Design und Konstruktion
Die Rumpfform der 46 zeigt feine Vorschiffe, einen muskulösen Mittelteil und eine weit nach achtern getragene Breite – ein Bruch mit früheren Beneteau-Fahrtenyachten, der das Profil durch schmale Rumpfluken und riesige Fenster optisch verlängert und absenkt. Das Deck selbst ist lang, niedrig und aerodynamisch geformt. Unter der Wasserlinie wurden hochgezogene Hecklinien gezeichnet, um den Widerstand des schweren Achterschiffs bei leichtem Wind zu minimieren, während eine lange Wasserlinie und ein überdurchschnittlicher Prismen-Koeffizient für reduzierte Wellenbildung bei Geschwindigkeit sorgen. Der Kiel ist aus Gusseisen statt Blei gefertigt und trägt 6.426 Pfund Ballast – nur etwa ein Drittel der Verdrängung der 46 –, wobei der Standardkiel einen Tiefgang von 5 Fuß 7 Zoll aufweist und ein maximaler Tiefgang von 6,73 Fuß verfügbar ist. Ein großes, tiefes, elliptisches Ruder, das weit achtern positioniert ist, wird mit einer Gitterverstärkung im Laminat und Vinylesterharz kombiniert – Konstruktionsmerkmale, die die Werft über zwei Jahrzehnte hinweg mit kaum Veränderungen beibehielt. (1)
Rigg und Handhabung
Die 46 ist eine 7/8-Slup mit einem an Deck stehenden Mast und einem verkleinerten Vorsegeldreieck – die J-Maßnahme schrumpft auf 16 Fuß 6 Zoll im Vergleich zu den 18 Fuß 3 Zoll der früheren 473 – und die Vorsegel haben ein kleineres Überschneidungsverhältnis von 150 Prozent auf 135 Prozent. Diese Änderungen machen die Fock viel einfacher zu wenden und zu trimmen. Das Rollgroßsegel im Mast war ohne Aufpreis erhältlich. Unter Segeln stellten Testcrew fest, dass sich das Boot hoch am Wind bei etwa halber wahre Windgeschwindigkeit gut einpendelte und mit minimalem Aufwand durch 90 Grad wendete; die Steuerung war unter Segel und Motor präzise und einfach, und die Kursstabilität war hervorragend. Das Ruder wurde von Eignern gelobt als groß, tief und praktisch stallfrei. Unter Motor neigten die flachen Bereiche vor dem Kiel dazu, in großen Wellen mit einem lauten Aufprall zu landen, doch der Rumpf schnitt sanfter durch das Wasser, wenn man bei einer Krängung von 10 Knoten Wind durch Heckwellen segelte. Am Motor lief der getestete Yanmar-Diesel mit 75 PS problemlos über die theoretische Rumpfgeschwindigkeit auf dem Tachometer, ohne die Drehzahl von 2.500 U/min zu überschreiten. Eigner, die bereits bei schwererem Wind gesegelt sind, empfehlen, frühzeitig zu reffen, um das Ruder gut ausbalanciert zu halten. (1)
Unterbringung
Die Chefkonstrukteure von Nauta, Massimo Gino und Mario Pedol, gestalteten den Innenraum aus Moabi-Hartholz – dem charakteristischen, rotbraunen, geradgrätigen afrikanischen Hartholz, das für alle Möbel, Schränke und Schrankfronten verwendet wurde. Das Boot bietet Optionen mit zwei oder drei Kabinen; die Achterkabine ist so geräumig, dass Eigner sie als wohnlich beschreiben. Decksluken und Luken verbinden die großzügigen Hausfenster mit integrierten Öffnungsluken, sodass man überall im Salon einen Ausblick hat. Die Pantry konzentriert sich auf eine mittschiffs liegende Spüle mit S-förmigen Griffen, die gleichzeitig als Handlauf dienen, und beide Nasszellen nutzen eine halbkreisförmige Duschkabine aus blauem Plexiglas, wobei die achtere Kabine über eine geschlossene Duschkabine mit Vorhang verfügt. Die Plicht ist breit und groß, mit einem klappbaren Tisch, der die Plicht in komfortable Sitzbereiche unterteilt, und hohen, geschwungenen Sülls für mehr Sicherheit. Eine breite Brücke trennt die Plicht vom Niedergang, und ein patentierter Steuersitz lässt sich nach oben klappen, um bequem mittschiffs an Bord zu gehen.
Bekannte Schwachstellen und Wartungshinweise
Das Gutachten von Practical Sailor zeigte Verschlüsse und Griffe, die nicht präzise und sicher genug waren, um hohe Punktzahlen zu verdienen, und die laminierten Bodenbretter sollten an den Rändern versiegelt werden, um sie vor dem Anker zu schützen. Die Schlafbereiche sind ohne Schubladen ausgestattet, ein Mangel, den die Rezensenten ausdrücklich kritisierten. Der Motorzugang von der Achterkabine war ausreichend, aber das Öffnen des Backbordpaneels erwies sich als unhandlich und schwierig, und die routinemäßige Wartung sollte eine jährliche Überprüfung der Motorausrichtung einschließen. Dies sind beherrschbare Pflegepunkte und keine strukturellen Mängel. (1)
Das Fazit
Die Beneteau 46 ist eine sorgfältig ausgearbeitete Fünf-Generation-Oceanis, die Berret-Racoupeaus volumenreichen Vorschiffsrumpf mit einem von langfristigem Komfort geprägten Nauta-Innenausbau verbindet. Ihr reduzierter Vorsegeldreieck und das Rollgroßsegel machen das Segeln mit kleiner Crew leicht zugänglich, und die Stabilitätswerte des Bootes – ein positiver Stabilitätsgrenzwinkel von 120 Grad und ein STIX-Score von 40 für die Kategorie A für Hochseefahrten – liegen genau dort, wo sie für eine ernsthafte Fahrtenyacht sein sollten. Die Mängel sind klein und betreffen meist nur den Einbau und den Zugang zu bestimmten Bereichen.
Vorteile
- Breiter Rumpf im Achterschiff für geringeren Widerstand bei Leichtwind und hohes Potenzial im Vorsegeldrag
- Nauta-Innenausbau mit viel Licht, edlem Moabi-Holz und einer wohnlichen Achterkabine
- Leicht zu bedienende 135-Prozent-Genua und kostenloses Mastfurlungssystem
- Kategorie-A-Stabilität und kollisionsunempfindliches, tiefes Ruder
Nachteile
- Ungenaue Verschlüsse und Griffe; keine Schubladen in den Schlafbereichen
- Unhandliches Entfernen des Motorpaneels an Backbord; jährliche Ausrichtungsprüfung empfohlen






