Design und Konstruktion
Robertson & Caine baut den Leopard 46 als GFK-Katamaran mit festen Rümpfen und Deck, Eisenballast und Zwillingskielen mit Spatenrudern. Die gestuften Rümpfe werden mit einem kraftvollen Rigg und einer überlappenden Genua kombiniert, um das zu liefern, was die Werft als hervorragende Segeleigenschaften bei allen Windbedingungen beschreibt. Der Steuerstand wurde einige Zentimeter über der Plicht angehoben, um eine bessere Sicht nach vorn zu ermöglichen. Das Boot ist zudem mit den NMMA- und CE-Zertifizierungen ausgestattet. Leopard verkauft die 46 an Privatkäufer und Charterunternehmen wie The Moorings und Sunsail; berichtet wird, dass für die ersten 50 Einheiten bei der Ablösung der Flotten zu 70 Prozent ein Charteranteil vorgesehen ist. (2)
Rigg und Handhabung
Der Segelplan basiert auf einem verbesserten, aus Aramidfasern laminierten Square-Top-Großsegel von Ullman Sails. Der Mast ist im Vergleich zum Vorgänger um drei Fuß verlängert worden, was die Leistung verbessert und eine Gesamthöhe über der Wasserlinie von 75 Fuß 2 Zoll ergibt. Die Segelfläche am Wind mit der Genua beträgt 1.512 Quadratfuß, und ein Code Zero kann für Kurse vor dem Wind hinzugefügt werden. Testsegler stellten bei einer Probefahrt fest, dass sich die 46 bei 60 Grad scheinbarer Windrichtung stabil mit 6 bis 6,5 Knoten voranbewegte und vor Anker auf Halbwindkursen bei 14 Knoten wahrer Wind konstante Geschwindigkeiten im niedrigen 7-Knoten-Bereich erreichte. Zwei elektrische Winschen sind serienmäßig vorhanden, eine dritte steht zur Verfügung, sodass auch große Segellasten mit einem Knopfdruck bedient werden können. (1)
Antrieb und die Hybrid-Option
Neben den standardmäßigen zwei Yanmar-Dieseln mit 45 bzw. 57 PS bietet die 46 einen hybriden Elektroantrieb, der in Zusammenarbeit mit dem in La Rochelle ansässigen Unternehmen Alternatives Energies entwickelt wurde. Das System nutzt zwei 25-kW-Elektro-Pods, einen 24-kW-Reichweitenverlängerer-Generator und zwei separate 27-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batteriebänke für die Redundanz. Ein 400-Volt-Gleichstrom-Controller namens OneBox steuert 1.600 Watt Glasfaser-Solarpaneele auf dem Bimini, Hydrogenerierung über die 18-Zoll-Ruderpropeller, Landstrom und den Generator; die Werft gibt an, dass der Generator bei 40 Prozent Ladestand automatisch startet. Allein unter Batterie lieferten Tester 7,4 Knoten Geschwindigkeit, und mit laufendem Generator erreichte das Boot bei voller Drehzahl 9,1 Knoten. Eine volle Ladung ermöglicht bis zu vier Stunden reines Segeln im Elektromodus mit 6 Knoten Geschwindigkeit. Die für die Regeneration benötigten Festpropeller erzeugen unter Segel mindestens 1 Knoten Widerstand, was gegenüber den Faltpropellern von reinen Dieselmotoren ein Nachteil ist. (1)
Unterbringung
Die 46 wird mit einer Drei-Kabinen-Aufteilung inklusive einem Technikraum, einer Vier-Kabinen-Version oder fünf Doppelkojen angeboten, jeweils mit eigener Nasszelle. Die Eignerkabine befindet sich achtern im Steuerbordrumpf mit privatem Zugang über eine eigene Treppe, während der Backbordvorschiffsrumpf als Technikraum für Ausrüstung, Büro oder Werkstatt genutzt werden kann. Fünf Kabinen entstehen durch den Verzicht auf die Eignerkabine und die Hinzufügung einer Kajüte mit Über-Unter-Koje mittschiffs. Leopard hat die alten Skipperkabinen im Bug gestrichen. Für mehr Gemeinschaftsraum lässt sich eine vierflügelige Glasschiebetür in den Steuerbordausbau unter dem Steuerrad schieben, um Cockpit und Salon zu verbinden. Ein langer Backbordsitz schließt nahtlos an diesen Raum an, und eine Chaiselongue ist zur Dinette ausgerichtet. Die vordere Pantry bietet einen herrlichen Blick auf das Vordeck, eine charakteristische Eingangstür führt in ein geräumiges vorderes Cockpit, und eine nach vorn gerichtete Navigationsecke an Backbord verfügt über einen breiten Sitzplatz.
Bekannte Schwachstellen
Der einzige Nachteil im durchgegangenen Material ist die Anforderung des Hybrid-Regensystems an Festpropeller, was das Segeltest-Team als mindestens 1 Knoten Segeldruck am Anker festlegte. (1)
Das Fazit
Der Leopard 46 liest sich als durchdachte Weiterentwicklung eines bewährten, aus dem Charterbereich stammenden Katamarans. Er tauscht die Bugkabinen der alten Schule gegen ein flexibles Innenraumkonzept mit drei bis fünf Kabinen und eine wirklich geschützte Einhand-Schaltung ein. Der Hybridantrieb ist eine solide, redundante Installation und keine bloße Option, auch wenn der Widerstand des Festpropellers für Segelpuristen einen echten Nachteil darstellt.
Vorteile
- Geliebte Rümpfe und ein höherer Mast sorgen unter Segeln für hervorragende Leistung bei leichtem bis mäßigem Wind
- Hybridsystem mit separaten Batteriebänken und mehreren Ladepunkten für leises Fahrtensegeln auf Langstrecke
- Flexibles Layout mit drei bis fünf Kabinen, jeweils mit eigener Nasszelle, und einem praktischen Hauswirtschaftsraum
- Schutzhelm und serienmäßige elektrische Winschen erleichtern das Segeln mit kleiner Crew auf See
Nachteile
- Festpropeller mit Hybrid-Regeneration kosten mindestens 1 Knoten Geschwindigkeit unter Segeln






