Design und Konstruktion
Ein Knickspant knapp unter der Wasserlinie und ein ausgeprägter Kimm im Achterschiff tragen zur Stabilität bei und vergrößern das Volumen im Heck, während die weit nach achtern getragene Breite von 11'10" dem Rumpf seine charakteristische Form im Querschnitt verleiht. In einem Testbericht für Cruising World stellten Tester fest, dass die Werft nun biaxiales Gewebe verwendet, das so konstruiert ist, dass die Belastung in die richtige Richtung gelenkt wird – mit Kevlar im Vorschiff zur Erhöhung der Schlagfestigkeit und ohne Einsatz von Chopper-Guns. Unter der Wasserlinie ist das Boot aus massivem GFK gefertigt, aber im Überwasserschiff und an Deck verzichtete die Werft auf Balsakern und ersetzte ihn durch Nida-Core, ein leichteres und steiferes Honigkuchenpaneel. Zudem wurde Vinylesterharz verwendet, um Osmose vorzubeugen. Das Ergebnis ist ein relativ flachgehender Boot dieser Größe, das entweder mit einem Flachkiel von 4'5" oder einem tiefen Flossenkiel von 5'5" angeboten wird, wobei letzterer für eine Verdrängung von 12.000 Pfund immer noch einen moderaten Tiefgang darstellt. (1)
Rigg und Handhabung
Die 31 ist mit dem bekannten B&R-Rigg des Unternehmens ausgestattet, das über zurückgepfeilte Salingen verfügt, wodurch Achterstag und der Traveller auf einem markanten Edelstahlbügel über dem Cockpitanker entfallen. Das Rigg wird von dem Großsegel dominiert, ergänzt durch ein relativ kleines und leicht zu bedienendes Vorsegel. Das Standardrigg trägt ein Großsegel mit großem Achterlieksrund, während ein optionales All-Furling-Rigg einen mehr als fünf Fuß längeren Mast hinzufügt und den Verlust der Segelfläche auf sieben Prozent begrenzt. Der Bügel erfordert eine hohe Lümmelbeschlag für den Baum, um darunter hindurchzufahren, was den Segelplan erhöht. Auf dem Wasser entwickeln die lange Wasserlinie und die 581 Quadratfuß Segelfläche bei einer angemessenen Brise auf raumen Kursen genug Leistung für eine gute Geschwindigkeit, obwohl das Boot nicht so schnell sein wird wie eine leistungsorientiertere Alternative, und die Geschwindigkeit wird bei leichtem Wind und beim Segeln am Wind unweigerlich leiden. Die Seitensitze im Cockpit sind bis direkt an den Rumpfrand verschoben, klappbare Fußstützen ermöglichen sicheren Halt bei Krängung, und ein Paar Eckkojen in der Heckskiste erweitern den Freiraum zum Entspannen. (1)
Unterbringung
Unter Deck führen drei breite und sichere Stufen hinab zu einem Salon mit einer Stehhöhe von 6'1" (ca. 1,85 m). An Steuerbord befindet sich eine Längsküche mit einer kardanisch aufgehängten zweiflammigen Gasherd mit Backofen, einer Spüle, einer Mikrowelle und zwei integrierten, nach oben öffnenden Kühlschränken, die mit Kühlschrank und Gefrierschrank ausgestattet werden können. Vor der Pantry befindet sich eine kurze Sitzecke, gegenüber einer größeren L-förmigen Sitzecke, die sich zur Doppelkoje umbauen lässt. Beide Kabinen sind angemessen groß: eine Vorschiffskabine mit hervorragender Stehhöhe, aber einer etwas kleineren V-Koje, und eine querschiffs unter dem Cockpit angeordnete Achterkoje, die riesig ist, jedoch mehr geschlossen ist. Die Nasszelle achtern an Backbord verfügt über eine separate Duschkabine. Das Herzstück im Oberdeck ist ein großzügiges Cockpit von Bug bis Heck ohne traditionelle Sülls, mit einer optionalen, per Fußpedal betätigten, schwenkbaren Lewmar-Radsteuerung, die sich seitlich drehen lässt, Speichen, die sich für den Zugang zum Spiegel nach innen klappen lassen, und einem serienmäßig installierten Klapptisch.
Ausrüstung und Cockpit-Details
Tiefe Taukästen, die im hinteren Bereich des Kajütaufbaus integriert sind, halten das Cockpit aufgeräumt, und ein Heckklappenluke öffnet sich zu einem speziellen Stauraum für Surfbretter oder Kayaks. Der Travellerschienebalken beherbergt zudem Lautsprecher, LED-Lichter und ein Bimini, während eine doppelte Großschot mit einem Ende zum Kajütdach geführt wird. Eine Stufe im Kajütaufbau führt nach vorn, und der serienmäßige 21 PS Yanmar-Diesel kann durch einen optionalen 29 PS Motor ersetzt werden; die Kraftstoffkapazität beträgt 21 Gallonen bei 50 Gallonen Wasser.
Das Fazit
Die Marlow-Hunter 31 ist eine durchdacht moderne Fahrtenyacht für Küstenfahrten, die pure Geschwindigkeit gegen Wohnkomfort und einfache Handhabung eintauscht. Ihr B&R-Rigg und ihr voluminöser Rumpf machen sie zu einer vernünftigen Wahl für Paare, die Platz und unkomplizierte Segelkontrolle über eine Regatta-Genealogie stellen.
Vorteile
- Ungewöhnlich großes Innenraumvolumen für einen 32-Fuß-Rumpf mit 1,85 m Stehhöhe
- B&R-Rigg ohne Achterstag mit kleinem, leicht zu bedienendem Vorsegel
- Wahl zwischen flachem (1,37 m) oder tiefem (1,65 m) Kiel für unterschiedliche Reviere
- Modernes Verbundwerkstoff-Laminat mit Kevlar im Vorschiff und Vinylesterharz zur Osmosevorbeugung
Nachteile
- Die Geschwindigkeit leidet bei leichtem Wind und am Wind im Vergleich zu leistungsorientierten Konstruktionen
- Die Achterkabine ist groß, aber geschlossen; die V-Koje im Vorschiff ist etwas klein
- Das optionale Rollrigg geht auf Kosten von Segelfläche und traditionellem Charakter









