Design und Konstruktion
Alo Yachts baute die 33 aus GFK mit einem Festrumpf und einem eisernen Flossenkiel. Letzterer sorgt für einen Tiefgang von je nach Beladung zwischen 5,58 und 5,88 Fuß. Bei einer Verdrängung von rund 10.800 Pfund und 4.189 Pfund Eisenballast weist das Boot ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 39 Prozent und ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,21 auf – Proportionen, die eher auf eine moderate Breite und eine solide Ballastierung als auf eine agile Regattayacht schließen lassen. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 301 ordnet sie zu den sogenannten „schweren Fahrtenyachten“ ein, und ihre benetzte Fläche von etwa 290 Quadratfuß passt zu diesem stabilen, volumenreichen Charakter. Ein bemerkenswerter Aspekt der Produktionsgeschichte ist, dass das Boot auch zum Selbstausbau verkauft wurde. Daher kann sich die Qualität der Ausarbeitung und der Strukturdetails von Rumpf zu Rumpf unterscheiden, was auch die Gesamtqualität variieren lässt. (1)
Rigg und Handhabung
Die Alo 33 ist als Masttoppslup mit einem Referenz-Segelfläche von 458,8 Quadratfuß für Großsegel und Fock getakelt, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 15,2 bei dem ISO-Referenzsegel und 18,1 mit einer 135-prozentigen Genua führt. Diese Werte, gepaart mit einer theoretischen Verdrängergeschwindigkeit von 6,6 Knoten und einem Relative Speed Performance-Index von 42, beschreiben ein Boot mit solider, wenn auch nicht herausragender Leichtwind-Potenzial und einer angenehmen Geschwindigkeitssteigerung bei auffrischendem Wind. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,82 und der Komfort-Ratio reicht von 22,0 bis 29,3 – Zahlen, die das Boot als stabiles, gutmütiges Seebot für seine Größe kennzeichnen. Unter Motor entwickelt der empfohlene Volvo Penta MD2B Diesel mit Wellenantrieb 25 PS bei einer maximalen Motordrehzahl von 7,0 Knoten, was knapp über der Geschwindigkeit des Segelrumpfes liegt.
Unterbringung
Unter Deck ist die Alo 33 mit einer einzigen Kabine und acht Kojen, einer Pantry, einer Nasszelle und einem im Teakholz gehaltenen Innenraum ausgestattet – wie viele ihrer Zeitgenossen. Das Frischwasservolumen beträgt 120 Liter mit einer Schmutzwasserkapazität von 80 Litern, während der Kraftstofftank 90 Liter Diesel fasst. Die Aufteilung mit einer Kabine und acht Kojen signalisiert ein Boot, das eher für Wochenendgruppen oder Küstensegler als für die Privatsphäre eines Eigners konzipiert ist, und der Teak-Innenausbau setzt einen zeitgenössischen Ton im gesamten Wohnbereich.
Bekannte Schwachstellen
Das einzige bekannte Problem ist der Eigenbaustein, was zu Schwankungen in der Bauqualität innerhalb der kleinen Flotte führt, die im Eigenbau fertiggestellt wurde – das bedeutet, dass sich die Qualität unterscheiden kann. Ein Käufer oder Gutachter sollte daher jeden Rumpf für sich allein beurteilen und nicht von einheitlichen Werftstandards ausgehen. (1)
Refits und Eignerschaft
Angesichts der geringen Stückzahl und der Option zur Selbstbau-Fertigstellung ist die Eignerschaft einer Alo 33 weniger eine Frage der Flottengemeinschaft als vielmehr eine persönliche Pflicht. Die angegebenen Rigg-Längen – Großsegel- und Vorsegelfall 29,5 Meter 10-mm-Leine, Schoten um die 10 bis 25 Meter 12-mm-Leine sowie diverse Steuerleinen – bieten ein klares Schema für die Erneuerung des laufenden Guts nach Originalspezifikation. Der Volvo Penta MD2B bleibt ein unkomplizierter Diesel, bei dem Ersatzteile leicht zu beschaffen sind, und die einfache Wellenantriebsübertragung erspart die Komplexität modernerer Saildrives.
Das Fazit
Die Alo 33 ist eine kompakte, robust gebaute norwegische Fahrtenyacht mit einem vernünftigen Masttopprigg und einem praktischen, wenn auch gemeinschaftlich genutzten Innenraum. Aufgrund ihrer Seltenheit und der Tatsache, dass viele Boote von Privatpersonen fertiggestellt wurden, variiert der Zustand erheblich. Das zugrundeliegende Konzept ist jedoch stimmig und macht das Boot in der Klasse der kleinen Fahrtenyachten zu einer seetüchtigen Wahl.
Vorteile
- Fest ballastierter Eisen-Flossenkiel mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 39 Prozent
- Stabiles Seeverhalten und Kenterwiderstand, ideal für Küstentörns
- Klare Originalbeschreibung des Riggs für eine unkomplizierte Erneuerung
Nachteile
- Weniger als 100 gebaut und einige von Heimwerfern fertiggestellt, daher ungleichmäßige Qualität
- Einzelne Kabine mit acht Kojen schränkt die Privatsphäre ein
- Bescheidenes Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis unter dem Referenzrigg










