Bavaria Cruiser 51 (2014-2022) — Informationen, Bewertung, technische Daten

2014 – 2022·Bavaria Yachts
Ungefähre Zeichnung

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Rigg
7/8-Slup
Erstes Baujahr
2014

Die Bavaria Cruiser 51, gebaut von 2014 bis 2022, repräsentiert das FarrDesignbüro in Zusammenarbeit mit Design Unlimited bei der Produktion einer volumenreichen Fahrtenyacht für die CruiserLinie der deutschen Werft. Es ist eine 51FußYacht mit 7/8SlupRigg, die den ausgeprägten Knickspant einiger zeitgenössischer Modelle zugunsten eines weicheren, traditionelleren Heckdesigns aufgibt und in einer bemerkenswert flexiblen Auswahl an InnenraumLayouts angeboten wurde.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
Breite
Tiefgang
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Rumpfart
Kielart
Ballast
Verdrängung
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
Komfort-Ratio
Kenterungsverhältnis
Rumpfgeschwindigkeit

Design und Konstruktion

Die Rumpfform der Cruiser 51 zeichnet sich durch Proportionen aus, die Raum und eine moderate Verdrängung gegenüber einer regattatauglichen Leichtbauweise bevorzugen. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 2,98 und einem Breiten-Verhältnis zum maximalen Breitenwert von 86 Prozent ist die Yacht für ihre Länge breit, und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 147 ordnet sie fest in die Klasse der Fahrtenyachten mit moderater Verdrängung ein, anstatt sie am unteren Ende der Leichtdeplacement-Klasse zu positionieren. Der Spiegel zeigt etwas Form und einen leichten Winkel statt eines fast vertikalen Profils, und die Kimmverbindung am Spiegel ist eher weich ausgeführt – ein bewusster Bruch mit der harten Ecke einer Knickspant-Kimm. Ein Knickspant im Achterschiff fehlt völlig. Es sind Doppelruder installiert, das Deck trägt ein Teakdeck mit allen Luken bündig zur Oberfläche, während der Kajütaufbau schön geformt und nicht klobig ist. Unter Deck bringen vier lange, rechteckige Lichtausschnitte, die in die Rumpfwände eingelassen sind, zusätzliche Helligkeit in den Innenraum. (1)

Rigg und Handhabung

Über dem Deck trägt das 7/8-Slup-Rigg ein Vorstag, das fast bis zum Masttopp reicht, wobei oben genügend Freiraum für den Spinnaker bleibt, wenn dieser gesetzt ist. Die Salingen sind zurückgepfeilt und die Püttinge sind direkt an der Kante des Decksbords montiert, nicht am Rumpf selbst. Ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 22,81 deutet auf ein moderat leistungsstarkes Fahrtenrigg hin, das für solide Leistung am Wind ohne großen sportlichen Einsatz der Crew ausgelegt ist. Käufer konnten zwischen zwei Kieloptionen mit Tiefen von 1,85 m oder 2,29 m wählen, was eine Anpassung an die jeweiligen Reviere ermöglichte.

Unterbringung

Bavaria bot die 51 in drei Innenraumaufteilungen an: mit drei, vier oder fünf Kabinen, wobei alle Versionen über drei Nasszellen verfügten. Die beiden Achterkabinen haben jeweils ihre eigene Toilette. Der Salon beherbergt eine Navigationsecke achtern an Backbord, während die Pantry vor ihr sich entlang der Backbordseite erstreckt; die Dinette nutzt eine Mittelbank. Bei der Drei-Kabinen-Aufteilung erhält die vordere Kabine einen begehbaren Kleiderschrank. Der Vier-Kabinen-Plan schafft eine enge Kammer vor dem Hauptschott an Backbord mit übereinanderliegenden Einzelkojen. Eine weitere Aufteilung teilt den Bereich der V-Koje entlang der Mittellinie auf, um zwei Kabinen und insgesamt fünf separate Schlafplätze zu schaffen. Die Plicht ist riesig und bietet zwei Steuerräder mit Sitzbereich dahinter, einen großen Klapp-Tisch und die Instrumententafel am Heckende dieses Tisches.

Das Fazit

Die Bavaria Cruiser 51 ist eine durchdacht aufgeteilte Fahrtenyacht, die ihre Breite und moderate Verdrängung nutzt, um ein außergewöhnliches Volumen und ein konfigurierbares Innenraumkonzept zu bieten, während sie einen traditionell weichen Spiegel und ein gutmütiges Rigg beibehält. Die vielen Kabinenzählungen und das konstante Layout mit drei Nasszellen machen sie sowohl für den privaten als auch für den Charterbetrieb anpassungsfähig, und die breite Plicht mit den beiden Steuerrädern eignet sich hervorragend für eine Crew beim Fahrtensegeln. Sie ist in der Rumpfform weniger aggressiv als konkurrenzfähige Boote mit Knickspant und bietet eher moderate Segelleistung als eine atemberaubende Beschleunigung bei leichtem Wind.

Vorteile

  • Drei Innenraumvarianten von drei bis fünf Kabinen mit insgesamt drei Nasszellen
  • Große Breite und moderate Verdrängung für ein hohes Innenraumvolumen
  • Doppelruder, zwei Tiefgangsoptionen und ein klares Masttopp für Spinnakerarbeit
  • Große Plicht mit doppelten Steuerrädern, Klapptisch und geschützter Instrumentenkonsole

Nachteile

  • Der weiche Kimmknick und das fehlende Achterknick begrenzen das moderne, schlanke Performance-Aussehen
  • Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 22,81 begünstigt das gemütliche Fahrtensegeln bei leichtem Wind eher als Geschwindigkeit
  • Die Vorschiffskabine mit vier Kojen ist durch gestapelte Einzelkojen recht eng

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