Design und Konstruktion
Perrys Rumpf misst 22 Fuß 2,5 Zoll an der Wasserlinie bei einer Breite von 9 Fuß 6 Zoll, hat einen Tiefgang von 4 Fuß 4 Zoll, eine Verdrängung von 5.200 Pfund und 2.000 Pfund Ballast, die im GFK-Kiel eingebaut sind. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38 Prozent und ein D/V-Verhältnis nahe 211 beschreiben eine moderate Fahrtenyacht und keine Federleicht-Rennmaschine, dennoch sorgt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 18,1 für ein agiles Segelverhalten unter Segeln. Die technischen Daten des Herstellers bestätigen eine durchgehende solide GFK-Konstruktion, und dieselben Angaben listeten einen an Deck stehenden Mast auf einem 7/8-Slup-Rigg auf. Der einlaminierte Ballast bedeutet, dass keine externen Bolzenbeschläge korrodieren können – ein unscheinbarer Vorteil für ein Boot, das mittlerweile seit Jahrzehnten im Dienst steht. (1)
Rigg und Handhabung
Die ursprünglichen Serienboote verließen die Werft mit überdimensionierten Spieren und inneren Fallen, kombiniert mit Barient-Winschen sowie einer vollständigen Ausstattung mit Kajütturk und Seereling. Die Großsegelfläche ist in zwei Konfigurationen erhältlich – 164 Quadratfuß mit einer Spannweite von 10,25 Fuß oder 178 Quadratfuß mit 11,25 Fuß –, während die Fock bei 161 Quadratfuß blieb, wobei sich ihre Spannweite um 1981 von 10,25 auf 11,25 Fuß vergrößerte; eine 241 Quadratfuß große Genua auf einem 30-Fuß-Vorsegeldreieck vervollständigt das Segelrepertoire. Die PHRF-Gewichte reichen von 201 mit Spinnaker und Außenborder bis zu 231 ohne Fliegende Segel und Innenborder, was sich um einen für Regatten angegebenen Durchschnittswert von 207 gruppiert. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,32 Knoten, und die Steuerung erfolgte von Anfang an über eine Pinne mit optionaler Radsteuerung. (2)
Unterbringung
Die frühen Boote wurden mit gepolsterten Kissen aus Samtvelours ausgestattet, und die Aufteilung galt von Anfang an als ideal für das Fahrtensegeln. Die Tankkapazitäten sind bescheiden, aber autark: 12 Gallonen Diesel, 14 Gallonen Frischwasser und ein großzügiger Fäkalientank mit 24 Gallonen deuten auf ein Boot hin, das eher für Wochenend-Ankerplätze als für Langstrecken-Blauwasserfahrten konzipiert ist. Die Brückenfreiheit liegt bei fast 40 Fuß – ein Wert, den man bei festen Brücken auf Binnenwasserstraßen im Hinterkopf behalten sollte.
Bekannte Schwachstellen
Einige Eigner fanden den BMW-Diesel mit 7 PS laut damaligen Berichten unterdimensioniert – ein Nachteil, der speziell mit dieser am schlechtesten bewerteten Motorisierung einherging und nicht für die größeren Volvo- oder Westerbeke-Motoren oder die Außenborder-Option gilt. In den Unterlagen sind keine strukturellen Mängel aufgeführt, und der eingegossene Kiel sowie das innenliegende Spatenruder lassen kaum versteckte Korrosionswege zu. (2)
Refits und Eignerschaft
Die Aloha 27 lässt sich entweder mit einem Einbaudiesel – BMW, Volvo oder Westerbeke – oder mit einem Außenborder betreiben, wobei Ein- oder Zweizylinder-Motoren mit 7 oder 12 PS einen 1-Zoll-Schraubenwellenantrieb antreiben. Der an Deck stehende Mast und die inneren Fallen vereinfachen die Inspektion des Riggs, und das kompakte Maß spiegelt die handverlegte Bauweise der Werft aus dieser Zeit wider. Mit 188 gebauten Exemplaren bleibt das Modell ein lohnendes Einstiegsmodell in die Fahrtenyacht-Konstruktionsphilosophie von Perry.
Das Fazit
Die Aloha 27 ist eine durchdacht proportionierte kleine Fahrtenyacht, deren eingegossener Ballast-Flossenkiel und die Linien von Perry für ein berechenbares Seeverhalten ohne Sorgen bei der nächsten Überholung sorgen. Der wichtigste Punkt beim Kauf ist die Motorisierung: Der 7 PS BMW sorgt oft für Kritik wegen mangelnder Leistung, weshalb eine spätere 12 PS Einheit oder ein Außenborder die klügere Wahl ist. Sie ist keine Geschwindigkeitsmaschine, aber ihre Kabinenaufteilung und Tankkapazitäten eignen sich hervorragend für das Fahrtensegeln auf geschützten Gewässern.
Vorteile
- Der einlaminierte Bleiballast schließt Korrosionswege an den Kielbolzen aus
- 7/8-Slup-Rigg mit internen Fallen und übergroßen Originalspieren
- Die bescheidene Produktion von nur 188 Einheiten hält Ersatzteile und Wissen fokussiert
- Der 90-Liter-Fäkalientank ermöglicht längere Ankerliegezeiten
Nachteile
- Der BMW-Diesel mit 7 PS wird von einigen Eignern als unterdimensioniert empfunden
- Begrenzte Reichweite durch 12 Gallonen Kraftstoff und 14 Gallonen Wasser
- Der an Deck stehende Mast erfordert eine sorgfältige Überprüfung der Dichtungen im Decksdurchgang





