inneren ist die Kabine mit lackierten Kirschholz-Schotten und -Leisten über einem vollständigen Teakboden ausgestattet, ergänzt durch praktische dunkelgrüne Samtbezüge und acht öffnende Luken sowie eine vordere Luke für Licht und Luft; Fensterläden für die Luken sind Standard, jedoch nicht an den Luken selbst montiert. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Slup-Rigg führt den Mast an Deck über eine Kompressionsstütze in der Kabine, und der Mast ist auf einem Scharnier montiert, sodass er bei Brücken, Trailerrampe oder für Wartungsarbeiten abgesenkt werden kann – obwohl Beneteau darauf hinwies, dass das Absenken nicht ohne Seitenschlinger erfolgen sollte. Ein verstellbares geteiltes Achterstag ermöglicht es dem Steuermann, die Mastbiegung anzupassen, während die Genuaschoten über Schotklemmen auf C-förmigen Aluminium-Cabintop-Schienen geführt werden, die gleichzeitig als Handläufe dienen. Der Traveller der Großschot kann nicht nach vorn verschoben werden, da das Niedergangsdach weit über die Mitte des Baums hinausreicht. Eine Standardpinne hält das Cockpit einfach, und Lewmar-Winschen – einstufige #16 Selbstholer – bedienen die Schoten. Unter Segeln beschleunigt der leichtere Rumpf schnell; bei einem Test mit 15 Knoten starker Brise und Böen von 20 Knoten unter Vollzeug krängte sie hoch am Wind nicht mehr als 25 Grad, und Tester bewerteten sie als das schnellere Boot bei starkem, wechselndem Wind. Ihre PHRF-Einstufung beträgt 168. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Aufteilung auf ein Paar mit Gästen ausgerichtet. Eine große Doppelkoje achtern misst 60 mal 77 Zoll und ist so orientiert, dass man parallel zum Kiel schläft; im Vorschiff ist die V-Koje 88 Zoll lang, verjüngt sich von 76 Zoll im Heck auf 19 Zoll am Bugende, und der Tisch lässt sich ohne Umstände absenken. Die Nasszelle befindet sich gegenüber der Pantry, die durch eine kleine, flache Arbeitsfläche am Navigationstisch zusätzlichen Platz für das Spülbecken gewinnt. Der Stauraum ist ein starkes Plus: Drei separate Kleiderschränke inklusive einer offenen Einheit in der Nasszelle sorgen für reichlich Platz, und das Boot bietet mehr Staufächer als die Catalina 270. Die Sitze in der Plicht sind mit geneigten Rückenlehnen und integrierten Handläufen gestaltet, und am Steg finden bis zu sieben Personen Platz. Die Niedergangstreppe im Spiegel ist drei Stufen breit mit 8-1/2 Zoll Breite und nur 1-1/4 Zoll tiefen Sprossen, die durch das Flachziehen eines Edelstahlrohrs entstanden sind.
Antrieb und Systeme
Der Standardmotor ist ein Einzylinder-Volvo mit 9 PS und 26 Kubikzoll Hubraum, einkreisgekühlt, eingebaut in eine Sperrholzkiste, die mit weicher Schaumstoffeinlage gepolstert ist. Der Zugang zum Motor und zum Wellenschutz war bei dem Testboot sehr gut. Beneteau bot in den 1990er Jahren, als das Design auf den Markt kam, auch eine Außenborder-Version des 265 an. Die Tankkapazitäten sind bescheiden: ein Wassertank mit 16,25 Gallonen und ein Fäkalientank mit 11,5 Gallonen. Der kardanisch aufgehängte zweiflammige, nicht-druckfähige Spirituskocher ist ausreichend, spiegelt aber das minimalistische Konzept des Bootes für das Fahrtensegeln wider.
Das Fazit
Die First 265 ist eine agile, gut verarbeitete kleine Regatta-/Fahrtenyacht, die in Bezug auf Kabinenraum und Stauraum weit über ihre Länge hinausragt, mit einem Rumpf, der beschleunigt und bei Wind aufrecht bleibt. Der Eisenballast, die bescheidenen Tankkapazitäten und die Einheitswinschen kennzeichnen sie als Daysailer und Weekender und weniger als Langstrecken-Fahrtenyacht. Zudem erfordern die gefährlichen Seerelinge und die schmale Heckplattform-Schaukel das übliche Maß an Decksgeschick beim Eigner.
Vorteile
- Schneller, leichter Rumpf mit gutem Am-Wind-Winkel und einem PHRF von 168
- Großzügige Kojen und drei Kleiderschränke mit führender Stauraumkapazität in der Klasse
- Lackierter Innenausbau aus Kirsche und Teak mit acht zu öffnenden Luken
- Sehr guter Zugang zum Motor und dem Wellenlager
Nachteile
- Niedrige Seereling auf Stolperhöhe und ein schmaler, 1-1/4-Zoll breiter Handlauf der Heckleiter
- 9 PS großer, einkreisgekühlter Volvo, der als weniger effektiv am Wind als ein vergleichbarer Konkurrenzmodell gilt
- Geringe Fassungsvermögen von Wassertank und Fäkalientank für längere Aufenthalte










