Design und Konstruktion
Finots Rumpf kombiniert einen modernen Flossenkiel mit einem 7/8-Slup-Rigg, und viele Exemplare werden über ein am Spiegel aufgehängtes Ruder gesteuert. Der GFK-Rumpf und die solide Bauweise liegen unter einer großen Breite, die dem 26-Fuß-Boot mehr Innenraumvolumen bietet, als es seine Länge allein vermuten lassen würde. Der moderate Ballast sorgt dafür, dass das Boot stabil läuft, ohne träge zu wirken. Eine Schwenkkiel-Variante wurde für flachere Ankerplätze angeboten, bei der man etwas Stabilität gegen Zugang zu flacherem Wasser eintauscht. Das Gesamtpaket liest sich eher wie das eines Küstenseglers als das einer schweren Fahrtenyacht.
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Rigg ist das Herzstück des benutzerfreundlichen Charakters des Bootes. Durch den Platzierung des Vorstags auf halber Masthöhe erleichtert das Rigg die Segelhandhabung und ermöglicht eine effiziente Trimmbarkeit der Segelformen. Gleichzeitig werden die Luvgierigkeit und die Krängungswinkel reduziert, sodass das Boot gut ausgewogen auf dem Ruder liegt. Diese Eigenschaften machen die First 26 zusammen mit ihrer überschaubaren Größe und dem Segelplan auch für Einhand- oder kleine Crews leicht zu handhaben. Die Rezension von Sailboat Guide weist darauf hin, dass das 7/8-Rigg die Luvgierigkeit und die Krängungswinkel verringert, was erklärt, warum Testsegler sie wendig und agil empfinden. (1)
Leistung
Auf dem Wasser bietet die First 26 eine gute Anfangsstabilität und einen Rumpf, der bei leichtem bis mäßigem Wind hervorragend segelt. Sie läuft gut Höhe und belohnt einen aufmerksamen Trimmer. Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis deutet auf lebendige Leistung hin, und die angegebene Rumpfgeschwindigkeit von etwa 6,5 Knoten ist bei entsprechendem Wind problemlos zu erreichen. Sie segelt sich hervorragend im Küstenbereich und eignet sich am besten für Küstentörns und Tagestouren als Boot für Blauwasserpassagen auf See – sie ist gebaut, um Bucht für Bucht zu schlängeln, nicht Ozeane zu überqueren.
Unterbringung
Unter Deck bietet die First 26 eine praktische, aber bescheidene Unterkunft, die im Allgemeinen vier Schlafplätze bietet: eine V-Koje im Vorschiff und Sofakojen im Salon. Die Innenraumaufteilung ist ergonomisch und nutzt den Raum, den die große Breite bietet, effizient, aber die Stehhöhe ist begrenzt. Die Pantry und die Nasszelle sind einfach, aber funktional ausgestattet. Komfort für längere Törns ist minimal – ein fairer Kompromiss für die Einfachheit des Bootes und seinen Fokus auf Küstenfahrten.
Sicherheit und Decksausrüstung
An Deck gehören zu den Sicherheitsmerkmalen stabile Seereling und gute rutschfeste Decksbeläge – beides ist bei einem kleinen Boot wichtig, das zum Segeln mit kleiner Crew einlädt. Die zuverlässige Steuerung – oft über das am Spiegel aufgehängte Ruder – ergänzt einen Decksplan, der Bewegungen bei Wind sicher und kontrolliert ermöglicht.
Das Fazit
Die First 26 ist eine gut durchdachte kleine Fahrten- und Regattayacht, die für Küstenspaß weit mehr Leistung bietet, als man anhand ihrer Länge erwarten würde. Finots 7/8-Rigg und der breite Rumpf machen sie zugänglich für Segelanfänger und gleichzeitig lohnend für alle, die es lieben, das Segelprofil zu trimmen und hoch am Wind zu segeln. Der Innenraum ist ehrlich in seinen Grenzen: Gut genug für Wochenenden, aber spartanisch bei Komfort für längere Aufenthalte. Es ist ein Boot zum Genießen im Küstenrevier, kein Globetrotter.
Vorteile
- Agiles, direktes Handling mit einfachem Segelkontrollverhalten durch das 7/8-Rigg
- Gute Anfangsstabilität und hervorragende Leistung beim Kreuzen bei leichtem bis mäßigem Wind
- Große Breite sorgt für einen effizienten, ergonomischen Innenraum für vier Personen
- Einfache, einhandfreundliche Aufteilung mit robustem Sicherheitsausrüstung
Nachteile
- Eingeschränkte Stehhöhe und eine einfache Pantry/WC für längere Törns
- Minimaler Komfort und ungeeignet für Offshore-Passagen
- Bescheidene Unterkünfte schränken längere Reisen ein







