Design und Konstruktion
Beneteau baute die First 25 im Monolith-Polyester-Verfahren für Rumpf und Deck, wobei das Deck eine laminierte Struktur ohne Delaminationsrisiko aufweist. Finots Vorgabe stellte Sicherheit bei der Konstruktion und im Betrieb sowie Manövrierbarkeit an die Spitze des Entwurfs, gepaart mit dem Ziel eines schnellen und gut zu steuernden Bootes. Die Versionen mit Festkiel und Hubkiel teilen sich einen Rumpf, den die Werft in zwei verschiedenen Formen anbot – es gab keine Kielschwert-Variante von Bénéteau. Mit einer Länge über alles von 7,50 Metern und einer Verdrängung von 1.800 kg liest sich die Yacht eher als kompakte, aber solide Familienyacht denn als reiner Regattakreuzer.
Rigg und Handhabung
Die First 25 verfügt über eine großzügige Segelfläche und zeigt ihren wahren Charakter, wenn der Wind zunimmt. In ihrer Ausgabe von Mers et Bateaux beschrieben die Redakteure das Boot als lebendig und beruhigend, wenn der Wind auffrischt, und merkten an, dass es sehr gut mit Kabbelwasser umgeht. Der Rumpf bringt angeblich all seine Qualitäten bei 15 bis 20 Knoten Wind zum Vorschein, und das Modell mit Hubkiel ist genauso effizient wie die Version mit Festkiel, sogar etwas schneller. Eine vierköpfige Crew kann in der Plicht arbeiten, ohne sich gegenseitig im Weg zu stehen, und die breiten, freien Seitendecks machen den Weg zum Vordeck einfach. (1)
Unterbringung
Die Plicht ist sehr geräumig und tief, mit komfortablen Sülls, die dem Steuermann hervorragenden Halt bieten, und zwei großen Backskisten, in denen sich Festmacher, Fender, ein Beiboot und mehr verstauen lassen. Unter Deck nimmt der Salon die gesamte Breite des Bootes ein, wobei die Stehhöhe 1,75 m beträgt und unter der Luke auf 1,80 m ansteigt. Eine Seite der Sofakojen lässt sich zu einer bequemen Doppelkoje umbauen, während ein kleiner Kartentisch am Fuße des Niedergangs praktisch ist. Eine L-förmige Pantry und eine Nasszelle mit Waschbecken trennen den Salon von einer vorderen Doppelkoje, die sich ideal für Kinder eignet. Schränke verlaufen an beiden Seiten, und im Nassbereich befindet sich ein kleiner Kleiderschrank. Eine Achterkabine gibt es nicht.
Bekannte Schwachstellen und Wartungshinweise
Einige strukturelle Punkte sind für jeden Käufer oder Refitter von Bedeutung. Der Spiegel muss verstärkt werden, wenn eine Winschkurbel-Plattform nachgerüstet wird, und bei den Versionen mit Hubkiel sollten die Bodenwrangen inspiziert werden. Die Kielbolzen oder der Hubkiel-Mechanismus sollten selbstverständlich überprüft werden. Ab Werk konnte das Boot mit einem Einbaumotor unter dem Cockpit oder mit einem Außenborder in einem speziellen Wellenschacht am Heck geliefert werden, was den Eignern eine einfache Wahl bei der Motorisierung ermöglichte. (1)
Das Fazit
Die First 25 ist eine charaktervolle kleine Fahrtenyacht, die Familienkomfort mit echtem Segelspaß ausbalanciert. Finots Rumpf läuft bei leichtem Wind gut, das Deck ist gut nutzbar und der Innenraum nutzt seine 7,5 Meter intelligent. Die Option mit Hubkiel erweitert die Reviergrenzen, und die solide Polyester-Bauweise macht Sorgen über Sandwich-Konstruktionen überflüssig.
Vorteile
- Lebendiges, beruhigendes Handling bei 15–20 Knoten Wind mit guter Kabbelwasser-Toleranz
- Geräumige, tiefe Plicht mit sicheren Haltewinkeln und einfachem Zugang zum Vordeck
- Salon über die gesamte Breite mit praktischen Umbauten und cleverer Stauraumlösung
- Monolithischer Polyester-Rumpf und -Deck ohne Delaminationsrisiko
Nachteile
- Keine Achterkabine; die Vorschiffskoje eignet sich am besten für Kinder
- Modelle mit Hubkiel erfordern eine Überprüfung von Bodenwrangen und Mechanismus
- Der Spiegel muss verstärkt werden, um den Anschlag der Ankerwinde zu ermöglichen









