Design und Konstruktion
Der handaufgelegte Rumpf aus massivem GFK bezieht seine Steifigkeit aus einem internen Gitter, das noch im Formling einlaminiert wird. Diese Methode ermöglicht es der Struktur, Lasten zu tragen, ohne dass unter der Wasserlinie auf ein Sandwich-Laminat mit Kern zurückgegriffen werden muss. Oberhalb des Rumpfes ruht ein injiziertes Sandwichdeck aus GFK auf der angebauten Kielverbindung und wird verklebt sowie verschraubt. Die Schotten sind über eine Länge von 360 Grad mit dem Rumpf und dem Deck mittels eines Polyurethan-Klebstoffs laminiert. Mit einer Länge über alles von 31 Fuß 8 Zoll, einer Breite von 11 Fuß 1 Zoll und einer Verdrängung von 8.933 Pfund trägt die 31 2.207 Pfund Gusseisenballast auf dem Standardkiel von 6 Fuß 1 Zoll. Dies ergibt ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 0,25 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 172. Eine Flachkiel-Version tauscht einen Tiefgang von 1 Fuß 8 Zoll gegen 205 zusätzliche Pfund Ballast ein. Das Spatenruder und die Goiot-Schaltung verleihen dem Boot ein lebendiges und direktes Segelgefühl. Ein niedriges Kajütdach mit Genuaschienen entlang der Kabine sorgt für freie Bewegungsfreiheit an Deck in Längsrichtung. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot, mit dem wir gesegelt sind, war mit einem Großsegel mit Volllatten ausgestattet, das in einer am Baum montierten Tasche verstaut wird, kombiniert mit einer 105-prozentigen Genua auf einer Profurl-Rollanlage – beide wurden vom Tester von Cruising World als leicht zu bedienen beschrieben. Die Primärwinschen sind ein Paar Lewmar 30, und die Großschot führt zu einer dritten Winsch auf dem Kajütdach, wobei der Zugang dazu das Verlassen des Steuerrads erfordert. Mit einer Segelfläche von 463 Quadratfuß (ca. 42,8 m²) bei 100 Prozent und einer Masthöhe von 46 Fuß 7 Zoll (ca. 14,2 m) bietet die 7/8-Slup einen moderaten Segelplan, der sich ideal für das Fahrtensegeln mit kleiner Crew eignet. Die Sülls enden an der Radsteuerung, und die Teak-Handläufe auf dem Kajütdach sind stilvoll, aber nur auf einer Seite offen – ein Detail, das der Rezensent als typisch für diese neue Generation von Beneteaus bezeichnete. (1)
Unterbringung
Unter Deck konzentriert sich die Aufteilung auf einen klappbaren Tisch, flankiert von praktischen und komfortablen Sitzgelegenheiten, sowie auf eine geräumige, querschiffs angeordnete Achterkabine mit Koje und eine V-Koje im Vorschiff. Mit einer Stehhöhe von 1,83 m und einem Kleiderschrank für die Kleidung ist der Bug so nutzbar, dass er sich tatsächlich zum Schlafen eignet. Sowohl der Salon als auch die V-Koje verfügen über öffnende Luken, und fünf öffnende Bullaugen sorgen für gute Belüftung. Am Fuße des Niedergangs befinden sich eine Nasszelle mit Dusche an Steuerbord; weiter vorn ist der Navigationstisch nach achtern ausgerichtet und nutzt das Ende der Sitzecke als Bank. An Backbord ist die U-förmige Pantry mit einem zweiflammigen Propangasherd und -ofen ausgestattet, und eine Kühlbox mit 12-Volt-Kühlsystem steht außerhalb der doppelten Spüle. Feste Handläufe am Schreibtisch und an den Pantry-Arbeitsplatten dienen gleichzeitig als gute Haltegriffe, und der Schalttafel über dem Navigationstisch lässt sich einsehen, um die ordentlich organisierte Verkabelung mit automobilähnlichen, wiederholbaren Sicherungen zu überprüfen.
Cockpit und Decksbeschlag
Das Cockpit selbst ist großzügig gestaltet: Die Sitze sind lang genug für ein Nickerchen und nah genug platziert, um bei Krängung Halt zu bieten. Zur Standardausrüstung gehören eine 36-Zoll-Radsteuerung und reichlich Platz nach vorn darüber. Ein klappbarer Spiegelstuhl bietet dem Steuermann einen Sitzplatz und erleichtert den Zugang zur Badeplattform, einem Beiboot oder dem Steg. Eine klappbare Luke im Backbord-Achterdeck bietet Platz für eine Rettungsinsel, eine herkömmliche Backskiste befindet sich an Steuerbord, und eine gut dimensionierte Ankerkiste am Bug verfügt über eine Halterung für eine optionale Ankerwinde. Das Niedergangsdach und die Luke bestehen aus klarem Lexan; die Luke schiebt sich nach vorn in ihre Plicht, bevor das Dach angehoben und eingeschoben wird.
Das Fazit
Die Beneteau 31 liest sich als durchdacht konzipierter Einstieg in das moderne Fahrtensegeln. Sie verbindet einen Rumpf von Finot mit einem Nauta-Innenausbau, der eine bescheidene Raumhöhe optimal nutzt. Der Konstruktionsansatz – massiver GFK unter Deck, Sandwichdeck, vollverklebte Schotten – ist unkompliziert, und die Details im Cockpit sowie am Niedergang zeigen ein hohes Augenmerk auf den Komfort beim Wohnen an Bord. Der einzige spürbare ergonomische Kompromiss ist die auf dem Kajütdach geführte Großschot, die den Rudergänger vom Steuerrad ablenkt, und die einseitigen Handläufe auf dem Kajütdach sind eher Stil als Sicherheit.
Vorteile
- Finot-Rumpf mit nach achtern getragenem Breitenhub und direktem Rudergefühl durch das Spatenruder
- Nauta-Innenausbau mit echter Stehhöhe von 1,80 m im Vorschiff und einer geräumigen Achterkoje
- Offenes Lexan-Niedergangsspritzschott und -luke für Schutz vor Wind und Sichtbarkeit
- Klappbarer Heckkoi und Rettungsinsel-Luke an Backbord für praktischen Deckseinsatz
Nachteile
- Das an einer Winsch auf dem Kajütdach geführte Großschot erfordert, dass man das Steuerrad verlässt
- Die auf einem Seite offenen Teak-Handläufe auf dem Kajütdach begrenzen die sichere Grifffläche









